Ich schildere einfach mal die Erfahrung während ich noch auf einem Dorf wohnte, Bundesstraße ca. 2km Luftlinie entfernt, dazwischen nur Wiesen und Felder sowie 2 kleine, kaum befahrene Straßen:
1. Schwarzer Persermischling. Freigänger tagsüber. Irgendwann kam er nicht wieder, wir vermuten Tierfänger (war vor ca. 16 Jahren).
2. Orangener Perser (Carlos). War Freigänger tagsüber, Nachts immer im Haus. Er kam jeden Tag nach Hause, es gab aber auch Tage, an denen kam er stundenlang nicht und sehr spät nach Hause, wo wir uns große Sorgen machten. Er wurde dennoch 13 Jahre alt.
Trotz der Entfernung der Bundesstraße wurden und werden da leider immer wieder tote Katzen gefunden, die auch aus der Nachbarschaft kommen.
Es kann gutgehen. Es kann aber auch nicht gutgehen.
Wenn ich Honey und Penny dorthin hole nächstes Jahr, ich werde sie nicht rauslassen, da ich zu viel Angst habe und der Garten, so wie er ist, einfach nicht so gesichert werden kann, das die Katzen nicht ausbüchsen können.
Ich mache aber auch keinem den Vorworf des Freiganges, egal ob was passiert oder nicht. Wenn eine Katze überfahren wird ist das sicher nicht schön, aber wahrscheinlich haben solche Tiere ein schöneres bzw. freieres Leben als nur in der Wohnung (welches sicher auch schön ist!)
Man muss sich aber dem Risiko bewusst sein, das jeder Tag der letzte sein kann.
edit: Zum Thema Fell: Carlos hatte richtig langes, dichtes Fell. Er war im Sommer nicht nur einmal in Feldern, wo die Bauern grad Gülle gefahren haben. Auch Kletten waren, wie oben beschrieben, öfters mal im Fell und von Zecken will ich gar nicht reden. Ist aber alles machbar, solange das Fell täglich 5-10 Minuten gekämmt wird und alle 2 Wochen etwas intensiver. Geschoren werden musste Carlos nie!