Krank durch ''gesunde'' Vitamine

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Mausi

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AHO Aktuell - Informationen zur Tiergesundheit

Krank durch ''gesunde'' Vitamine (14.10.2007)

(aho) - "Viel hilft viel" - nach diesem Motto verabreichen manche
Tierbesitzer meist in bester Absicht größere Mengen an
Vitamintabletten und hochdosierten Ergänzungsfuttermitteln an ihre
Lieblinge. Oft sind es sogar Präparate aus der Humanmedizin, die auf
Erwachsene mit einen Körpergewicht von 70 Kilogramm ausgelegt sind.
Nicht alle sind deshalb harmlos. Vitamin D3 verursacht extrem erhöhte
Kalziumspiegel im Blut durch eine Mobilisierung von Kalzium aus den
Knochen, aus dem Darm und dem Urin. Hierdurch werden die Knochen
brüchig und das Kalzium schlägt sich als Kalziumphosphat in der Leber,
in den Nieren, in Gefäßwänden, im Magen-Darm-Trakt und anderer
Weichteilen nieder. Schwere Organschäden sind die Folge, wobei
Jungtiere empfindlicher als erwachsene Tiere sind. Zumeist sind
derartige "Vitaminpillen" aber völlig überflüssig. Werden die Hunde
mit einem hochwertigen, ihrem Alter angepassten Futter ernährt, sind
sie völlig ausreichend versorgt.

Quelle: Rundmail

**************

Liebe Gruesse - Mausi :idea: ++
 
  • Krank durch ''gesunde'' Vitamine Beitrag #2
Man hat sogar festgestellt, dass selbst ür den Menschen die künstlich erzeugten Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel nicht gut sind. Ich finde es total überzogen, ob Kind oder Katze mit solchem Zeug zu füttern. Weg damit. Lieber auf die Natur zurückgreifen. :wink:
 
  • Krank durch ''gesunde'' Vitamine Beitrag #3
So seh ich das auch! Lieber jeden Tag frisches Obst und Gemüse als solcher Tabletten-Mist!
Wie degeniert sind wir denn schon wenn wir Tabletten frischem O+G vorziehen!
 
  • Krank durch ''gesunde'' Vitamine Beitrag #4
Damit werden enorme Umsätze gemacht, obwohl schon seit Jahren klar ist, dass diese Präparate entweder ergebnisneutral sind oder eben kontraproduktiv und für bestimmt Zielgruppen mitunter sogar gefährlich.

So ist das nun mal in einer Convenience-Gesellschaft; es soll möglichst alles verzehrfertig sein, weil die Leute angeblich keine Zeit mehr haben. Ist doch mit dem Essen genau dasselbe. Nur Fertigzeug.

In Hinsicht auf die Gesundheitspolitik sollte man einen Anfang bei den Herstellern machen, die diesen künstlichen Mist produzieren. Schliesslich ist der direkte Zusammenhang mit dadurch begünstigtem Übergewicht und den folgenden Krankheiten wie z.B. Gelenk- und Wirbelsäulenproblemen und Diabetis mehr als deutlich.

Komisch nur, dass es früher, wo die Wochenarbeitszeit und der Zeitaufwand für den Haushalt etc. pp. noch wesentlich höher waren, auch ging, selbst zu kochen - und zwar überwiegend saisonale und regionale Gerichte, die ernährungstechnisch optimal sind. 8)
 
  • Krank durch ''gesunde'' Vitamine Beitrag #5
Damals konnten die Leute auch bis vor 20 Uhr einkaufen, nun haben Supermärkte bis 22 Uhr auf, weil es keiner früher schafft :roll:

Aber zurück zu den Vitaminen. Es reicht aus, wenn man sich ein kleines Döschen mit geschnippelten Äpfeln, Trauben, Mören, Gurke, Tomate, Zitrusfrüchte usw. mitnimmt. Was einen eben schmeckt. Viele naschen zwischendurch ungesunde Dickmacher oder Nahrungsergänzungsmittel obwohl das schnippeln nur 10 min Zeit fordert. Viele Menschen sind einfach zu faul.

Bald sind die Supermarktregale wie in Ami Land voll mit Medikamenten, Tablettchen, Pillchen und Vitaminchen :roll:
 
  • Krank durch ''gesunde'' Vitamine Beitrag #6
An mir kann ich jedenfalls einen kleinen Gegentrend beobachten: Seit 2 Jahren haben wir Wohneigentum incl. Grundstück und seit dem ein kleines Gewächshäuschen in dem ich Tomaten, Paprika, Salat und Erdbeeren ziehe. Mittlerweile konnte ich mich, (meinen Freund u. Familie) so begeistern dass wir nächstes Jahr noch einen Gemüsegarten anlegen. Verschieden Beerensträucher haben wir schon - und ich finde nix entspannender als ein bisschen Gartenarbeit, kucken wie es wächst, ernten und verarbeiten zu den div. Sachen. Im Moment kann ich die gesamte Strasse mit meinen Pepperoni-Schoten versorgen :oops: :lol:

Und seit bei uns vor 2 Jahren der Thermomix eingezogen ist schrote ich selbst das Korn und backe daraus die verschiedensten Brote 8)

Zu dem ganzen "Keine Zeit" bla bla kann ich nur sagen: Die vorhandene Zeit besser planen. Klar bin ich abends nach der Schaff auch platt und müde - aber ne Stunde Zeit kann ich trotzdem investieren in mich, Haushalt, etc....

Und ich liege auch jeden Abend um 20.15 Uhr auffe Couch vor der Glotze, kucke meine Serien (ich elender TV-Serien-Junkie) und spiele mit dem Katerli :wink:
 
  • Krank durch ''gesunde'' Vitamine Beitrag #7
Bald sind die Supermarktregale wie in Ami Land voll mit Medikamenten, Tablettchen, Pillchen und Vitaminchen :roll:

Das ist ja schon so! Die Rezeptpflicht ist in den USA wesentlich moderater.

Viele Nahrungsergänzungsmittel, die dort jeder kaufen kann, sind hier verschreibungspflichtig.

Viele Apotheken in den USA sehen auch tatsächlich aus wie Supermärkte :)
 
  • Krank durch ''gesunde'' Vitamine Beitrag #8
Das sind keine Apotheken sondern Supermärkte :shock: :lol:

Da kannst du sogar Antidepressiva kaufen. Guck dir mal Ami Filme an, wie oft Stresspillchen im Film aus dem Badezimmerschrank genommen werden, diese roten Döschen. Das findest du dort zu Hauf, teilweise im Jumbo Pack, echt abartig :?
 
  • Krank durch ''gesunde'' Vitamine Beitrag #9
Im Süden waren wir mal in einer indianischen "Apotheke" - dem amerikanischen Gegenmodell; zumindestens in den Südstaaten: Jede Menge Wurzeln, getrocknete Pflanzen, Holz (!) und auch eine Menge Schnickschnack. Ein richtiger Kramladen. Interessanter Weise werden diese Läden außerordentlich gut frequentiert.

Ich habe dann mal einen Sud gegen Nierenbeschwerden getrunken. Nachdem ich die spontane Übelkeit überwunden hatte, gings mir tatsächlich schnell besser. :)
 
  • Krank durch ''gesunde'' Vitamine Beitrag #10
Na klar sind die gut besucht - mittlerweile hat sich ja das Krankenlager in 2 geteilt:
- Schulmedizin
- Alternative Medizin

Schade dass die meisten Ärzte nicht so oft einen Mix verordnen, ich finde damit könnte man schon gut gegen Krankheiten fahren.
 
  • Krank durch ''gesunde'' Vitamine Beitrag #11
Gerade "Indianische" Medizin oder auch andere Naturheilung von versch. Kulturvölkern bergen viel Wissen über den Körper und die Pflanzen. Die typ. industieelle Medizin sollte sich viel mehr darauf einlassen. Wie lange hat es gedauert, bis z.B. Akupunktur so anerkannt war wie heute?! Wie sehr wurde sie belächelt, nur weil irgendwelche Fachidioten die Wirkung nicht erklären konnten.

Aber man sollte trotzdem nicht auf alles vertrauen, was vom "Dorfbader" als Wundermittelchen angepriesen wird :wink:
 
  • Krank durch ''gesunde'' Vitamine Beitrag #12
Und selbst bei Eisen und Fohlsäure frage ich lieber meinen Hausarzt. Ich habe ständigen Eisenmangel und mache nicht rum mit irgendwelchen Braustabletten... ;-)

Das finde ich gerade traurig, wenn nicht wissenschaftlich erwiesen, dann keine Wirkung. Dabei heilen sich viele Naturvölker seid ihrem Bestehen damit und es wirkt. Es ist eine ganz andere Erfahrung, auf die sich diese Menschen stützen. Wie wissenschaftlich muss es eigentlich sein, damit was anerkannt wird? Ich habe auch gute Erfahrungen gemacht und war sehr erstaunt, was es so gibt. Natürlich handelte es sich mehr um Alleweltsbeschwerden. Bei Krebs o.ä. ist das schon wieder was anderes, obwohl ich mir gut vorstellen kann, dass es unbewusst auch schon was dagegen gibt. Gibt es eigentlich Erkenntnisse, wieviele Menschen, die eher in natüricher Umgebung leben, die sog. Naturvölker, an Krebs sterben? Für mich sind das hochinteressante Vergleiche, die einfach zu kurz kommen, da zu viel als primitiv abgelegt wird... :wink:
 
  • Krank durch ''gesunde'' Vitamine Beitrag #13
Aber man sollte trotzdem nicht auf alles vertrauen, was vom "Dorfbader" als Wundermittelchen angepriesen wird :wink:

Nein, sicher nicht. Und da gibt es brandgefährliche Leute!

Aber ich verstehe die z.T. extrem verhärteten Fronten zwischen Schulmedizin und seriösen Alternativen auch nicht. Da spielt sicher auch sehr viel Eitelkeit eine Rolle.

Auf jeden Fall sollte ein klass. Mediziner so fit sein, dass er einen umfassenden Überblick über alternatve Möglichkeiten erhält, und Heilpraktiker sollten auch genau wissen, wo die Grenzen verlaufen und konventionelle Behandlung dringend angeraten ist. Auch der Bereich der Psychologie, bzw. Psychosomatik ist enorm wichtig. Eie generelle und konstruktive, partnerschaftliche Zusammenarbeit würde sicherlich eine Verbesserung darstellen; für alle Disziplinen und primär natürlich für die Patienten.
 
  • Krank durch ''gesunde'' Vitamine Beitrag #14
Das mit den Naturvölkern ist eh Blödsinn. Die generell extrem geringe Lebenserwartung spricht eine klare Sprache.

Wenn die Menschen die Möglichkeit - also den Zugang und das Wissen darüber - hätten, würden sie ganz sicher moderne Medizin bevorzugen.
 
  • Krank durch ''gesunde'' Vitamine Beitrag #15
Naja, das ist ja auch wieder relativ. Die Naturvölker haben ja auch einen viel geringeren Standard als wir, z.B. Hygiene usw.
Wenn wir ne Grippe haben liegen wir flach, bekommen sämtliche verfügbaren Hämmer verschrieben - wenn die was haben kommt der Schamane vorbei und verabreicht irgendwelche Wurzelsude. Nicht das die schlecht wären - aber ich glaube hier machts auch die Summe. Auch sonstige Infektionen denke ich können wir mit der Schulmedizin besser heilen, Brüche, Blinddarm etc etc.
 
  • Krank durch ''gesunde'' Vitamine Beitrag #16
Für Nicht-Schwangere ist das nicht nötig, da geht es auch so. Die können einfach regelmäßig ein Steak essen und das reicht.

Bei mir nicht. Ich bin dadurch oft krank geworden. Ich esse gerne Rindersteak, schön medium aber es hilft nix. Ohne die Präperate habe ich kaum einen Eisenwert... und seitdem ich das Zeug nehme, habe ich auch weniger Probleme mit nicht abklingenden Erkältungen usw.

Naja, aber wie willst du denn die Wirksamkeit überprüfen? Da muss ja der gleiche Standard für synthetische Pharmaka und Naturmedizin gelten (schließlich würde keiner eine Chemiebombe nehmen, wenn gar nicht klar ist, ob sie wirkt).

Wird sich denn überhaupt die Mühe gemacht, um eine Wirksamkeit überprüfen zu können oder geht es hier eher um die gut zahlende Pharma-Konzern-Lobby? Wenn ich öfter solche Berichte höre oder lese, habe ich eher das Gefühl, dass man mit Natur nicht mehr viel zu tun haben will und es etwas abserviert.

Und dieser Standard ist zwar manchmal etwas umständlich (sehr lange Studien, große Versuchsgruppen, Doppelblindstudien, etc.), aber dafür wirkt dann ein Medikament auch.

Ja, mit vielen Nebenwirkungen, die eben doch einigen Menschen zu schaffen machen.

Es liegt in der Natur des Wissenschaftlers, zu zweifeln, bis die Zweifel beseitigt sind.

Zweifeln bis zur Verzweiflung... Es ist schade, dass in erster Linie mehr der Chemie vertraut wird. Heutzutage wird viel zu schnell zur Tablette gegriffen.

Die Erfahrungen von Einzelpersonen oder überlieferte Sagen von Naturvölkern gelten da einfach nicht (was der medizinische Laie NIE einsehen mag, so nach dem Motto: "Bei mir hat es aber geholfen, das muss der Arzt anerkennen").

Genau das ist das Problem, es wird einfach als "Sage" abgebügelt, statt sich mit Tatsachen zu beschäftigen. Keiner sagt, dass Naturmittel gegen alles helfen und jedem Gesundheit verschaffen kann aber seit es den Menschen gibt, gibt es eine Vielzahl von Heilungsmöglichkeiten durch Pflanzen jeder Art mit stetiger Weiterenwiklung. Da können Wirkstoffe drin stecken, die etwas bewirken, was wir nicht kennen und wissen... Die Naturheilkunde ist so alt wie der Mensch, da steckt ne Menge Erfahrung drin und ist natürlich mit der westlichen Chemiewissenschaft nicht zu vergleichen. Aber ich bin auch dafür, dass man beides gegenseitig ergänzt.... Wenn Natur nicht mehr helfen kann...

Wie mbberlin schon sagte: Eitelkeit. Das ist der Hauptgrund für dieses oft zu hörende Verhalten einiger Doktoren in ihren Lesungen und Vorträgen.

In der Wissenschaft geht es nicht ums Glauben, sondern um die unbestechliche Wahrheit von Aussagen, Beweisbarkeit von Ergebnissen und Wirksamkeit von Substanzen. Alles andere ist Laienätiologie, welche ein Arzt seinen Patienten gegenüber nicht verantworten kann.

Was glaubst du, wie früher den Menschen geholfen wurde, als es das alles noch nicht gab? Klar, viele Krankheiten wurden ausgerottet, was auch gut ist, doch auch heute sollte viel mehr auf die Natur zurückgegriffen werden. Nicht für jeden Schnuppen brauch ich Antibiotika, was von Hausärzten frisch fröhlich verschrieben wird... Meine Mutter musste im Urlaub ins Krankenhaus, wg. einem Allergieschock auf Antibiotika. Der gesamte Körper schwoll an und bildete roten Ausschlag. Und das nur, weil sie ne Erkältung hatte.

Vieles dient nur der Pharma Industrie. Es gibt viel zu viel unnötiges Zeug in den Apotheken. Vielleicht könnte man mit dem Geld mehr Forschungen in der Naturmedizin betreiben? In andern Sparten orentiert man sich ja auch daran, z.B. bei der Autoherstellung oder Oberflächenforschung von Pflanzen (Tefflon), Wetterfeste Sachen, Gifte bei Schlangen, Fröschen usw., Flugzeugbau, Hausbau usw. usw... Warum nicht in der Medizin?


Meine Tante hat sich so ein Öl andrehen lassen, das nennt sich "Engelsessenz" und sie glaubt daran, dass irgendein Mensch die Kraft eines Engels in dieses Öl gesteckt hat. Gut, es ist Sonnenblumenöl mit Rosenduft...

Ähm... Naturheilkunde ist für mich nicht so ein Engelsgedöns... Das ist reiner Glaube. Naturheilung hat durchaus auch was mit Wissen und Erfahrung zu tun, man muss sich nur mal darauf einlassen auch wenn es nicht für alles ne Formel gibt.

An irgendwas muss der Mensch ja sterben.

Ja, und immer mehr wird das aufgehoben, mit allen Folgen...

Grundsätzlich nutze ich auch die "Chemie" aber nur, wenn ich mir nicht durch Naturheilkunde helfen konnte.
Ich bin 81 im Osten geboren. Es gibt Studien, dass gerade im Osten, wohl besonders meine Generation, weniger von Allergien und anderen Imunkrankheiten betroffen sind. Weit weniger als im Westen... Warum? Wir haben noch im Dreck gespielt, wurden nicht mit Tabletten vollgestopft, haben unsere Kindheit auf Wiesen, Bäumen und in Seen verbracht. Unser Imunsystem war abgehärteter als es irgendwelche Tabletten und Vitamine es schaffen konnten.

Seit ich hier "im Westen" bin, muss ich immer mehr feststellen, dass viele Kinder nicht mehr richtig mit der Natur in Kontakt kommen ohne Vitaminpillen zu essen. Bei jedem bisschen Dreck sofort Hände waschen, am besten mit Sagrotan desinfizieren... Bei Schnupfen gleich Tabletten her... Und fast jeder Zweite, so habe ich den Eindruck, hat irgendwelche Allergien. Bei mir in der Familie und Freundeskreis hat keiner eine Allergie, nicht eine.

Ich finde es nur erschreckend, wie schnell Tabletten verschrieben und eingeworfen werden... und Ärzte sind daran mit Schuld. Es ist auch in der Verantwortung des Arztes zu entscheiden, dass nicht immer ein Medikament nötig ist. Vielleicht sollte bei "kleineren" Erkrankungen mal mehr ein heißer Wurzeltee empfohlen werden...
 
  • Krank durch ''gesunde'' Vitamine Beitrag #17
Wir haben noch im Dreck gespielt,

Dabei sollte man aber auch nicht vergessen, dass das Gesundheitssystem der ehemaligen Tätärä auch nicht unbedingt zu den Vorzeigedisziplinen gehörte. Und Krankheiten in den Industriegebieten war oftmals nichts entgegen zu setzen. Während im Westen beispielsweise das Problem des Pseudokrupp relativ schnell erkannt wurde und auch Auswirkungen auf die verursachende Industrie stattfanden, hat man in Bitterfeld etc. den Mantel des Schweigens darüber gebreitet und lustig weitergemacht. Auch Formaldehyd, Pestizide & Co. wurden noch bis zur Wende gern und reichlich verwendet. Minderwertige und allfällig belastete Nahrung kommt noch dazu.

Ich denke, hier wird auch eine fleissige Mythologisierung betrieben, weil klare und aussagekräftige Studien, Statistiken und eine generelle seriöse Datenbasis aus dieser Zeit garnicht existieren.

Eine Zunahme an Allergien kann man erst zweifelsfrei testieren, wenn Vergleichszahlen vorhanden sind.

Gab es Allergologen in der DDR? ;-)

Dazu noch ein Zitat: "Die unterschiedlichen Zahlen werden heute durch die sogenannte "Schmuddelhypothese" erklärt. So wurden in der damaligen DDR die Kinder früher und häufiger als in der Bundesrepublik in Gemeinschaftseinrichtungen untergebracht, was zu vermehrten Infekten bei den Kindern führte. Gerade diese Infekte sollen nach Meinung der Theoriebefürworter dafür verantwortlich sein, dass das Immunsystem durch die Bildung von Infektantikörpern vernünftig beschäftigt wurde und nicht auf die unsinnige Idee kam, IgE Antikörper zu bilden und damit die Allergiekarriere zu starten."

Quelle:
 
  • Krank durch ''gesunde'' Vitamine Beitrag #18
Ich bin 81 im Osten geboren. Es gibt Studien, dass gerade im Osten, wohl besonders meine Generation, weniger von Allergien und anderen Imunkrankheiten betroffen sind. Weit weniger als im Westen... Warum? Wir haben noch im Dreck gespielt, wurden nicht mit Tabletten vollgestopft, haben unsere Kindheit auf Wiesen, Bäumen und in Seen verbracht. Unser Imunsystem war abgehärteter als es irgendwelche Tabletten und Vitamine es schaffen konnten.

Ähm sorry - aber das ist jetzt für mich, wissenschaftlich hin oder her, totaler Käse. Ich bin 80 im Westen geboren (Lustig - ich wäre nie auf die Idee gekommen dass das jetzt hier in dieser Diskussion irgendeine Rolle spielen würde - irgendwie denke ich gar nicht in Ost/West wie das noch so viele machen, aber egal), habe genauso im Dreck gespielt und meine Kindheit auf em platten Land in nem 500 Seelen Dorf verbracht in dem es Wiesen, Bäume und Bäche gab, sowie etliche interessante Heuschober usw. Ich habe auch keine Allergien. Mein Freund, der ebenfalls so wie ich aufgewachsen ist, hat angefangen von div. Tierhaarallergien, Hausstaub/Milben und Neurodermitis noch div. Lebensmittel die er nicht essen kann.

Es ist jedenfalls nicht haltbar zu denken nur weil man als Kind genug Sand vom örtlichen Spielplatz, Matsch vom naturnahen Moor od. oft genug in den sauberen Bach gefallen ist für immer vor Allergien gefeit ist. Es ist nämlich schon erwiesen dass man selbst mit Ende 20 noch irgendwelche Allergien bekommen kann.
Nicht umsonst heißt es: Alle 7 Jahre stellt sich der Körper um.
Meine Kollegin z.B. hat seit letztem Jahr richtig extremen Heuschnupfen, daran hat sie vor 2 Jahren noch nicht mal gedacht.
 
  • Krank durch ''gesunde'' Vitamine Beitrag #19
Nun, ich komme aus Jena. Meine Mutter war damals Kinderkrankenschwester im Klinikum Jena auf der Intensivstation. Sie konnte mir einiges aus ihrem Beruf erzählen. Natürlich war es in der ehemalschen Täterrätätä :lol: nicht alles toll, es wurde viel Dreck in die Luft gelassen aber man sollte die Medizin der DDR nicht unterschätzen, gerade die Krabsforschung. Jena ist ja bekannt dafür.

Es gab viele Vorkehrungen, wie Schulmedizinischer Dienst, Untersuchungen an Grundschulkindern, regelmäßige Impfungen.

Ich hatte auch Pseudokrupp... es gab keine Probleme dabei?!

Gab es Allergologen in der DDR?

Natürlich... Aber den Vergleich zum Westen gab es damals noch nicht. Erst vor ein paar Jahren waren Studien möglich und natürlich fehlen gewisse Aspekte. Aber ganz von der Hand zu weißen ist es nicht.

Dazu noch ein Zitat: "Die unterschiedlichen Zahlen werden heute durch die sogenannte "Schmuddelhypothese" erklärt. So wurden in der damaligen DDR die Kinder früher und häufiger als in der Bundesrepublik in Gemeinschaftseinrichtungen untergebracht, was zu vermehrten Infekten bei den Kindern führte. Gerade diese Infekte sollen nach Meinung der Theoriebefürworter dafür verantwortlich sein, dass das Immunsystem durch die Bildung von Infektantikörpern vernünftig beschäftigt wurde und nicht auf die unsinnige Idee kam, IgE Antikörper zu bilden und damit die Allergiekarriere zu starten."

Gutes Zitat... :D
 
  • Krank durch ''gesunde'' Vitamine Beitrag #20
Ich bin 81 im Osten geboren. Es gibt Studien, dass gerade im Osten, wohl besonders meine Generation, weniger von Allergien und anderen Imunkrankheiten betroffen sind. Weit weniger als im Westen... Warum? Wir haben noch im Dreck gespielt, wurden nicht mit Tabletten vollgestopft, haben unsere Kindheit auf Wiesen, Bäumen und in Seen verbracht. Unser Imunsystem war abgehärteter als es irgendwelche Tabletten und Vitamine es schaffen konnten.

Ähm sorry - aber das ist jetzt für mich, wissenschaftlich hin oder her, totaler Käse. Ich bin 80 im Westen geboren, habe genauso im Dreck gespielt und meine Kindheit auf em platten Land in nem 500 Seelen Dorf verbracht in dem es Wiesen, Bäume und Bäche gab, sowie etliche interessante Heuschober usw. Ich habe auch keine Allergien. Mein Freund, der ebenfalls so wie ich aufgewachsen ist, hat angefangen von div. Tierhaarallergien, Hausstaub/Milben und Neurodermitis noch div. Lebensmittel die er nicht essen kann.

Es ist jedenfalls nicht haltbar zu denken nur weil man als Kind genug Sand vom örtlichen Spielplatz, Matsch vom naturnahen Moor od. oft genug in den sauberen Bach gefallen ist für immer vor Allergien gefeit ist. Es ist nämlich schon erwiesen dass man selbst mit Ende 20 noch irgendwelche Allergien bekommen kann.
Nicht umsonst heißt es: Alle 7 Jahre stellt sich der Körper um.
Meine Kollegin z.B. hat seit letztem Jahr richtig extremen Heuschnupfen, daran hat sie vor 2 Jahren noch nicht mal gedacht.

Ich rede nicht von Einzelfällen sondern von schon auffälligen allgemeinen Phänomänen, die ich versuche zu erklären. Das auch mal n Wessi Dreck angepackt hat ist mir auch klar :D Was weißt du über die DDR? Ich versuche nur meine Meinung darzustellen, ist doch erlaubt?!
 
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