• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

Kastration ja oder nein?

Diskutiere Kastration ja oder nein? im Kastration und Sterilisation Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Jetzt hatte ich ganz viel geschrieben und dann war ich ausgeloggt und der ganze Text war weg. Mist. Also zum einen gibt es verschiedene...
  • Kastration ja oder nein? Beitrag #21
Jetzt hatte ich ganz viel geschrieben und dann war ich ausgeloggt und der ganze Text war weg. Mist.

Also zum einen gibt es verschiedene Tierschutzgesetze, und in NRW ist es verboten Tiere zu kastrieren, ausnahme zur 1. zur Verhütung der Fortpflanzung . Das heißt aber nicht das man Tiere kastrieren darf damit sie später nicht an einem Mammatumor erkranken. Das ist verboten. Unsere Tierärzte sind verpflichtet den grund der Kastration anzufragen und im Zweifel die Kastration abzulehnen. Das ist aber nur die Theorie.

Ich bin weder für noch gegen Kastrationen. Fakt ist das eine operation ein schwerer medizinischer Eingriff ist. Auch wenn es hier nicht so angesehen wird. Viele Tiere sterben in der oder nach der Kastration. Google mal unter katze narkose tot. Dazu wird es nie richtige Ergebnisse geben, da kein Tierarzt dieses meldet und ganz sicher auch nicht erzählen wird. Ebenfalls werden 20 % der weibl. Tiere nach der Kastration inkontinent. Quelle Tierärztliche Hochschule Hannover. Noch einmal ich habe nicht dagegen wenn jemand sein Tier kastriert, im Gegenteil es gibt sicher Fälle in denen es sicher angesagt ist ein Tier zu kastrieren, aber man muß auch drauf hinweisen das es zu eben diesen Nebenwirkungen der kastration kommen kann und das diese dann schwerwiegend sein können. Viele machen sich im Zeitalter des Internets eben in diesen Foren schlau und das ist auch gut so. Aber dann muß man auch auf Nebenwirkungen hinweisen.
 
  • Kastration ja oder nein? Beitrag #22
klar da hast du recht, jede OP hat seine risiken, aber die risiken seine katze nicht zu kastrieren ist auch sehr hoch, da unkastrierte kater auch mal ein bisschen weiter weg gehen un eine Dame zu begatten und wir wissen ja wie die welt da draußen aussieht (straßen, jäger, rattengift etc) und unkastrierte kater kämpfen ja auch miteinander (ansteckungsgefahr etc). Dazu kommt noch Dauerrolligkeit, makieren usw....

fast alle Rassekatzen die man als lieberhabertier haben möchte muss man sowieso kastrieren (Vertraglich geregelt mit dem Züchter)
 
  • Kastration ja oder nein? Beitrag #23
Nochmal, wenn meine Katze Freigang hätte, dann würde ich sie selbstverständlich auch kastrieren lassen. Da brauchen wir gar nicht drüber zu diskutieren. Mich stört es das in diesem von mir benannten Posting nichts von eventuellen Nebenwirkungen stand. Dies gehört für mich mit dazu. Sonst ist es die Berichterstattung zu einseitig. Da stand nur was alles passieren kann wenn die Katze nicht kastriert ist, aber es stand nicht was passieren kann wenn man die Katze kastrieren lässt. Und das ist meiner Meinung nach einseitige Berichtserstattung.

Zu der Sache mit dem Vertrag. Ihr lasst euch vorschreiben was ihr mit euren Tieren macht ??? Mal abgesehen das so ein Vertrag sittenwidrig wäre, da eben diese Kastration nicht mehr zulässig ist. Hier mal das entsprechende Gerichtsurteil:

AG Alzey, Az.: 22 C 903/95:
Wer einen Hund oder eine Katze aus dem Tierheim übernimmt, muss sich oftmals in
einem Übergabevertrag dazu verpflichten, das Tier baldmöglichst kastrieren zu
lassen, um einer Überpopulation von Hunden und Katzen vorzubeugen. Das
Amtsgericht erachtete eine entsprechende Vertragsklausel für unwirksam, da diese
gegen § 1 des Tierschutzgesetzes verstoße. Der Paragraph untersagt Maßnahmen,
die ohne vernünftigen Grund dem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.
Wenn für das konkrete Tier zudem ein Narkose oder
Eingriffsrisiko vorliegt, verbietet
sich ein solcher Eingriff ohnehin.
 
  • Kastration ja oder nein? Beitrag #24
Es lebe die Frühkastration :wink:...
 
  • Kastration ja oder nein? Beitrag #25
Ich bin weder für noch gegen Kastrationen. Fakt ist das eine operation ein schwerer medizinischer Eingriff ist. Auch wenn es hier nicht so angesehen wird. Viele Tiere sterben in der oder nach der Kastration. Google mal unter katze narkose tot. Dazu wird es nie richtige Ergebnisse geben, da kein Tierarzt dieses meldet und ganz sicher auch nicht erzählen wird. Ebenfalls werden 20 % der weibl. Tiere nach der Kastration inkontinent. Quelle Tierärztliche Hochschule Hannover.
Na ja, wie ich schon sagte, das ist beim Menschen ja nicht viel anders, weil die Narkose leider immer noch ein hohes Risiko darstellt. Das ist einer der Gründe, weshalb heutzutage so viel wie möglich unter örtlicher Betäubung operiert wird.

Noch einmal ich habe nicht dagegen wenn jemand sein Tier kastriert, im Gegenteil es gibt sicher Fälle in denen es sicher angesagt ist ein Tier zu kastrieren, aber man muß auch drauf hinweisen das es zu eben diesen Nebenwirkungen der kastration kommen kann und das diese dann schwerwiegend sein können.
Hm... ich würde gar nicht mal die Nebenwirkungen so dramatisch einstufen. Meiner Meinung nach kommen Katzen nur deshalb so gut klar damit, weil sie wirklich hart im Nehmen sind und man ihnen körperliche oder gar psychische Probleme kaum anmerkt. Und einige Vorteile hat es ja tatsächlich. Allerdings hat eine Kastration nicht immer und nicht in jeden Fall das gleiche Resultat. Bsw. wird immer behauptet, das man durch die Kastration das markieren der Kater verhindern kann. Ja aber niemand sagt dazu, das rund 10 Prozent der Kater das auch nach einer optimal durchgeführten Kastration noch machen. Nur um mal ein Beispiel zu nennen.
Viele machen sich im Zeitalter des Internets eben in diesen Foren schlau und das ist auch gut so. Aber dann muß man auch auf Nebenwirkungen hinweisen.
Das Problem das ich sehe, ist einfach dies, das sich im Internet viel zu wenige Menschen tatsächlich mit der Materie beschäftigen. Stattdessen schreiben oder kopieren die meisten einfach nur von einigen wenigen Texten ab, die man dann irgendwann millionenfach kopiert und vervielfältigt überall lesen kann. Tja und dann kommt irgendwann das typische... "diese Aussage ist absolut wahr, denn man kann das ja überall im gesamten Internet nachlesen". Ein Text auf der Internetseite der Tierhilfe Kassel e.V. wo es um die Frühkastration von Katzen geht, ist geradezu ein Paradebeispiel dafür.
 
  • Kastration ja oder nein? Beitrag #26
@aLuckyGuy

Ich habe mir mal die von dir benannte Seite angesehen. Und das ist genau das was ich meine. Da wird die Kastration, gerade die Frühkastration in den Himmel gelobt. Aber mit keinem Wort wird erwähnt das es eben auch Fälle gibt in denen so eine Kastration in die Hose geht, insbesonder der Punkt mit der Inkontinenz. Das einige Tiere eben auch die Narkose nicht überlegen. Sicher ist es für einen Tierarzt ein Standard, aber trotzdem gibt es immer Probleme unter der Narkose woran die Tiere dann versterben.

Zum anderen, du hast recht, wie es den Tieren nach der Kastration geht wissen wir nicht.

Was mich aus allen Wolken holt ist die Aussage das in Deutschen Tierheim Tiere eingeschläfert werden weil die Tierheim es sich finanziell und personell nicht mehr leisten können sich um die Tiere zu kümmern. Das finde ich wirklich unglaublich und das enspricht für mich auch dem Tatbestand der Verleumdung.
 
  • Kastration ja oder nein? Beitrag #27
:arrow:

Hallo, zusammen,

so lange die Tierheime & Pflegestellen voll sitzen mit abgeschobenen & ausgesetzten Mitgeschoepfen, so lange Tiere elendig zu Tode gebracht werden (erschlagen, ertraenkt, verhungern lassen ...), weil sie sich zu stark vermehren & niemand mehr dafuer aufkommen kann oder will, nicht genuegend monetaere Mittel zur Verfuegung stehen fuer eine einigermassen wuerdige Haltung, - so lange gilt fuer mich:

-->> KASTRATION IST DER BESTE TIERSCHUTZ!!

Viele Gruesse - Mausi :sad:++

:arrow:
 
  • Kastration ja oder nein? Beitrag #28
@aLuckyGuy

Ich habe mir mal die von dir benannte Seite angesehen. Und das ist genau das was ich meine. Da wird die Kastration, gerade die Frühkastration in den Himmel gelobt. Aber mit keinem Wort wird erwähnt das es eben auch Fälle gibt in denen so eine Kastration in die Hose geht, insbesonder der Punkt mit der Inkontinenz.
Kann schon sein, aber du musst natürlich auch bedenken, das das Thema dieser Arbeit ausschliesslich die Kastration von verwilderten Hauskatzen und das daraus resultierende Verhalten betraf und nicht die Kastration im Allgemeinen. Denn genau das ist für mich der springende Punkt. Während nämlich in den meisten Fällen der Wohnungs- und Freigängerkatzen eine Kastration notwendig und oft einfach unumgänglich ist, ist die Wirkung der Kastration als geeignetes Mittel der Populationskontrolle bei verwilderten Hauskatzen nicht nur überhaupt nicht bewiesen, sondern meiner Meinung nach höchst zweifelhaft.
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Hallo, zusammen,

so lange die Tierheime & Pflegestellen voll sitzen mit abgeschobenen & ausgesetzten Mitgeschoepfen, so lange Tiere elendig zu Tode gebracht werden (erschlagen, ertraenkt, verhungern lassen ...), weil sie sich zu stark vermehren & niemand mehr dafuer aufkommen kann oder will, nicht genuegend monetaere Mittel zur Verfuegung stehen fuer eine einigermassen wuerdige Haltung, - so lange gilt fuer mich:

-->> KASTRATION IST DER BESTE TIERSCHUTZ!!

Viele Gruesse - Mausi :sad:++

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Nun ja, du musst aber auch mal die Hintergründe sehen. Das beginnt bsw. allein schon dabei, das die Katze in Deutschland mittlerweile das Haustier Nummer eins ist und inzwischen sogar den Hund überholt hat. Viele Menschen sind halt einfach der Meinung das man Wohnungskatzen einfacher halten könne als einen Hund. Heute gibt es mehr als 7,5 Millionen Katzen in Deutschland. Das sind mehr als doppelt soviel als noch vor 30 Jahren. Logisch das sich dadurch auch die Anzahl der ausgesetzen und ungewollten Tiere erhöht. Aber die Tierheime sind im Prinzip immer noch die selben. Und ich glaube nicht, das sich deren Kapazität in den letzten Jahren dramatisch erhöht hat.

Und gerade bei verwilderten Hauskatzen sieht der angebliche Tierschutz ausschliesslich so aus, das man die Tiere kastriert. Ungeachtet der Tatsache das bsw. ein kastrierter Kater in der Rangfolge einen potenten Kater immer unterlegen ist, das kastrierte Katzen keinen Unterschied beim Geschlecht machen, das sie ein viel kleineres Revier haben und vorallen... das sie auf Grund der Hormonumstellung auch ein sehr viel niedrigeres Agressionspotential aufweisen und somit potenten Angreifern von ausserhalb ihres Revieres fast schutzlos ausgeliefert sind. Für mich hat das mit Tierschutz nicht viel zu tun. Vorallen dann nicht, wenn man sich mal überlegt das sich niemand in der Gesellschaft über den eigentlichen Grund der Vermehrung kümmert. Z.B. offenstehende und ungesicherte Firmengelände, herumliegender Hausmüll und damit Mäuse und Ratten in Hülle und Fülle, massive Zufütterung durch Menschen und und und. Dies sind doch alles Dinge über die man sich zumindest Gedanken machen sollte und erst wenn wirklich alle Möglichkeiten der Einflussnahme ausgeschöpft sind, kann man sich überlegen ob man die Kastration einsetzt. Jedenfalls steht für mich absolut fest, das man bei mit der Kastration allein die Probleme wird nicht in den Griff bekommen können. Wie heisst es doch im Film "Jurassic Park" doch noch gleich... die Natur findet immer einen Weg. Wir Menschen sollten nicht so überheblich und vermessen sein zu glauben, man könne die gesamte Welt steuern und lenken.
Aber wie gesagt, das gilt nur für verwilderte Hauskatzen.
 
  • Kastration ja oder nein? Beitrag #29
ein kurzer biologischer exkurs:

jede natürliche population regelt sich selbst. (einzige ausnahme: menschen und viren.) das heißt, selbst wenn sich katzen sprunghaft vermehren und die dichte pro km² extrem hoch wird, gleicht es sich am ende auch wieder aus. natürliche auslese und spontan auftretende impotenz (ja, passiert in der natur ohne kastrationen!!!) dezimieren die anzahl der tiere am ende wieder. das problem ist, dass wir menschen dagegen steuern. wir füttern zu, wir bringen sie zum tierarzt, etc. natürlich würde mir so eine arme abgemagert scheinende straßenkatze auch furchtbar leid tun aber wenn es einen so stört, dass es soviele undomestizierte katzen auf deutschen straßen gibt, dann lasst die natur das regeln. die wäre am ende preisgünstiger, schneller und wesentlich effizienter als jeder künstliche eingriff der menschen und aussterben werden die katzen dabei auch nicht. ich weiß das klingt krass, aber die natur ist nun mal brutal, wir akzeptieren das für wildtiere aber nicht für die tiere, die wir uns in unserer doppelmoral gern selbst ins haus holen.

kurze frage: wer hier setzt sich ernsthaft dafür ein, dass z.b. die stadtplage tauben kastriert werden anstadt einfach vergiftet, aufgespießt (die scharfen spitzen, die in einigen städten an fensterbänke etc. befestigt werden) oder abgeschossen? solche methoden finden wir zwar nicht schön, billigen wir aber bei tauben, weil wir die ja nicht so süß finden, aber wehe jemand schlägt das zur katzendezimierung vor. für mich ist das eindeutig doppelmoral!

ich sage nicht, dass man seine hauskatze jetzt nicht mehr kastrieren lassen soll. wenn man keine kitten wünscht oder gar probleme mit nachbarn und vermieter bekäme, würde man die tiere nicht kastrieren lassen, so sollte man das tun (oder sich keine katze anschaffen). oftmals wird die kastration auch aus gesundheitlichen gründen vom tierarzt empfohlen (prostataüberreaktionen etc.). bei seinem "eigentum" und dazu zählen haustiere per gesetz nunmal, soll man machen, was man für richtig hält, solange es nicht in tierquälerei ausartet. aber warum der mensch sich nun zwanghaft in die berreiche einmischen muss, indenen es ohne ihn wesentlich besser laufen würde, versteh ich nicht.

und dazu, dass tierheime und auch zoos tiere töten, wenn sie zuviele werden, kann ich nur sagen: es ist nicht schön, aber welche lösung gibt es denn noch? alle katzen werden im tierheim schon zwangskastriert und trotzdem kommen täglich neue hinzu, weil verantwortungslose katzenbesitzer die mieze plötzlich nicht mehr handhaben können. aussetzen sollen sie sie nicht, das stört uns ja auch, also ab ins tierheim. aber das tierheim ist auch irgendwann voll. wohin dann mit mieze und co?
 
  • Kastration ja oder nein? Beitrag #30
Also wir waren uns bei der kleinen auch unschlüssig was wir machen sollen.
Unser Tierarzt hat uns geraten, sie kastrieren zu lassen.
Es wäre eine enorme verringerung des Krebsrisikos und es gibt auch Fälle, in denen Katzen Dauerrollig sind.

Wir haben uns entschieden es machen zu lassen.
 
  • Kastration ja oder nein? Beitrag #31
jede natürliche population regelt sich selbst. (einzige ausnahme: menschen und viren.)
Ich denke nicht, das Menschen und Viren eine Ausnahme bilden. Die menschliche Zivilisation gibt es doch erst seit wenigen tausend Jahren. Für Vorgänge in der Natur ist das doch kein Zeitraum. Wer weiss, vielleicht hat sich das Thema Mensch ja vielleicht auch bald wieder erledigt. Und Viren? Vielleicht stellen Viren ja selbst die natürlichen Regulatoren dar.

das heißt, selbst wenn sich katzen sprunghaft vermehren und die dichte pro km² extrem hoch wird, gleicht es sich am ende auch wieder aus. natürliche auslese und spontan auftretende impotenz (ja, passiert in der natur ohne kastrationen!!!)
Ich habe mal eine Sendung im Fernsehen gesehen, da hat man gezeigt wie bei Füchsen die Anzahl der Jungen pro Wurf zurückgeht, sobald die Nahrung im Revier knapp wird. Aber erzähl das mal den Jägern, das sie im Grunde genommen mit ihren Abschussaktionen eher kontraproduktiv tätig sind. :roll:

dezimieren die anzahl der tiere am ende wieder. das problem ist, dass wir menschen dagegen steuern. wir füttern zu, wir bringen sie zum tierarzt, etc. natürlich würde mir so eine arme abgemagert scheinende straßenkatze auch furchtbar leid tun aber wenn es einen so stört, dass es soviele undomestizierte katzen auf deutschen straßen gibt, dann lasst die natur das regeln.
Sagen wir mal so, zumindest kann man nicht einerseits füttern und somit natürlich mit dazu beitragen, das die Natur aus dem Gleichgewicht kommt und sich dann aber andererseits wundern wenn die Geburtenzahlen explodieren. Allerdings muss man sagen, das es nicht nur auf Fütterung beschränkt ist, dazu gehören auch viele andere Dinge.
ich weiß das klingt krass, aber die natur ist nun mal brutal, wir akzeptieren das für wildtiere aber nicht für die tiere, die wir uns in unserer doppelmoral gern selbst ins haus holen.
Ich denke, es ist sogar noch schlimmer. Die Menschen tun letztendlich immer so, als wenn es sich bei der Natur um absoluten Perfektionismus handeln würde.

kurze frage: wer hier setzt sich ernsthaft dafür ein, dass z.b. die stadtplage tauben kastriert werden anstadt einfach vergiftet, aufgespießt (die scharfen spitzen, die in einigen städten an fensterbänke etc. befestigt werden) oder abgeschossen? solche methoden finden wir zwar nicht schön, billigen wir aber bei tauben, weil wir die ja nicht so süß finden, aber wehe jemand schlägt das zur katzendezimierung vor. für mich ist das eindeutig doppelmoral!
Ratten sind ein weiteres Beispiel dafür. :???: Wobei bei diesen Tieren halt auch selbst jeder Lai sieht, das man da mit Kastrationen nicht sehr weit kommt. Was mich aber ärgert, ist die Tatsache das man von staatlicher Seite nicht viel mehr in Sachen Sicherheit und Hygiene in Ballungsgebieten investiert.
aber warum der mensch sich nun zwanghaft in die berreiche einmischen muss, indenen es ohne ihn wesentlich besser laufen würde, versteh ich nicht.
Wobei ich denke, einmischen tut sich der Mensch sowieso, wenn auch nur unbewusst und passiv. Die Frage ist nun, weshalb glaubt der Mensch eigentlich, das er das was er vorher allein durch seine Anwesenheit aus dem Gleichgewicht gebracht hat, mit anderen Massnahmen wieder in Ordnung bringen kann.
 
  • Kastration ja oder nein? Beitrag #32
Ich denke nicht, das Menschen und Viren eine Ausnahme bilden. Die menschliche Zivilisation gibt es doch erst seit wenigen tausend Jahren. Für Vorgänge in der Natur ist das doch kein Zeitraum. Wer weiss, vielleicht hat sich das Thema Mensch ja vielleicht auch bald wieder erledigt. Und Viren? Vielleicht stellen Viren ja selbst die natürlichen Regulatoren dar.

-> funktioniert das so mit dem zitieren?
also, die natur braucht keine tausend jahre um sich selbst wieder zu regulieren. wie du schon bei den fuechsen erwaehnst, schafft die natur das durchaus auch innerhalb eines jahres. :) und es gilt als bewiesen, dass der mensch einfach alle natürlichen regulationsfaktoren nach und nach ausschaltet um die population mensch nicht zu gefährden. so werden impfstoffe gegen alle möglichen krankheiten schon im vorraus gegeben, gentechnik betrieben, künstliche befruchtungen vorgenommen etc.
und natürlich stellen viren natürliche regulatoren da. fast alle lebewesen tun das, der fuchs reguliert die anzahl der mäuse, die anzahl der mäuse reguliert die population des fuchses... nur gibt es eben nichts "natürliches", was die population von viren reguliert. sie überleben sogar eiszeiten und buschfeuer und können sogar auf dem mars überleben. selbst wenn alle anderen lebewesen aussterben, viren werden überleben, da sie sich nicht von "uns" ernähren. genau darauf arbeitet auch der mensch hin. etwas verständlicher jetzt?

Ich denke, es ist sogar noch schlimmer. Die Menschen tun letztendlich immer so, als wenn es sich bei der Natur um absoluten Perfektionismus handeln würde.

ich empfinde es eher so, dass die menschen denken, sie könnten es besser als die natur, weshalb sie ja auch in alle natürlichen kreisläufe eingreifen...

Ratten sind ein weiteres Beispiel dafür. Wobei bei diesen Tieren halt auch selbst jeder Lai sieht, das man da mit Kastrationen nicht sehr weit kommt. Was mich aber ärgert, ist die Tatsache das man von staatlicher Seite nicht viel mehr in Sachen Sicherheit und Hygiene in Ballungsgebieten investiert.

stimm ich dir generell zu. allerdings sehe ich die sicherheit für uns nicht wirklich durch ratten gefährdet, dann doch eher durch eingesetzte gifte, abgase, gespritze lebensmittel, allgemeine kriminalität u.s.w.

Wobei ich denke, einmischen tut sich der Mensch sowieso, wenn auch nur unbewusst und passiv. Die Frage ist nun, weshalb glaubt der Mensch eigentlich, das er das was er vorher allein durch seine Anwesenheit aus dem Gleichgewicht gebracht hat, mit anderen Massnahmen wieder in Ordnung bringen kann.

der mensch neigt eben zur überheblichkeit. solange wir glauben, wir sind das höchste der schöpfung und das intelligenteste lebewesen im universum, werden wir davon überzeugt sein, dass wir gott spielen können.
 
  • Kastration ja oder nein? Beitrag #33
-> funktioniert das so mit dem zitieren?
Jepp... wenn du das nächste mal auf den unteren gelben "zitieren" Button klickst geht es bestimmt noch einfacher. ;-):)
und natürlich stellen viren natürliche regulatoren da. fast alle lebewesen tun das, der fuchs reguliert die anzahl der mäuse, die anzahl der mäuse reguliert die population des fuchses... nur gibt es eben nichts "natürliches", was die population von viren reguliert. sie überleben sogar eiszeiten und buschfeuer und können sogar auf dem mars überleben. selbst wenn alle anderen lebewesen aussterben, viren werden überleben, da sie sich nicht von "uns" ernähren. genau darauf arbeitet auch der mensch hin. etwas verständlicher jetzt?
Verständlich ist das schon. :) Aber was ist bsw. mit Pocken-Viren? So weit mir bekannt ist, hat der Mensch es doch tatsächlich geschafft sie auszurotten. Oder anders gesagt, wenn das Pocken-Virus über längere Zeit keinen Wirt hat, dann stirbt halt auch ein Virus aus. Eigentlich ist das doch ein ganz ähnliches Prinzip wie bei allen anderen Tieren auch.

ich empfinde es eher so, dass die menschen denken, sie könnten es besser als die natur, weshalb sie ja auch in alle natürlichen kreisläufe eingreifen...
Richtig... allerdings ohne dabei diese Kreisläufe in aller Konsequenz zu verstehen und zu durchschauen. Ein gutes Beispiel dafür ist bsw. die Einführung der Aga-Kröte in Australien.

stimm ich dir generell zu. allerdings sehe ich die sicherheit für uns nicht wirklich durch ratten gefährdet, dann doch eher durch eingesetzte gifte, abgase, gespritze lebensmittel, allgemeine kriminalität u.s.w.
Das meinte ich eigentlich auch nicht. Aber daduch das es sich bsw. viele Hausbesitzer in Städten einfach machen und statt umfangreicher Bau- und Modernisierungsmaßnahmen lieber einmal jährlich den Kammerjäger holen, oder Grundstücke, Häuser, verlassene Industriebauten und vieles mehr die völlig unzureichend gesichert sind, können sich Ratten, Mäuse und andere Tiere und später natürlich auch Katzen ansiedeln. In meiner früheren Heimastadt gab es mal ein Wohngebiet mit vielen Neubauhäusern, die alle durch einen unterirdischen Fernheizkanal verbunden waren. An einigen Stellen war der Betonkanal aber offen. In Verbindung mit den überall herumstehenden Abfalltonnen, für Ratten und auch Katzen natürlich gleichermassen ein Paradies.
 
  • Kastration ja oder nein? Beitrag #34
Verständlich ist das schon. Aber was ist bsw. mit Pocken-Viren? So weit mir bekannt ist, hat der Mensch es doch tatsächlich geschafft sie auszurotten. Oder anders gesagt, wenn das Pocken-Virus über längere Zeit keinen Wirt hat, dann stirbt halt auch ein Virus aus. Eigentlich ist das doch ein ganz ähnliches Prinzip wie bei allen anderen Tieren auch.

stimmt nicht. sobald wir aufhören würden zu impfen, werden sich diese vieren wieder ausbreiten. außerdem können viren mutieren. so glaubte man schweinegrippe vor einigen jahren ausgerottet zu haben und nun ist sie wieder da, nur eben in mutierter form. wirklich 100% ausgerottet haben wir noch kein virus. das immunsystem reagiert vielleicht auf bestimmte viren nicht mehr so anfällig, weshalb die krankheit als ausgerottet gilt, aber deswegen stirbt das virus nicht, es braucht eben nur eine gewisse zeit um so zu mutieren, dass der wirt es wieder annimmt. ansonsten können wir sie bisher lahmlegen, also den ausbruch verhindern, aber sterben tut der virus davon nicht (sie überleben inaktiv nämlich auch ohne wirt).

dem rest stimm ich soweit zu. und vielleicht sollten wir uns jetzt auch wieder dem eigentlichen thema widmen: kastration - ja oder nein? ;-)
 
  • Kastration ja oder nein? Beitrag #35
stimmt nicht. sobald wir aufhören würden zu impfen, werden sich diese vieren wieder ausbreiten. außerdem können viren mutieren.
Kann schon sein, aber die Pocken gelten doch als ausgestorben. Ich weiss das, weil ich als Kind nämlich nicht geimpft wurde. Na und heute macht man das ja ohnehin nicht mehr, vorallen weil die Pockenimpfung wohl nicht ganz ohne war. Aber Ok. das ist natürlich nur ein Virus unter vielen.

dem rest stimm ich soweit zu. und vielleicht sollten wir uns jetzt auch wieder dem eigentlichen thema widmen: kastration - ja oder nein? ;-)
Ja in Ordnung. :-D
Also ich würde sagen, Kastration bei Hauskatzen ja, aber bei verwilderten Hauskatzen nur unter gewissen Bedingungen.
 
  • Kastration ja oder nein? Beitrag #36
Jede Operation jede Impfung egal bei Mensch oder Tier kann in einzelfällen zum Tode oder schweren Schädigungen führen. (Meine Oma starb nach einer Herzbeipassoperation sie wachte von der Nakose nicht mehr auf und das Beatmungsgerät schädigte ihre Organe, muss höllenqualen erlitten haben. Denn sie stöhnte verzog ihr Gesicht schmerzahft und verkrampfte, wochen lag bevor sie starb)

Daher überlege ich mir genau was in meinen Augen nötig ist und was nicht.

Wir dachten lage eine Kastration unserer beiden Mädels hätte noch Zeit, bis es zu spät war, bei der einen merkten wir es aus mangelnder Katzenerfahrung und unwissenheit erst ein paar Tage vor der Geburt, weil wir sahen wie sie die Kitten ihrer Schwester säugte.

Wir sind froh über die kleinen und haben alle in unser Herz geschlossen.
Seit 2 Wochen stehen 2 Anzeigen in der Zeitung wo die Kitten angboten werden. bis jetzt hatten wir nur anfragen zu Katern schwarz und schwar-weiß. keine einzigste Anfrage ging an ein schwarzes Mädchen.
Wir haben noch 10 Wochen Zeit aber sollten wir nicht alle vermitteln können. Beiben diejenigen die keinen Besitzer gefunden haben bei uns. Wir haben eine 70 qm Wohnung im Erdgeschoss, zwar mit Balkon über den sie raus können, aber trotzdem ist das ein begrenzter Raum in den wir nicht unmengen Katzen haben können.

Jetzt stell dir vor dies war der erste Wurf bei beiden. also insgesammt 7 einmal 4 Stück und einmal vier Tage später 3 Stück.
Beim nächsten Wurf könnten es 7 Pro Katze sein also 14 Stück.
Die wir mit Sicherheit nicht alle vermitteln könnten, da es jetzt ja schon schwer ist. Das heißt ich müsste sie in ein Tierheim geben, da ich nicht die Möglichkeit habe alle Kitten bei uns zu behalten.

Und jetzt einaml ziehmlich hart und Emotionslos. Lieber stirbt eine Katze (auch wenn es meine ist) als das 14 Kleine Kitten in einem Tierheim leben.

Meine werden defenetiv nach abgabe der Kitten kastriert, die beiden haben jetzt gemeinsam (mit uns Menschen eingeschlossen) einen der schönsten Momente im Leben, nähmlich das Mutter sein. Aber ein zweites Mal dies zuzulassen währe von mir absolut Verantwortungslos allen zukünftigen Kitten gegenüber.
 
  • Kastration ja oder nein? Beitrag #37
Guten Morgen,

weshalb soll man sehenden Auges Tiere "produzieren", die dann voraussichtlich nicht gewollt sind, vergiftet, ertraenkt, erschlagen werden oder verhungern & an unbehandelten Krankheiten sterben, wenn "die Krone der Schoepfung" in der Lage ist, dieses immense Elend zu vermindern oder gar zu verhindern.

Darauf zu hoffen & zu warten, dass sich die Natur selbst hilft & den "Ueberschuss bereinigt", halte ich fuer unmenschlich. Wenn ich ein in Not geratenes Mitgeschoepf sehe, werde ich im Rahmen meiner Moeglichkeiten helfen. Ich werde keines & niemanden sich selbst ueberlassen & wegsehen.

" Es geht nicht darum, ob sie denken koennen,
oder ob sie sprechen koennen,
es geht einzig darum, ob sie LEIDEN koennen."

Kopfschuettelnde Gruesse - Mausi :sad:++
 
  • Kastration ja oder nein? Beitrag #38
weshalb soll man sehenden Auges Tiere "produzieren", die dann voraussichtlich nicht gewollt sind, vergiftet, ertraenkt, erschlagen werden oder verhungern & an unbehandelten Krankheiten sterben, wenn "die Krone der Schoepfung" in der Lage ist, dieses immense Elend zu vermindern oder gar zu verhindern.
Du hast ja im Prinzip völlig recht. Nur kann man meiner Meinung nach, nicht allen Katzenhaltern, deren Katzen irgendwann mal Junge bekommen, solch ein gewissenloses Verhalten unterstellen. Mit anderen Worten... das "vergiftet, ertraenkt, erschlagen werden oder verhungern & an unbehandelten Krankheiten sterben" hat für mich zumindest nicht primär immer etwas mit der zeitweisen Ablehnung der Kastration zu tun.

Darauf zu hoffen & zu warten, dass sich die Natur selbst hilft & den "Ueberschuss bereinigt", halte ich fuer unmenschlich. Wenn ich ein in Not geratenes Mitgeschoepf sehe, werde ich im Rahmen meiner Moeglichkeiten helfen. Ich werde keines & niemanden sich selbst ueberlassen & wegsehen.
Nein... ich denke, wenn sich jemand dabei engagiert ist das wirklich anerkennenswert. :)
Nur frage ich mich halt manchmal, ob es nicht eigentlich auch Tierschutz ist, wenn man bsw. daran arbeitet die Bedingungen zu ändern, welche eine massenhafte Vermehrung und Ausbreitung von speziellen Tierarten extrem fördern.

" Es geht nicht darum, ob sie denken koennen,
oder ob sie sprechen koennen,
es geht einzig darum, ob sie LEIDEN koennen."
Ähm... na ja, aber wo fängt man da an und vorallen wo hört man auf? :neutral:
Die Natur selbst gibt einen auf diese Frage leider keine Antwort. Denn die Natur ist weder gerecht noch bildet sie meiner Meinung nach ein perfektes System. Grausame Leiden gibt es überall und zu jeder Zeit. In der Natur gibt es diesbezüglich kein Gut oder Böse.

Ist es denn nicht so, das wir Menschen meist alles viel zu einseitig, aus einer Position heraus betrachten, die uns gerade ins Konzept passen? Mal als Beispiel... wir haben zwei Kater, einen davon aus dem Tierheim, denen wir ein möglichst gutes und nach Möglichkeit auch noch artgerechtes Leben versuchen zu ermöglichen. Allerdings sorgen wir durch den gesicherten Freigang bei uns im Garten, leider auch dafür, das das gesamte Gleichgewicht (sofern man natürlich überhaupt davon sprechen kann) aus dem Gleichgewicht kommt. Nichts mehr mit Igel, Vogelnester, Spitzmäusen, Königslibellen und vielen anderen Tieren. Viele davon finden durch unsere beiden Kater einen äusserst grausamen Tod. :cry:
Also für mich ist diese Sache leider nicht so einfach. :|
 
Thema:

Kastration ja oder nein?

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