Zuchtrichtlinien

Diskutiere Zuchtrichtlinien im Waldkatzen Forum im Bereich Katzenrassen; Hab ich doch auch nicht behauptet, oder?
  • Zuchtrichtlinien Beitrag #21
richtiger Weise Rassekatzen.

Wieso richtig? Korrekt wäre z.B. Kunstrasse, oder Zuchtrasse, da es sich ja im biologischen Sinne faktisch nicht um eine natürlich entstandene sondern durch Menschenhand hervorgebrachte Rasse handelt.

Die Begriffe "Edel" und "Rasse" sind nichts anderes als eine klassische "Überhöhung", also eine deutliche qualitative Abgrenzung. Ich benutze sowas andauernd. Aber nur beruflich, da ich auch Werbetexter bin. :D

Wo stufst Du denn bitte die Norwegische Waldkatze, die Maine Coon, die Sibirische Katze, die Türkisch Angora, die Türkisch Van und die (leider ausgestorbene) Deutsch Langhaar ein? Das sind keine "Kunstrassen", sondern natürlich entstandene Rasse.

Und auch viele Rassen, die sich nicht unbedingt allgemeiner Beliebtheit erfreuen, wie z. B. Rexe oder Sphinxe, sind aus Mutationen entstanden, die dann durch Züchterhand "konserviert" wurden.

Nicht alles, was sich Edel- oder Rassekatze "schimpft", ist ein Kunstprojekt.

Hab ich doch auch nicht behauptet, oder?
 
  • Zuchtrichtlinien Beitrag #22
Meiner Meinung nach doch:

Zitat (nochmal):
Wieso richtig? Korrekt wäre z.B. Kunstrasse, oder Zuchtrasse, da es sich ja im biologischen Sinne faktisch nicht um eine natürlich entstandene sondern durch Menschenhand hervorgebrachte Rasse handelt.

Bei den von mir genannten Rassen handelt es sich um natürlich entstandene, nicht durch Menschenhand hervorgebrachte Rassen.
 
  • Zuchtrichtlinien Beitrag #23
Meiner Meinung nach doch:

Zitat (nochmal):
Wieso richtig? Korrekt wäre z.B. Kunstrasse, oder Zuchtrasse, da es sich ja im biologischen Sinne faktisch nicht um eine natürlich entstandene sondern durch Menschenhand hervorgebrachte Rasse handelt.

Bei den von mir genannten Rassen handelt es sich um natürlich entstandene, nicht durch Menschenhand hervorgebrachte Rassen.

Habe ich explizit erwähnt, dass ich damit sämtliche Rassen meine? Mitunter differieren Inhalt und Wiedergabe, bzw. das tatsächlich Geschriebene und das vermeintlich Gelesene. :wink:

In Sachen Maine Coon ist es meines Wissens nach übrigens nicht eindeutig geklärt, ob es sich um eine Naturrasse handelt oder um eine "Mutation", bzw. Anpassung, hinsichtlich der vermutlichen Verbringung durch Menschen auf das amerikanische Festland.
 
  • Zuchtrichtlinien Beitrag #24
Wo stufst Du denn bitte die Norwegische Waldkatze, die Maine Coon, die Sibirische Katze, die Türkisch Angora, die Türkisch Van und die (leider ausgestorbene) Deutsch Langhaar ein? Das sind keine "Kunstrassen", sondern natürlich entstandene Rasse.
Aber ist es nicht so das sich viele dieser genannten Rassen inzwischen durch die gezielte Zucht mehr oder weniger verändert haben. Zum Beispiel fällt mir da die Main Coone ein die ja in den letzen Jahren in Bezug auf Grösse und Gewicht einiges zugelegt hat. Aber oft ist es noch nicht mal nur das Aussehen, Ziel vieler Züchtungen ist es doch gerade gezielt Einfluss auf das Wesen einer Rasse zu nehmen. Oder sehe ich das falsch?
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  • Zuchtrichtlinien Beitrag #25
In Sachen Maine Coon ist es meines Wissens nach übrigens nicht eindeutig geklärt, ob es sich um eine Naturrasse handelt oder um eine "Mutation", bzw. Anpassung, hinsichtlich der vermutlichen Verbringung durch Menschen auf das amerikanische Festland.

:? :? :? :? :?

Ob die Maine Coon nun vor Columbus, den Wikingern, oder wer auch immer als erstes von Europa aus auf dem amerikanischen Kontinent war, oder nicht, ist doch ziemlich wurscht. Die haben damals garantiert keine Katzen gezüchtet.

In einigen kälteren Gegenden haben sich sogenannte Semilanghaar-Katzen entwickelt ohne die selektive Zucht von Menschen, für mich also Natur.

Ob sich in diesen Gebieten selbständig Langhaar-Mutationen entwickelten, oder Angora, Maine Coon, Norweger und Sibis aus einem Genpool kommen, das wäre recht interessant herauszufinden.
 
  • Zuchtrichtlinien Beitrag #26
Also selbst die These der Verbringung der Katze durch Menschen auf das amerikanische Festland ändert nichts an der Tatsache, dass die Maine Coon eine eigenständige Rasse ist!! Entstanden wahrscheinlich ( man weiß es ja gar nicht genau - es ist nur eine Vermutung ) durch Verpaarung der europäische "Verbringungskatze" und einer amerikanischen Wald und Wiesenkatze. Diese Katze lebt noch heute frei und wild in den Wäldern von Maine. Sie hat sich dort einfach der Umgebung angepasst und als ART überlebt! So und ähnlich ist es mit den übrigen aufgezählten Katzen auch! Also wenn das nicht eigenständig ist! Die meisten afrikanischen Katzenarten haben sich ursprünglich auch durch eigenständige Verpaarung entwickelt. Mit Rassezuchten hatten die damaligen Seefahrer sicher noch nichts am Hut :wink:

@aLuckyGuy: nein, im Prinzip siehst du das nicht falsch! Darüber bin ich auch sehr traurig und es gibt viele Meinungen über sogenannte "Rasseerhaltung" und Manipulation von Aussehen und Wesen. Es gibt aber durchaus Züchter, die sich nach dem Grundgedanken der Erhaltung richten.
Und ich wiederhole mich, die Maine Coon kannst du noch bei Farmern und in den Wäldern der USA/ Maine in Natur sehen! Was der Mensch drauss macht, ist ja wieder ein neues Kapitel :wink:
 
  • Zuchtrichtlinien Beitrag #27
[quote="aLuckyGuy] Ziel vieler Züchtungen ist es doch gerade gezielt Einfluss auf das Wesen einer Rasse zu nehmen. Oder sehe ich das falsch?
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[/quote]

Wenn Du damit meinst, dass ein guter Züchter nicht mit durchgeknallten Tieren züchten sollte, hast Du recht.

Im Gegensatz zu den Hundezüchtern, wo einige Rassen ja explizit auf "Griffigkeit" gezüchtet wurden/werden, sind wir Katzenzüchter eher bestrebt mit den charakterlich freundlichen zugänglichen Tieren zu züchten.
 
  • Zuchtrichtlinien Beitrag #28
Also selbst die These der Verbringung der Katze durch Menschen auf das amerikanische Festland ändert nichts an der Tatsache, dass die Maine Coon eine eigenständige Rasse ist!! :

Ja, aber hier ist dann wieder zwischen Naturrasse und Kunstrasse zu unterscheiden, denn alleine wären die Tiere nicht über den Atlantik gekommen, oder?
 
  • Zuchtrichtlinien Beitrag #29
Im Gegensatz zu den Hundezüchtern, wo einige Rassen ja explizit auf "Griffigkeit" gezüchtet wurden/werden, sind wir Katzenzüchter eher bestrebt mit den charakterlich freundlichen zugänglichen Tieren zu züchten.

Und genau das ist widerum künstlich, bzw. von Menschenhand gemacht, da die Katzen sich selbständig definitiv nicht nach diesem Kriterium verpaaren würden. Da hat eben der durchsetzungsfähigste Kater die besten Chancen, und sicher nicht der freundlichste.
 
  • Zuchtrichtlinien Beitrag #30
@ Kerstin: ich gebe dir vollkommen Recht und auch aus dem Grunde finde ich Zuchtrichlinien gut und sinnvoll ( Querschläger gibt es immer ) !! Leider werden sie ja nicht immer einheitlich ausgelegt und da ist wohl auch das Problem, der nichteinheitlichen Stimme!?

Aber dein Gedanke mit dem Genpool ist wirklich höchst spannend, das wäre mal eine Aufgabe, es rauszufinden :wink:
 
  • Zuchtrichtlinien Beitrag #31
@mbberlin:

Ach so, die Tatsache allein, dass ich eine Katze von A nach B verbringe macht aus einer Naturrasse eine Kunstrasse?

Sorry, ich verstehe definitiv nicht, was Du damit meinst.

Unter einer "Kunstrasse" - was immer das auch sein mag, denn ich kenne nur "echte" Katzen, keine "künstlichen" (jedenfalls keine aus Fleisch und Blut) kann ich höchstens Rassen verstehen, die direkt vom Menschen "erschaffen" wurden, wie z. B. die Ragdoll, die Singapura oder die Burmilla.
 
  • Zuchtrichtlinien Beitrag #32
@mbberlin:

Ach so, die Tatsache allein, dass ich eine Katze von A nach B verbringe macht aus einer Naturrasse eine Kunstrasse?

Sorry, ich verstehe definitiv nicht, was Du damit meinst.

Unter einer "Kunstrasse" - was immer das auch sein mag, denn ich kenne nur "echte" Katzen, keine "künstlichen" (jedenfalls keine aus Fleisch und Blut) kann ich höchstens Rassen verstehen, die direkt vom Menschen "erschaffen" wurden, wie z. B. die Ragdoll, die Singapura oder die Burmilla.

Soweit ich weiss, haben sich z.B. Maine Coons aus Norwegischen Waldkatzen entwickelt, nachdem sie auf den amerikanischen Kontinent kamen. Da sie meines Wissens nicht selbst geschwommen sind, hat es also im Sinne des Wortes eine künstliche Ursache, d.h. auf natürlichem Wege - ohne menschliches Zutun - wäre sie mutmasslich nicht entstanden, oder?
 
  • Zuchtrichtlinien Beitrag #33
Und woher weißt Du das? Vielleicht von einem Vereinspräsidenten, der diese "Storys" gern auf seinen Ausstellungen von sich gibt?

Frag mal die Maine Coon Züchter: Die wissen es nämlich auch nicht genau, genauso wie ich nicht wirklich genau weiß, wie die Norwegische Waldkatze entstanden ist bzw. was ihr wirklicher und belegbarer Ursprung ist.

Dies ist alles nur Spekulation - und natürlich können wir uns hier in seitenlangen Wortklaubereien ergehen. Dazu ist mir meine Zeit aber ehrlich gesagt zu schade.
 
  • Zuchtrichtlinien Beitrag #34
Also eigentlich ist es doch nun auch vollkommen egal wer oder was für die Erschaffung der Main Coons und anderer Rassen ursächlich war. Ob nun der Mensch oder vielleicht doch die Natur oder, nach logischen Gesichtspunkten, beides zusammen. Jedenfalls bin ich der Meinung das es nicht richtig ist mit dem genetischen Code einer solchen Rasse durch immer neue Züchtungen zu experimentieren. Andererseits würde, streng genommen ein Zuchtprogramm das ausschliesslich auf den Erhalt einer Rasse gerichtet ist, eigentlich der Natur entgegen stehen denn die Natur duldet eigentlich keinen Stillstand. Jedenfalls ist dies kein einfaches Thema.
 
  • Zuchtrichtlinien Beitrag #35
Naja, viel "experimentiert mit dem genetischen Code" wird eigentlich auch nicht. Da lässt der Hund weitaus mehr Experimentalmöglichkeiten zu als die Katze.

Gerade bei den "Naturrassen" :D wird ja keine grundlegende Änderung erzielt, sondern vorhandene Merkmale züchterisch verstärkt. Das geschieht reinweg durch Selektion. Ob es gut oder schlecht ist, sei mal dahin gestellt. Ich finde - gerade im Bereich der Coonies - längst nicht alles gut, was da so gemacht wird.

Und letztendlich ist es ja so: Eine Coonie ist in der Regel immer noch als eine Coonie zu erkennen, eine Norweger als Norweger usw. Schlimm wäre es, wenn rassetypische Merkmale weggezüchtet werden würden.

In der Regel sind aber die "züchterischen Experimente" die ein Züchter macht, ja nicht schädlich für die Katze oder die Rasse. Der Coonie ist es egal, ob ihre Tipps auf den Ohren da sind oder nicht, der Norweger ist es egal, ob ihre Nase zum linealanlegen ist, oder ob sie einen kleinen Dipp hat. Wo man natürlich einschreiten sollte ist an dem Punkt, an dem es an die Gesundheit geht - und genau aus diesem Grunde trachten die meisten Züchter danach, gesunde Katzen zu züchten, dann erst kommen die großen Ohren, die kantigen Schnauzen oder was auch immer.

Schade wäre es gewesen, wenn man diese Rassen ihrem Schicksal überlassen hätte, dann wären sie heute nämlich ausgestorben oder nur noch in Zoos zu besichtigen.
 
  • Zuchtrichtlinien Beitrag #36
OT

aber was ist ein Dipp?
In Bezug auf einen Norweger jetzt.
Ich hab ja selber einen und würd gern gucken,ob er das auch hat :wink:

LG,Simone
 
  • Zuchtrichtlinien Beitrag #37
Ein Dipp ist, wenn die Nasenlinie nicht ganz gerade ist, sondern einen kleinen Schwung nach innen hat.
 
  • Zuchtrichtlinien Beitrag #38
ah,ok,danke

aber vorstellen kann ichs mir nicht so richtig.
Ist das ein Dipp oder nicht :shock: ?


LG,Simone
 
  • Zuchtrichtlinien Beitrag #39
Ist das ein Dipp oder nicht :shock: ?

Nein, Bay Bee. Das ist kein Dipp, sondern eine schicke Mieze! 8)

"Dipp" kenne ich nur von diesen ekelhaften Kino-Nachos.
An meinen Katzen möchte ich sowas nicht haben. :D
 
  • Zuchtrichtlinien Beitrag #40
Aus dieser Perspektive könnte es einer sein, aber richtig sieht man das nur im Vollprofil bzw. man fühlt es.
 
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