Hallo Phil,
Heute morgen ging alles so rasend schnell, alles ist irgendwie an mir vorbeigezogen und ich konnte Dir gar nicht alles sagen.
Gestern schien es Dir noch besser zu gehen und jetzt bist Du nicht mehr da. Ich kann das noch gar nicht richtig begreifen! Der arme Mister läuft hier völlig verwirrt rum und versteht nicht, wieso ich ohne Dich wieder gekommen bin. Ich habs ihm erklärt, aber Du kennst ihn ja, manchmal hört er nicht richtig hin. Vielleicht wollte er es auch nicht hören. So wie ich Dir heute morgen nicht in die Augen schauen wollte. Fast als hätte ich geahnt, was ich darin lesen würde. Als die Tierärztin mir gesagt hat, was los ist und was sie für Möglichkeiten hätte, war mein erster Gedanke: "Scheißegal was sie machen muß. Sie soll einfach machen, dass Du wieder gesund wirst!" Und dann...Dann habe ich Dir in die Augen geschaut und gesehen, das Du nicht mehr wolltest.
Ach Bärchen, ich habe so mit mir gerungen, ich wäre fast so egoistisch gewesen und hätte Deine Bedürfnisse ignoriert. Aber irgendwie hast Du das wohl gespürt, denn Du hast mich angestupst, mit Deinem Näschen. Dann konnte ich Dich nicht ignorieren und habe Dich gehen lassen! Mir ist schon lange nichts mehr so schwer gefallen!
Danke Phil, dass Du unser Leben bereichert hast, mit Deiner ruhigen, sanften Art und dafür dass Du mir diese schwere Entscheidung am Ende abgenommen hast.
Wir hoffen Du bist gut über die Rgenbogenbrücke gekommen. Wehe Du bist nicht der Ersten, den wir da hinter sehen, wenn es für uns mal so weit ist!
Machs gut, mein Bärchen
Dein Kumpel Mister und Deine Dosine Michaela