freut mich, dass ich das richtige Zitat gefunden habe

es ist mir auch in erinnerung geblieben, als ich mich durch die threads geklickt hatte und als du dann noch geschrieben hast, dass es von einem frz. autor kommt, dann konnte es nur dieses sein
ich mache mir bis heute noch vorwürfe, obwohl das ganze schon wieder 4 jahre her ist. bei meinem kater gab es anzeichen, die ich nicht so 100% für voll genommen habe: seine epileptischen anfälle kamen öfters und fielen schwerer aus (er hatte schon von kleinauf epilepsie, wir waren seine anfälle also "gewohnt".).
der tierarzt ließ mir auch keine große wahl, wenn ich das mal so sagen darf. er meinte gleich, dass er mir den kater nicht mehr mitgeben könne, da er bei lebendigem leibe erstickt. ich habe den tumor, der seine lunge zerdrückte, auch auf dem röntgenbild gesehen und als ich dann an die heftigen anfälle dachte, wusste ich, dass auch ein anderer tierarzt nicht mehr helfen könnte - wären alles nur verlängernde maßnahmen gewesen, heilung war ausgeschlossen.
und jetzt der punkt, weswegen ich mir bis heute noch vorwürfe mache: ich habe ihn nicht mit nach hause genommen, sondern in der praxis gelassen.

ich könnte heulen, wenn ich daran denke.
mein gedanke war damals - und ist für mich bis heute nachvollziehbar - dass ich andernfalls mit dem toten kater einen halben tag zuhause verbracht hätte. ich war bei meinen eltern zu besuch, die noch arbeiten waren und hätte den kater nirgends begraben können (winter, der boden war gefroren und da wir einen großen nutzgarten hatten, wusste ich auch keine stelle). ich wollte einfach nicht mit meinem toten lexy alleine zuhause sein, da wäre ich durchgedreht.
ich hatte damals auch ein kleines gedicht zum abschied geschrieben, heute finde ich es ein bisschen theatralisch, aber wenn auch nur jemand im entferntesten hätte ahnen können, was dieser kater für mich bedeutet hat: er war einfach mein ständiger begleiter von 7-20 jahren. er war so sehr auf mcih fixiert, das kennen manche leute nur von hunden.
so, der halbe roman ist fertig
zu guter letzt noch das gedichtchen:
In deinen Augen funkeln Sterne,
Dein Fell glänzt sanft im Sonnenlicht,
Erst warst du hier, nun in der Ferne,
Dein Schweigen mir das Herz zerbricht!
Ich weine hunderttausend Tränen,
Auf dein gar unsichtbares Grab.
Ich liebte dich so ohne wähnen,
und danke dem, der mir dich gab!
Stets fand ich bei dir Licht im Schatten,
Du warst mein Lachen auch im Schmerz,
Wir wussten, was wir aneinander hatten,
Ich schenkte dir mein ganzes Herz.
Nun bist du weg und ja – ich leide,
Weil keiner mir dich wiederbringt,
Dein Leben auf des Messerschneide,
Dein kleines Herz um Atem ringt.
Nun bist du nah am Himmelszelt,
Verdienst ein schönes Lebend dort,
Um mich herum zerbricht die Welt,
du warst die Zuflucht, warst mein Hort!