Ich habe im Juni einen Sibirischen Waldkater übernommen. Die Besitzerin war verstorben und der Mann kam nicht mit dem Tier zurecht. Es hat 3 Tage gedauert bis er Futter genommen hat. Wasser war kein Problem.
Nun sind wir die besten Freunde. Ich wohne auch in einer kleinen Gemeinde, habe ein richtig großes Grundstück mit Teich und großen alten Bäumen.
Meinen Kater konnte ich nach 4 Wochen nicht mehr im Haus halten. Er hat überall hingemacht und es war nicht mehr zu ertragen. Die Türen mußten abgeschlossen werden. Er sprang auf Türdrücker und die Tür war offen.
Da habe ich dann nachgegeben und ihn raus gelassen.
3 Tage war er verschwunden und ich habe mir die größen Vorwürfe gemacht. Dann stand er Nachts bei mir vor dem Bett und war total durchgeregnet. Er sah aus wie ein Stachelschwein

nach ordentlich Fressen kam die Fellpflege. Danach schlafen,schlafen......
Ich war der Meinung nun hat er es begriffen. Eine Woche war er nur in Sichtweite, aber dann...
war er wieder weg. Wieder 3 Tage, und er war genauso ausgehungert und knuddellig wie beim 1. mal.
Bürsten, schneiden und gut viel Fressen war angesagt. Genau wie beim 1. mal.
Da habe ich mir dann gesagt nicht mehr raus.
Ich habe es wieder 4 Wochen durchgehalten. Mein Purzel hat das kratzen an den Türen aufgegeben, hat auch nicht mehr versucht zu entwischen.
Er war aber nur noch ein Schatten seiner selbst. Ich habe mein ganzes Leben Katzen gehabt, aber mir ist nie aufgefallen wieviel Mimik so ene Katze haben kann.
Er war nur noch traurig, hat nicht mehr gespielt, wenig gefressen und schmusen war fast garnicht mehr.
Da habe ich ihn wieder laufen lassen. Seit dem ist er immer in Rufweite, nie mehr länger als eine halbe Stunde weg und mein Kater ist wieder glücklich.
Übrigens liebt er den Regen. Er sitzt dann oft bei uns auf der Terasse und lässt sich richtig durchregnen.
Vielleicht hift Dir mein Bericht bei Deiner Entscheidung.
Viele Grüße von Purzel :-D