Aufgrund der Mail, die dir der Vater des Kollegen damals geschickt hat,
müsste sich nachweisen lassen, dass die Katze abgegeben werden sollte.
Die Katze hat es ja wirklich sehr gut bei dir, sie hat sich eingelebt
und du schreibst schon zu Recht, dass er jetzt das Tier gerne wieder hätte,
aber vielleicht doch nicht richtig für sie sorgt, spätestens dann,
wenn er durch seine Krankheit wieder unfähig ist, sich um alles zu kümmern.
Depressionen sind eine schlimme Krankheit, dass seine Wohnung und die Katze
vernachlässigt wurden, ist daher nicht schuldhaft von ihm zu verantworten.
Natürlich ist gerade für einen labilen Menschen der Kontakt zu einem Tier schön,
aber die Verantwortung wird er vermutlich nicht dauerhaft übernehmen können.
Vielleicht ist ja seine Liebe zu der Katze doch so groß, dass du ihm
begreiflich machen kannst, dass er seiner Katze jetzt wirklich gut geht,
dass sie bei dir und deinem Kater eine neue Familie gefunden hat und
dass es nicht sicher ist, ob er auf lange Sicht für sie sorgen könnte.
Ich fände es sinnvoller, wenn du dich auf persönlichem Weg mit ihm
einigen könntest, den Weg zum Gericht würde ich eher vermeiden.
Wenn es dir nicht so ganz schwer fällt, könntest du ihm doch erlauben,
dass er die Katze noch einmal bei dir besucht, um sich zu überzeugen,
dass es ihr wirklich gut geht. Dann würde ich aber zusehen, dass du
nicht allein bist, damit er nicht auf die Idee kommt, sie mitzunehmen.