Selbst Vegetarier leben indirekt mit dem Tod von Tieren. Eier und Milch kommen überwiegend auch aus Massentierhaltungen. Und die o.g. Küken sind kleine Hähnchen, die für die Eierproduktion naturgemäss nicht verwendbar sind.
Dass mit der Doppelmoral ist richtig, aber wer kann sich davon frei machen? Selbst ein Veganer (haben Pflanzen Emotionen?), der eine Katze hat, muss sie mit Fleisch ernähren, also die Tötung, und was meines Erachtens noch viel schlimmer ist - die schlechte Haltung von Tieren in Kauf nehmen.
Ich habe mal vor Jahren unter jagdlicher Anleitung ein Wildschwein geschossen. Alleine aus dem Gedanken heraus, dass ich auch Fleisch esse und das mit Genuss, und mich dieser Doppelmoral stellen wollte. Es hat außerordentlich viel Überwindung gekostet und im Nachhinhein einige schlaflose Nächte. Für mich kann ich sagen, dass ich niemals ein Tier töten würde, es sei denn es stellt eine akute Gefahr für mich oder andere dar oder es gäbe keine andere Möglichkeit ein schwerstverletztes Tier anders zu erlösen. Ansonsten würde ich Gras fressen, wenn es keine Alternative gäbe.
Natürlich müssen Tiere getötet werden, um Nahrung für andere Tiere oder auch Menschen zu erhalten. Der Mensch hätte sich nicht so weit entwickeln können, ohne Feuer, Werkzeug und eben auch Fleisch. Ohne diese effiziente Art der Ernährung hätte in einem bestimmten Stadium eine kulturelle Stagnation eingesetzt, da der "Sammler" eben einen wesentlich höheren Aufwand betrieben muss, um ausreichend Nahrung zu bekommen. Und wer permanent beschäfttigt ist, hat halt keine Zeit für Innovationen.
In diesem moralischen Dilemma stecken vermutlich die meisten "zivilisierten" Menschen und drehen sich permanent im Kreis. Und es ist meines Erachtens mehr als fraglich, ob es dafür eine "Lösung" gibt.