Ich muß Euch was erzählen, was mich gerade sehr erschüttert hat.
Ich hole mal etwas aus.
Hier im Büro ist´s so warm. Also wollen wir nen Ventilator kaufen.
Im Toom gibt es einen.
Die Kollegin, die mit dem Wagen hier ist, kann heute nicht weg, weil Sie
Einige Auswertungen machen muß.
Ich hätte Ihren Wagen nehmen können, fahre aber nicht gerne mit fremden Autos.
Ich wohne ja nicht weit von hier, also sage ich ich, ich gehe eben heim und nehme dann meinen
Wagen.
Gesagt, getan.
Ich komme aus dem Büro raus und mir knallt eine Wärme entgegen, die nicht mehr normal ist.
Hammer, 33 Grad sind es und es ist mega drückend.
Ich gehe ein paar Meter und als ich die eine Straße rein gehe, sehe ich schon von weitem einen
Vogelkäfig auf einer Mauer stehen. Zwar im Schatten, aber mir bleibt erst mal das Herz stehen.
Man sieht auch, das ein Zettel dran hängt.
Mein erster Gedanke, da wird doch kein Vogel drin sein...... eine andere Kollegin ist auch noch mit.
Sie schaut mich groß an. Wir kommen an den Käfig ran und es hockt ein traumhaft schöner weiß-orangener
Kanarienvogel auf der Stange.
Auf dem Zettel steht schlicht und einfach „zu verschenken“.
Ich kann es nicht fassen, bei dieser Hitze.
Was sollen wir jetzt machen?
Ich kann Ihn nicht mit zu mir nehmen..... wie denn bitte mit zwei Katzen?
Außerdem fahren wir ja heute ja auch wieder nach Aachen.
Ich rufe Christian an, brauche ne Telefonummer vom Tierheim.
Die sucht er mir ganz schnell im Internet raus.
Dort rufe ich an. Erzähle von unserem Fund und frage, was ich jetzt machen soll.
Sie meinte, ich solle den Vogel bringen.
Würde ich ja auch machen, aber das Tierheim liegt am ganz andere Ende von Frankfrut.
Wir sind ja nur unterwegs, weil wir für´s Büro einkaufen sollen.
Darauf meint die Damen vom Tierheim, das ich den Käfig auch zu einer Polizeistelle bringen kann.
Okay, dann wird wohl diese Lösung genommen werden müssen.
Mir tut es in der Seele weh, aber ich kann leider nicht anders.
Ich rufe die 110 an und frage, wo in der Nähe das nächste Präsidium ist.
Dort bringen wir das kleine Kerlchen dann hin.
Ich kann nicht verstehen, wie jemand bei so einem Wetter ein Tier aussetzen kann?
Was wäre gewesen, wenn ich doch den Wagen von der Kollegin genommen hätte, oder Sie selber gefahren
wäre?
Wäre ich denn nach Feierabend an diesem Käfig vorbei gekommen ( drei Stunden später) und das Tierchen hätte nicht mehr gelebt?
Er hatte Fressen und auch Wasser, sogar sein Badehäuschen am Käfig hängen.
Der Boden war mit Zeitung ausgelegt, nicht einmal Sand war drin, aber eine Packung mit Leckerli-Stangen.
Ich bin so traurig, entäuscht,wütend und fühle mich absolut hilflos das kann sich gar keiner vorstellen.
Werde nachher mal beim Tierheim anrufen.
Die Polizisten meinten, Sie würden Ihn dort hinfahren.
Hoffentlich findet er ein schönes zu Hause.........
Bin echt sehr erschüttert!!!!
Britta