Hallo Ihr Lieben,
genau, es war die Hölle für die arme Lucy.
Gestern abend fing sie zu zittern an und verkroch sich.
Sie belastete das Bein überhaupt nicht mehr und legte es sich über den Kopf. Es war offensichtlich, daß sie große Schmerzen hatte.
Nachdem sie keine Schmerzen ohne Verband hatte (sie lief ja ganz normal herum, spielte und sprang auch) haben mein Mann und ich uns dafür entschieden, ihr den Verband herunter zu machen - er drückte offensichtlich ziemlich schlimm.
Als der Verband ab war, schlief sie erst einmal stundenlang völlig erschöpft aber entspannt daliegend.
Jetzt ist der Verband zwar ab, die Zehe könnte vielleicht etwas schiefer zusammenwachsen, aber Lucy fühlt sich sichtlich wohl. Man merkt ihr keinerlei Schmerzen mehr an. Wir haben die Pfote nur mit einem neuartigen selbsthaftenden Pflaster umwickelt. Es ist schön stretchig und behindert sie gar nicht.
Ich werde auch deswegen nicht mehr zum Tierarzt gehen, sie bekommt definitiv wegen der Zehe keinen neuen Keulenverband mehr.
Lucy ist so etwas von erleichtert.
Ich konnte sie einfach nicht mehr so leiden lassen und der Verband wurde in Narkose gelegt, ein neuer kommt für mich nicht in Frage, die Narkose war für Lucy gar nicht leicht zu verkraften.
Wir waren alle ziemlich am Ende wegen der ganzen Sache, der Tierarzt hat auch völlig richtig behandelt, aber ein Tier kann ja nicht reden und sagen, daß der Verband drückt.
Dabei hat Lucy den Verband noch gar nicht abgemacht, sie hatte auch den Trichter hingenommen, sie wurde nur immer verzweifelter und depressiver fraß nicht mehr. Und wenn mir der Tierarzt den Kopf abreißt, ich würde den Verband wieder runtermachen.
Liebe Grüße
Doris mit glücklicher Lucy