Also ich denke, das grösste Problem bei der Katzenerziehung besteht darin, den Katzen überhaupt erst einmal klarzumachen weshalb sie einen Fehler gemacht haben und worin dieser besteht. Eine Katze kapiert es nunmal nicht weshalb sie nicht auf den Tisch oder auf das Bett darf. Solche Erklärungen wie "weil wir dort essen" dürften für Katzen absolut bedeutungslos sein. Meiner Meinung nach, hat man nur dann eine Chace wenn man sich die Denkweise der Katzen zu eigen macht und der Katze mit der ihr eigenen "Sprache" zu verstehen gibt, das man eine bestimmte Verhaltensweise nicht haben möchte.
Mal als Beispiel ... in der Katzensprache gilt es als "unhöflich" bzw. aggressive Herausforderung wenn man einer Katze tief in die Augen starrt. Nun macht es Salem leider grossen Spass auf die Fensterbank in der Küche zu springen und mit den Pfoten an der Alu-Jalousie herumzuzupfen. Dieses Geräusch könnte mich wahnsinig machen. Also gehe ich zu ihm hin und schaue ihm ganz tief in die Augen. Das reicht vollkommen. Eventuell muss man das noch einmal wiederholen aber spätestens dann lässt er davon ab. Er köpfelt dann immer ganz süss, so als ob er sagen würde "ja, ich hör ja schon auf damit".
Anderes Beispiel ... Floyd hat von kleinauf wenig Respekt vor Menschen gezeigt, er klaut gern Lebensmittel und scheut auch nicht davor zurück selbst auf hohe Schränke zu springen und nach Essbaren zu suchen. Mit lauten NEIN Sagen allein kommt man dagegen leider nicht an. Vorallen weil er es einfach nicht versteht. Unsere erste Massnahme war, die Küche komplett geschlossen zu halten und Floyd zu zeigen, das dieser Bereich einfach nicht zu seinen Revier gehört. Erscheint Floyd auch nur in der Nähe des Tisches während wir essen, sehe ich ihn tief in die Augen und fauche ich ihn sofort an ... äh, das heisst, ich versuche es zumindest. :mrgreen: Kümmert ihn das immer noch nicht packe ich ihn im Genick und drücke ihm dabei zu Boden um meine Dominanz über ihm auszudrücken. Spätestens dann versteht er mich. Er ist mir im Nachhinein auch nicht böse. Für ihn gesehen ist es vollkommen normal das man versucht sich das zu nehmen was er germe möchte, genauso wie es für ihn normal ist Dominanz zu zeigen bzw., wenn dies notwendig ist, sich zu unterwerfen.
Auf Tische und Schränke springen macht Floyd nach wie vor. Aber inzwischen reicht es vollkommen aus wenn er mich sieht und schon flizt er ganz schuldbewusst davon.