Hallo Felidae,
genau darum geht es in unseren Anmerkungen: Um das beste für die Katze, und nichts anderes! Es geht hier nicht um Dich ...
Die Vermehrerin, von der Du Deine Katze hast, hat entweder nicht viel Ahnung von Katzen - oder will genau das, was Du glaubst, das sie es nicht will: Geld verdienen!
Eine Katze aus den genannten "Gesundheitsgründen" decken zu lassen ist, sorry, einfach nur grober Unfug! Eine Katze bekommt keinen Krebs, weil sie keinen Wurf hatte, und die Pille braucht man ihr auch nicht zu geben, wenn man sie rechtzeitig kastriert! Wenn diese Frau das wirklich glaubt, was sie da erzählt, dann wird es Zeit, sich richtig zu informieren ... Eine Schwangerschaft ist bei keinem Lebewesen der Gesundheit förderlich, wenn meist (!) immerhin auch nicht schädlich.
Es sind genau die Leute, die (vermeintliche) Rassekatzen ohne Papiere in Welt setzen, die daran Geld verdienen wollen, und nicht umgekehrt! Die seriöse Aufzucht von Kitten kostet Geld und Zeit! Und genau das schlägt sich im Kaufpreis eines Kittens mit Papieren nieder, nicht die Papiere selbst! Die kosten 15 €!
In welchem Alter hast Du Deine Katze bekommen? Wie es richtig ist, mit mindestens (!) 12 Wochen? Oder gar schon mit 8 Wochen? Dann wundert es mich nicht, daß sie die 2. Katze nicht angenommen hat ... Auch das Pinkeln könnte eine Folge davon sein, denn insbesondere ein zu frühe Abgabe führt nur allzu oft früher oder später zu dauerhaften Verhaltensauffälligkeiten.
Wer echte züchterische Ambitionen hat, dem ist klar, daß damit kein Geld zu verdienen ist. Seriöse Zucht und Geld verdienen ist ein Widerspruch in sich! Das funktioniert nicht ...
Nur wenn man unseriöse Schwarzzucht ohne Papiere und mit reichlichem Sparen in der Aufzucht (keine Impfungen, zu frühe Abgabe, keine Wurmkuren, Katze 2x jährlich decken lassen usw.) betreibt, kann man damit zu Geld kommen.
Wenn eine Katze keine Papiere hat, kannst man gar nicht sicher sein, ob es eine Perser/Maine Coon/Norweger etc ist, denn nur der lückenlose Nachweis von Vorfahren gleicher Rasse machen eine Katze erst zu einer Rassekatze. Man kann allefalls sagen, sie sieht aus wie ...
Zu einer Zweitkatze durch einen Wurf zu kommen, ist sicherlich nicht die allerbeste Idee, denn es kann durchaus sein, daß sie auch ihre Kinder irgendwann "vertreibt". Aber es kann auch funktionieren. Das Hauptproblem dürfte dann allerdings sein, einen Kater zu finden. Denn Züchter die "mit Papieren" züchten, geben z. B. in der Regel ihre Kater dafür nicht her ...
Daß die Katze eine Nase hat ist sehr schön und auch wichtig. Es gibt aber auch inzwischen genügend seriöse Perser-Züchter "mit Papieren", die wieder "mit Nase" züchten. :wink:
Leider sind nicht alle Züchter "mit Papieren" seriös, wer aber ohne Papiere züchtet, ist bestenfalls bemüht, aber nicht wirklich seriös.
Um zu Deinem Grundproblem zurück zu kommen: Wenn Deine Katze keine andere akzeptiert, kann eine Zweitkatze durch einen Wurf evtl. helfen. In der Regel kommt aber nicht nur ein Kitten (wenn ja, muß in den ersten zwei Wochen besonders auf die Temperatur geachtet werden, da keine Geschwister zum Wärmen da sind). Aber man kann ja auch mehr als zwei Katzen behalten ... :wink:
Gibst Du aber "überzählige" Kitten an Freunde oder so ab, denke dran: Sie müssen mindestens (!!) 12 Wochen bei der Mutter und den Geschwistern bleiben. Ohne wenigstens gegen Schnupfen und Seuche geimpft zu sein, sollten sie das Haus auf keinen Fall verlassen, von regelmäßigen Wurmkuren mal abgesehen.
Wenn Du bei diesem Vorhaben bleibst, solltest Du vor allem nicht länger warten. Denn gerade so Angewohnheiten wie das Überall-hin-pinkeln können zur Gewohnheit werden, auch wenn die eigentliche Ursache irgendwan beseitigt ist ...
Zum Abschluß noch einmal: Auch wenn es gern so fehlinterpretiert wird, dies ist kein persönlicher Angriff! Es dient der Auf-/Erklärung! Weder Dir noch Deiner Katze ist wirklich gedient, wenn wir hier etwas falsches erzählen, nur um keinem "weh zu tun".
Gruß, Inge