Hallo Jana!
Mit oder ohne OP: dieser Tumor wird nicht mehr heilbar sein. Sind erst einmal Metastasen da, ist das bei den meisten Tumorarten eine eher ungünstige Konstellation. Größere Metastasen kann man zwar entfernen, aber man wird auch nicht alle finden. Bei vielen Tumoren des Menschens macht man sich da die Chemotherapie zunutze, die eben auch versprengtes Gewebe "erwischt". Das ist natürlich bei der Katze eher schwierig, und m.W. führen nur die Unikliniken Chemos bei Katzen und Hunden durch. Ob das so sinnvoll ist, ist eine andere Sache. Denn häufig ist auch mit der Chemo nur eine Lebensverlängerung zu erzielen - aber das mit entsetzlich vielen Nebenwirkungen. Ob man das einem Tier antun sollte, halte ich für fraglich.
Ich selbst habe sehr gute Erfahrungen mit Theranekron gemacht. Das ist ein Schlangengift, das man in Kuren spritzt. In vielen Fällen hemmt es das Tumorwachstum extrem, ich kenne sogar Fälle (am Vogel), wo der Tumor sich komplett zurückgebildet hat (allerdings ist es bei diesen kleinen Tieren noch schwerer, festzustellen, ob ein Tumor gut- oder bösartig ist. Daher kann ich Dir auch nicht sagen, ob das ein gut- oder bösartiger Tumor war, der da so ins Wegschrumpeln gekommen ist). Bei einem meiner Tiere (ein Mausbock) war ein Hodentumor vom Tastbefund her sehr eindeutig bösartig. Der Bock war sehr früh am Tumor erkrankt, etwa im Alter von 4 Monaten. Er hat dann mithilfe regelmäßiger Theranekronkuren bei guter Lebensqualität ein fast normales Alter erreicht. Daher ist Theranekron in meinen Augen immer einen Versuch wert. Es wird in der Regel gut vertragen, läßt die Tiere nur müde werden und leicht fiebern. Und es ist nicht so wahnsinnig teuer.
Liebe Grüße
Meike