Die Ursachen des "Bienensterbens" in den USA decken sich nicht unbedingt mit den Erfahrungen bei uns.
In den USA existiert eine professionelle Bestäubungsindustrie, die Bienen werden schlagartig durch den halben Kontinent gekarrt, immer dorthin verliehen, wo gerade was blüht. Da Bienenbeuten zum Transport in den Abendstunden geschlossen werden sollten (da dann die Flugbienen alle zuhause sind), ist das mal eben so bei 2000 Völkern im Mandelhain nicht mal so möglich. Das ist ein großer Stressfaktor, der den Völkern zu schaffen macht, zumal ein Großteil der Flugbienen verloren geht.
Die Langzeitwirkung von genveränderten Organismen ist nicht sicher erforscht. Bisher gibt es unzählige Gutachten mit Ergebnissen die eher abhängig sind vom Auftraggeber.
Ein "schönes" Argument der Genindustrie ist ja: Wenn wir durch gentechnische Veränderung die Pflanzen per se resistent gegen Krankheiten/Schädlinge machen, braucht es zukünftig ja keine bienengefährlichen Spritzmittel mehr.
Hier bei uns sind es oftmals Gründe, die auch beim Hobbyimker liegen.
-Fehlerhafte Dosierung der Mittel gegen Varroa (zuviel/zuwenig Ameisensäure z.B.).
-Keine ausreichende Futterkontrolle bei milden Wintern. Wenn es im Winter plötzlich wärmer wird, gehen die Bienen in Brut und verbrauchen mehr Futter als Energiespender (sie rechnen mit Nachschub durch die vermeindlich einsetzende Blüte) . Wird es wieder kalt, reicht das Futter nicht mehr und es kann keines von außen beschafft werden (von den Bienen). Hier muss regelmäßig gewogen und nachgefüttert werden.
-Monokultur ist ein Faktor
-Beutekäfer ist noch kein akutes Thema, wird uns aber ereilen wie seinerzeit die Varroa.
Wachsmotten befallen eher bebrütete Waben im Lager, nicht im Volk. Argloses hin und her getausche von Waben ist aber trotzdem nicht förderlich. In Mßen bekommen die Bienen das aber selbst hin, zumal die Wachsmotte es einen Tuck wärmer als die Bienen brauchen.