So, nun habe ich mit meinem Tierarzt telefonieren können und wir haben das Problem sehr ausführlich besprochen. Was er mit dem Restmaterial gemacht hatte war, im praxiseigenen Labor selbst noch einmal die Blutkörperchen zu zählen. Dabei kam heraus, dass die weißen Blutkörperchen zwar zu wenig sind, aber doch nicht so schlimm, wie es der Laborbericht nahelegte. Insbesondere von den Lymphocyten hat er doch deutlich mehr gesehen als angegeben.
Dennoch. Wir sind so verblieben, dass wir, schon alleine zur Dokumentation und Vervollständigung einen Test auf Leukose und FIV machen. Er hält diese Krankheiten zwar für unwahrscheinlich, weil Ginas wirklich gute momentane Erscheinung einfach nicht zu einem Krankheitsschub, wie ihn das Blutbild darstellen würde, passt. Aber wir wissen auch wenig über Ginas Vorgeschichte (sie war ja viel herumgereicht und auch lange Zeit im Tierheim), da habe ich ihn gebeten, diese Tests auf jeden Fall zu machen. In den letzten Monaten haben wir uns nur auf die Schilddrüse konzentriert, da ist das untergegangen, sonst wäre das ohnehin längst passiert. Aber ich denke, hier muss ich mir keine großen Sorgen machen.
Auch bei einer möglichen Form von Blutkrebs ist er skeptisch, aus den gleichen Gründen wie bei den Krankheiten. Gina macht einfach momentan einen viel zu guten Eindruck.
Was wir, schon allein wegen der erhöhten eosinophilen Granulocyten, machen, ist den Kot nochmal auf Parasiten zu prüfen. Das haben wir zwar gerade im Dezember erst gemacht (hatte über 3 Tage Kot gesammelt), aber man kann ja nie so dumm denken, wie es manchmal doch kommt.
Und wenn sich alle Verdachtsmomente in Luft auflösen, lassen sich die geringen weißen Blutkörperchen wohl auch als eine Nebenwirkung des Thiamazols erklären. Ungefähr 15% aller Katzen, die damit behandelt werden, haben wohl ein verändertes Blutbild, gerade bei den weißen Blutkörperchen.
Naja, nun bin ich erstmal ein klein wenig erleichtert, wozu mit Sicherheit Ginas derzeitiges Befinden beiträgt. Denn ginge es ihr weiterhin grenzwertig, müsste ich mir doch vermehrt auch wegen der "bösen" Verdachtsmomente Sorgen machen. So habe ich wohl berechtigterweise Hoffnung, dass es harmlose Ursachen hat. (Bisschen ängstlich schaue ich natürlich auf die Virentests, aber mein Tierarzt meint, das muss ich wohl nicht.)
Das ist nun erstmal das Resultat unseres Telefonats. Mehr weiß ich im Laufe der kommenden Woche, da erfahre ich ja die ganzen Testergebnisse. Ich berichte dann, was dabei herausgekommen ist.
@ Russian: wenn Du noch weitere Ideen hast, was sein könnte, würde ich das gerne wissen.
So lange liebe Grüße an Euch alle von mir und meiner Sorgenmiez