• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

CNI-Patient

Diskutiere CNI-Patient im Erkrankungen von Nieren und Harnwegen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo Leute, ich bin neu hier und melde mich gleich mit einem "Problemkater" zu Wort. Vielleicht kann mir jemand aus Erfahrung einzelne Tipps...
  • CNI-Patient Beitrag #1
Ed

Ed

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Hallo Leute, ich bin neu hier und melde mich gleich mit einem "Problemkater" zu Wort. Vielleicht kann mir jemand aus Erfahrung einzelne Tipps und Anregungen im Umgang mit der besagten Erkrankung geben.

Mein lieber Kater ist ca. 10 Jahre alt und nun ein CNI-Patient. Sein Kreatininwert liegt gemäß Angaben vom Tierarzt um die 4.3 Einheiten. Er hat mittlerweile seine erste Infusion erhalten und soll mit dem heutigen Tag die nächste kriegen. Das Problem ist aber, das Kerlchen frisst nicht mehr und seine anfängliche Gier auf Wasser läßt rapide nach.
Welche Möglichkeiten hat man(n) nun? Der Aufwand, der letztlich betrieben werden müsste, ist mir egal. Hauptsache er bleibt mir (uns) noch lange erhalten.

Herzlichen Dank für eventuelle Antworten
 
  • CNI-Patient Beitrag #2
Hallo Ed,

habe gerade auf Deine PN geantwortet, schau bitte mal nach
 
  • CNI-Patient Beitrag #3
So, der erste Schritt ist getan. Unser Kater Felix ist am gestrigen Abend und am heutigen Morgen mit der Spritze gefüttert worden. Mit dem Ergebnis bin ich momentan sehr zufrieden, denn obwohl er zunehmend meckerte, konnten wir doch ca. 40 ccm Futtermittel in den armen Kerl "versenken". Leider geht es arbeitsbedingt erst am heutigen Abend weiter.

Ein Dank noch einmal an russian.

Gruß
 
  • CNI-Patient Beitrag #4
Das er weniger trinkt, ist normal.
 
  • CNI-Patient Beitrag #5
Der Zustand von Kater Felix hat sich seit der Fütterung nicht weiter verschlechtert, im Gegenteil, man merkt eher eine Stabilisierung. Ich bin über unsere Entscheidung hinsichtlich Zwangsfütterung (so blöd das auch klingen mag) sehr zufrieden. Wenn das Kerlchen erst einmal wieder von alleine frisst, dann ist ein akutes Problem behoben. Alles Weitere, die Ernährung mit nierenschonender Kost, wird man ggf. auch in den Griff kriegen.

Infusionen und der erhöhte Flüssigkeitsgehalt in der Nahrung helfen weiterhin bzgl. Entgiftung und Nierenspülung...

Gruß
Ed
 
  • CNI-Patient Beitrag #6
Das klingt doch schon mal gut!
 
  • CNI-Patient Beitrag #7
Der Felix konnte sich über das vergangene Wochenende kräftemäßig prima erholen, d.h. gerade die letzten Bissen (5-15ml) aus der Spritze nimmt er permanent meckernd und unter Protest (will die Beisser nicht öffnen). Krank sieht er nun wirklich nicht mehr aus. Leider ist er sonst sehr, sehr ruhig und liegt die ganze Zeit über nur ausgestreckt auf dem Fußboden. Ich denke, dass er vielleicht Schmerzen hat. Allerdings schnurrt er vereinzelt auch mal wieder, je nachdem wie er sich fühlt.
Die Fütterung geht jedenfalls weiter, genau wie die Infusionsbehandlung durch den Tierarzt.
Es kann hoffentlich nur besser werden...
 
  • CNI-Patient Beitrag #8
Wenn er doch sowieso regelmässig beim Tierarzt ist wegen der Infusionen - vlt. sprichst du den Tierarzt einfach mal an auf deine Vermutung mit den Schmerzen?

Vlt. gibts da ja irgendwas was ihm helfen kann und nicht allzu stark ist...

Viel Glück für Euch!!!
 
  • CNI-Patient Beitrag #9
Ich denke, dass er vielleicht Schmerzen hat. Allerdings schnurrt er vereinzelt auch mal wieder,

Katzen schnurrenn AUCH, wenn sie Schmerzen haben. Vermutlich um sich selbst zu beruhigen. Wen er sich kaum bewegt, würde ich auf alle Falle beim Tierarzt noch mal intervenieren.
 
  • CNI-Patient Beitrag #10
Ed,
die Fütterung ist für ein nierenkrankes Tier lebenswichtig, das sagt ich ja schon.
Aber auch die Organwerte mußt Du weiter permanent kontrollieren lassen, bis sie wieder in einem akzeptablen Bereich sind.
Wäge Dich bei dieser Krankheit niemals in Sicherheit, sie ist unheilbar und wird zum Tode führen, in Deiner Kontrolle allein liegt es diesen Zeitpunkt so weit wie möglich heraus schieben zu können.
Ich weiß nicht ob Du diese Seite kennst sie ist eine der Besten, die es im Internet gibt, und ich kann Dir nur empfehlen dort genau zu lesen, Du wirst sehr vieles finden was Deinem Kater helfen kann.
 
  • CNI-Patient Beitrag #11
Die Konsequenz aus der Leidensgeschichte, der Krankheit von unserem Kater begleitet uns wie ein aufdringlicher Schatten, der das wärmende Sonnenlicht verdunkelt. Es ist uns schon bewusst, aber wer verdrängt diese Gedanken nicht ein wenig, wenn zumindest alte und geliebte Gewohnheiten des Tieres kurz aufflackern. Natürlich ist man sogleich geneigt, diese kleinen Signale als Stabilisierung zu deuten. Besserung wäre wohl das falsche Wort.

Felix kämpft eindeutig mit einer Magenübersäuerung, die mit großer Warscheinlichkeit auch Ursache für seine Appetitlosigkeit ist. Mundgeschwüre können hier ausgeschlossen werden. Folglich werden wir versuchen den Phosphatgehalt der Ernährung zu reduzieren. Vielleicht hilft es ein wenig.

Mit der Blutkontrolle ist es so eine Sache. Der Kerl kämpft wie ein (kleiner) Löwe wenn eine Blutabnahme geplant ist. Vor einem Jahr mussten wir das Vorhaben stoppen. Es war nicht möglich, die erforderlichen Maßnahmen gepflegt und -für uns- unblutig über die Bühne zu kriegen.

Die Hoffnung geben wir aber niemals auf. Jeder Tag, jeder Monat zählt eben.

Gruß

PS Die Internet-Seite ist übrigens sehr hilfreich.
 
  • CNI-Patient Beitrag #12
@ Ed - unsere 14-jährige "Tante Maxi" kämpft ca. alle halbe Jahre mit einem verstimmten Magen. Als dieses zum ersten Mal auftauchte, rechneten wir aufgrund ihres Verhaltens mit dem Eintritt einer schweren Erkrankung. Was folgte, war ein Untersuchungsmarathon bei diversen Tierärzten mit anhängigen Analysen und Stress für das Tier. Der Zustand ständiger Gewichtsabnahme und zunehmendem Kräfteverlust änderte sich auch nach über einer Woche nicht. Am nahen Ende unseres Lateins empfahl uns eine, bei uns tätige, hausbesuchende TAin die Verabreichung eines Humanpräperates das so ähnlich heißt wie Maloxan (..keine Namensfestlegung...), einem leicht alkalischen Kreideprodukt.

Nach der erzwungenen Einnahme dieses Mittels war die Katze in unglaublcher Geschwindigkeit (..unter einer Stunde...) zu einem Zustand zurückgekehrt, den man als topfit bezeichnen musste. Sie fraß wie ein Losgelassener und kehrte zu altem Glanz (..des Felles und der Augen, eben alles...) zurück.

Ich kann nun, mangels diesbezüglicher Erfahrungs-Kompetenz, nichts über das ernste Krankheitsbild Deines tapferen Buben und die Zusammenhänge von dessen übersäuertem Magen aussagen, möchte aber dieses Erlebnis mit "Tante Maxi" zu bedenken geben.

Ich wünsche Eucjh alles Gute. Alex
 
  • CNI-Patient Beitrag #13
"Maaloxan" Ich nehme das mal auch bei Sodbrennen. Ich würde darüber aber vorher noch mal mit dem Tierarzt sprechen und am besten auch noch eine zweiter Meinung einholen!
 
  • CNI-Patient Beitrag #14
Ja, Maaloxan hilft bei Menschen super.

Aber wie mbb sagt, besser mit dem Tierarzt kurz abklären. Vlt. gibt es ja auch was spezielles für Fellnasen.
 
  • CNI-Patient Beitrag #15
Herzlichen Dank für die Tipps. Jede nur mögliche Empfehlung oder positive Erfahrung, die hinsichtlich der besagten Problematik hilfreich sein kann wird natürlich gerne angenommen. :D

Der Bengel erhält nun zusätzlich den Phosphatbinder Ipakitine, der außerdem noch in der Lage sein soll einzelne Gifte zu binden. Eine Gabe Maaloxan vor dem Fressen sollte eigentlich den Magen neutralisieren, die Übelkeit bekämpfen und ggf. den Appetit anregen...mal schaun.

Ansonsten ist er wieder (relativ) kräftig. Die Fütterung klappt auch weiterhin gut. Nur alleine Fressen möchte er eben nicht, trotz ausgiebiger Futterpräsentation.

VG
Ed
 
  • CNI-Patient Beitrag #16
Ich würde darüber aber vorher noch mal mit dem Tierarzt sprechen und am besten auch noch eine zweiter Meinung einholen!


auf jeden Fall ist es ausschließlich der Tierarzt, der ein Medikament empfehlen darf.
Tut mir bitte einen Gefallen und empfehlt hier keine Medikamente.
Wir sind keine Tierärzte, und mancher User mag leichtsinnig einem Vorschlag folgen, das könnte sehr gefährlich werden.
Und zudem sind medizinische Empfehlung in einem Forum rechtlich sehr bedenklich, wir wollen doch Frank keinen Ärger machen.
 
  • CNI-Patient Beitrag #17
@ russian - ich habe Maaloxan nicht empfohlen, ich habe über den Rat meiner Tierarzt und die damit zusammenhängende Erfahrung berichtet.
 
  • CNI-Patient Beitrag #18
@ russian - ich habe Maaloxan nicht empfohlen, ich habe über den Rat meiner Tierarzt und die damit zusammenhängende Erfahrung berichtet.


ich weiß es, aber ich kenne auch einen Admin, der sich erklären durfte, weil in seinem Forum homöopathische Mittel empfohlen wurden :roll:
Aber das Wichtigste ist, dass manche User in einem Forum eher Rat suchen als beim Tierarzt, und das könnte daneben gehen.
Zudem sind einige Medis aus der Humanmedizin für Katzen höllisch gefährlich.
Ed hat eine CNI kranke Katze, und sie darf nicht ein Medikament bekommen, das der Tierarzt nicht ausdrücklich verordnet hat.
 
  • CNI-Patient Beitrag #19
Ganz klar - das sehe ich ein - muss aber ergänzen, dass in meinem Leben schon mehrere TAe ganz schön im Trüben gefischt hatten, zum Nachteil des jeweiligen Tieres - soll heißen, Tierarzt ist nicht immer gleich Sicherheit in Diagnostik - doch das ist eine ganz andere Geschichte...
 
  • CNI-Patient Beitrag #20
- muss aber ergänzen, dass in meinem Leben schon mehrere TAe ganz schön im Trüben gefischt hatten, zum Nachteil des jeweiligen Tieres - soll heißen, Tierarzt ist nicht immer gleich Sicherheit in Diagnostik -

ich stimme Dir zu, diese Erfahrung habe ich auch gemacht.
Dennoch sollte eine Medikation nur vom Tierarzt kommen, und es ist auch zu empfehlen sich selbst etwas in Thematiken einzulesen, damit man einem Tierarzt nicht ganz ahnunglos gegenüber steht.
 
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