Und noch ne Zusammenführung

Diskutiere Und noch ne Zusammenführung im Neuankömmlinge Forum im Bereich Katzenfreunde; Das Thema wird ja ausgiebig behandelt, ich brauche trotzdem mal den Erfahrungsschatz von anderen. Wir hatten zwei Katzen Conny & Emilia, wobei...
  • Und noch ne Zusammenführung Beitrag #1
M

Mistvieh

Beiträge
48
Reaktionspunkte
0
Das Thema wird ja ausgiebig behandelt, ich brauche trotzdem mal den Erfahrungsschatz von anderen. Wir hatten zwei Katzen Conny & Emilia, wobei Emilia die dominante war. Emilia ist leider vor 4 Wochen überfahren worden. Conny litt seitdem sehr (ich auch) und wir haben seit gestern einen weiteren Mitbewohner aus dem Tierheim. Charly (ex-Mann) ca. 1 Jahr alt. Laut Tierheim ein super-sozialer, der sich selbst mit der größten Zickenbande verträgt. Conny (ca. 7 Jahre) knurrt, faucht und brummt sobald sie ihn auch nur sieht. Und sie rennt weg von ihm und versteckt sich. Charly ist sehr unvoreingenommen und schaut sich alles an. (Die erste Nacht hat er auf meinem Kopfkissen verbracht, offenbar sehr schnarchresistent).
Wie ist das Verhalten von Conny einzuschätzen? Warum flüchtet sie? Immerhin setzt es keine Prügel, die beiden sind sich aber auch noch nicht sehr nahe gekommen. Wir haben ein recht großes Haus, so dass man sich aus dem Weg gehen kann. Unsere Befürchtug ist halt, dass Conny irgendwann ihre Koffer packt und geht.
 
  • Und noch ne Zusammenführung Beitrag #2
Nachtrag: Charly springz auf Conny zu (ich nehme an um zu spielen). Conny reagiert total panisch, legt die Ohren an und schmeisst sich flach auf den Boden unter heftigstem Gefauche und flüchtet dann.
 
  • Und noch ne Zusammenführung Beitrag #3
Das ist nur Zickerei. Besser wäre es, den Freigang für 1-2 Wochen auszusetzen, bis sich die Beiden aneinander gewöhnt haben.
 
  • Und noch ne Zusammenführung Beitrag #4
Hallo,

ein paar Wochen können Zusammenführungen schon dauern, ich wünsche Euch Geduld und starke Nerven.

Allerdings: ich habe zwei Mädel, die genau so reagieren, wie Deine Katze und das nun schon seit Jahren: rennt ein Kater spielerisch auf sie zu, so legen sie sich auf den Boden mit angelegten Ohren und schreien wie am Spiess - da wird es wohl nie eine innige Beziehung geben. Vielleicht noch einen Kumpel als Ausgleich für den Kater???
 
  • Und noch ne Zusammenführung Beitrag #5
Jetzt ist die erste Woche vorbei und es herrscht halbwegs Frieden. Allerdings beunruhigt es mich schon, wenn oben beschrieben wird, dass sich solche Situationen auch nach 3 Jahren nicht ändern. Eigentlich wollten wir für Conny einen Spielkameraden und keine Bedrohung. Momentan knurrst sie sich die Treppe runter, futtert schnell und verzieht sich dann ins Dachgeschoss. Wenn ich sie dann streicheln will, riecht sie an meiner Hand den neuen Kater und beisst zu. Er hat sie jetzt auch schon zweimal angesprungen - meiner Meinung nach als Spielaufforderung - Conny flüchtete allerdings schreiend in eine Ecke und knurrte wild. Hat jemand eine Idee bzw. Erfahrung, wie man die beiden zusammenbringt? Wenn sich das nicht bessert, drängt sich die ernste Überlegung auf, den Kleinen leider wieder ins Heim zu geben. Lieber habe ich eine einsame, aber glückliche Conny, als jetzt einen verängstigten Haufen. Vorher wollen wir aber ALLES probieren. Das wäre nur die äußerste und allerletzte Maßnahme.
 
  • Und noch ne Zusammenführung Beitrag #6
Probier mal, sie gemeinsam aus der Hand mit rohem Rindfleisch zu füttern. Solange immer jeder in der eigenen Ecke sitzt, wird sich das sicher so schnell gehen. Allerdings musst Du einfach auch noch mehr Geduld aufbringen. Das gibt sich sicherlich alles und ist sicher noch kein Grund, den Kater abzugeben.
 
  • Und noch ne Zusammenführung Beitrag #7
Wir überlegen gerade welche Möbel wir nicht mehr brauchen und sperren dann die beiden zusammen in das Zimmer. Momentan "besetzt" der Neuzugang das gesamte Haus mit Ausnahme des Dachgeschosses (allerdings sucht er Nachts die Nähe zur dort schlafenden Conny). Conny flüchtet immer nach oben oder nach draußen.

Was haltet ihr davon?
 
  • Und noch ne Zusammenführung Beitrag #8
Einen Versuch ist es m.E. ganz sicher wert. Zumindestens werden so die Fronten geklärt, und sie kapiert dann auch vielleicht / hoffentlich, dass er zwar vllt. nervt, aber keine Bedrohung ist. Man müsste das dann allerdings sehr gut beobachten.
 
  • Und noch ne Zusammenführung Beitrag #9
Hmmm - ich hätte die Befürchtung, dass sich bei dieser Methode die Fronten eher noch verhärten - ich würde Conny schon eher noch Rückzugsmöglichkeiten bieten :(
 
  • Und noch ne Zusammenführung Beitrag #10
Dir Frage ist, ob sich das Verhältnis jemals so gestaltet, dass die beiden nicht nur miteinander auskommen sondern auch halbwegs gute Kumpels werden. Wir hebn den neuen eigentlich nur aus diesem Grunde geholt.
 
  • Und noch ne Zusammenführung Beitrag #11
Wenn es jetzt, nach einer Woche schon besser geworden ist, solltest Du auch die "Flinte nicht ins Korn" werfen. Wie gesagt, es kann schon eine geraume Zeit dauern, zumal ja auch die Katze nicht mehr die allerjüngste ist. Lass die beiden nur machen, die Damen in der Katzenwelt sind meist recht zickig.

Einmischen würde ich mich nur, wenn die Katze ständig von dem Kater attakiert werden würde, aber er wird schon lernen mit der Zeit, wie er die Madame zu nehmen hat.
 
  • Und noch ne Zusammenführung Beitrag #12
Jetzt eskaliert es langsam. Meine Frau saß mit Charly auf dem Schoß im Wohnzimmer. Conny kam herein, sieht die beiden und geht knurrend langsam wieder raus in den Flur. Charly ihr hinterhergesprungen, mit der Folge dass Conny die Treppe hinaufflüchtete und dabei eine Etage abstürzte (offene Holztreppe). Jetzt humpelt sie. Was sollen wir nur machen???
 
  • Und noch ne Zusammenführung Beitrag #13
Das ist natürlich ganz dumm gelaufen - m. E. sind da zwei Fehler passiert (bitte nicht in den falschen Hals bekommen): die Katze sollte das Gefühl haben, dass sie nach wie vor die erste Geige spielt, lieber sollte man den Kater mal ignorieren, wenn Katze dabei ist und der Kater hätte gehindert werden müssen, der Katze hinterher zu springen.

Die offenen Treppen wären mir persönlich etwas kritisch, wenn die Katzen sich jagen (und sei es nur spielerisch) Ich persönlich (entscheiden müsst Ihr das selbst) würde hinter die Stufen irgendwie ein Katzennetz befestigen.

Hoffenlich hat sich Conny nicht verletzt, sollte sie das Bein schonen oder längerfristig humpeln, solltet ihr schon zum Tierarzt gehen.
 
  • Und noch ne Zusammenführung Beitrag #14
Es ist quasi unmöglich alleine für Conny da zu sein, da uns Charly auf Schritt & Tritt folgt. Wenn sich die Situation dann mal entspannt hat, also beide Katzen sogar in einem Raum sind, passiert wieder irgendeine Katastrophe (Angriff von Charly) mit der Folge dass Conny sich überhaupt nicht mehr im Haus bewegt. Um uns um Conny zu kümmern, müssen wir Charly aussperren. Danach checkt Conny erstmal für mindestens eine halbe Stunde den Raum und kommt dann (oder auch nicht) langsam zu uns. Die Situation in den ersten beiden Tagen war u.E. besser, seitdem verschlimmert es sich. Z.B. hat Conny am ersten Tag in knapp 1 m Entfernung von Charly gepennt und im Schlaf gelegentlich gedroht.
 
  • Und noch ne Zusammenführung Beitrag #15
Ich würde die Treppe auch sichern - insbesondere, wenn es glatte Stufen sind.

Besorg doch erstmal Feliway und Bachblüten und teste ob das was bringt.
 
  • Und noch ne Zusammenführung Beitrag #16
Also ich muss ehrlich sagen, dass ich eher den Eindruck habe, dass es sich nicht bessern wird. Es wird nur schlimmer. Die Konsquenz ist, dass du ggf. den Kater wieder weg gibst. Ich bin auch nicht dafür Tiere wegzugeben aber in deinem Fall schadet es eher deiner Conny und dir. Ich hatte mal ein ähnliches Problem mit einer Katze. Sie war allein, Freigänger und das gesamte Haus mit Garten ihr Revier. Jetzt kam ein neuer Kater zu uns, der halb verhungert im Garten lag. Ich habe den Kater aufgenommen, aufgepäppelt und dann ist er bei uns geblieben. Unsere Katze war eifersüchtig, wollte immer die Nummer 1 sein, fing an den Kater wegzubeisen, pinkelte in Ecken, auf mein Bett auf meine Sachen. Danach flüchtete sie sich nur noch in mein Zimmer, knurrte, fauchte und biss um sich.

Wir haben den Kater an eine Bekannte vermittelt und mit einem Schlag war Ruhe. Ich denke, ab einem gewissen Alter sollte man keine Katzen mehr zusammenführen. Das Revierverhalten ist zu sehr ausgeprägt und sie haben sich an ihr Leben zu sehr gewöhnt und ganz besonders an den Menschen.

Katzen können richtig eifersüchtig sein.

Versuche jemanden zu finden, der den Kater nimmt. Muss ja nicht gleich wieder ein Tierheim sein. :wink:
 
  • Und noch ne Zusammenführung Beitrag #17
Ja, ich weiß da auch keinen Rat, zumal eine Kollegin ihren Kater auch wieder abgeben musste, weil sich ihre 14 Jahre alte Katze buchstäblich aufgegeben hat. Vielleicht findest Du jemanden für den lieben Kater :cry:

Meine zwei Katzen, von denen ich schrieb, die kreischen zwar wie am Spieß, wenn ihnen ein Kater zu nahe kommt, aber im Abstand von etwa einem Meter akzeptieren sie das Vorhandensein.
 
  • Und noch ne Zusammenführung Beitrag #18
Hallo!

Ich kan zwar zur Problematik an sich nichts raten, aber mir ist aufgefallen dass hier geraten wird den Kater nicht ins Heim zurück, sondern zu jemand anderem zu eben bei dem er es gut hat.
Der Meinung bin ich natürlich auch, aber bitte vergesst dabei nicht, dass ihr das Tierheim darüber informieren müsst!
Nicht dass es irgendwann dafür dann Ärger gibt.

LG Andrea
 
  • Und noch ne Zusammenführung Beitrag #19
Erstmal Vielen Dank für die rege Beteiligung. Eine evtl. Rückgabe des Katers an das Tierheim haben wir auch schon überlegt. Er wurde uns als super-sozial beschrieben, was auch zutrifft. Allerdings besteht dieses "soziale" darin, dass er alle anderen Katzen dominiert. Ich glaube nicht, dass er ein Gruppentier war. Im Tierheim war er zwar zusammen mit bis zu 5 Katzen, aber dabei lernt man halt kein Sozialverhalten.

Wir haben jetzt erstmal Raubtierdressur gemacht. D.h. ich habe die kratzende, beißende Conny unter Beschwichtigungsreden vom Dachgeschoss in die Küche zum Fressnapf getragen, dort mit meiner Frau gelassen, während Charly im Wohnzimmer eingesperrt war. Nach ner halben Stunde hat Conny gefressen und ist wieder unters dach geflüchtet. Danach konnte Charly fressen. So bringen wir wenigstens etwas Ruhe rein.
Auch wenne s schwer fällt. Wir wollen nochmal eine Woche dransetzen und hoffen, dass Conny in dieser Woche nichts passiert.
 
  • Und noch ne Zusammenführung Beitrag #20
Ich würde auch nicht so schnell aufgeben.
 
Thema:

Und noch ne Zusammenführung

Und noch ne Zusammenführung - Ähnliche Themen

Zusammenführung Ragdoll Bengale gescheitert?: Hallo liebe Dosenöffner, ich hoffe ich bekomme hier ein wenig Hilfe, denn ich weiß nicht mehr weiter mit unserer Zusammenführung. :-| Wir hatten...
Oben Unten