Hallo,
ich freue mich zunächst einmal, daß das Thema Freilauf nach den recht unerfreulichen und auch beleidigenden Beiträgen von Sairen und Joelle wieder ein sachliches Fundament gefunden hat. Und möchte dazu eine kleine Geschichte erzählen. Und es ist eine Regenbogengeschichte
Donja, eine prachtvolle Schäferhündin, war 4 Jahre alt, als wir aus dem Tierheim Mira, ca 6 Wochen alt, ausgesetzt auf einer Müllhalde und vermutlich sowas wie ein Coyotenmischling, aus dem Tierheim zu uns holten, und mit 2 stündiger Fütterung und kräfiger Unterstützung von Donja aufzogen, danach zogen wir idyllisch aufs Land. Mira entpuppte sich als Jäger, besonders als Katzenjäger. So kam Felix, der Kater, mit 12 Wochen ins Haus. Ich hatte die Hoffnung, Mira würde das Katzenjagen aufgeben, wenn sie erst einmal wüßte, was eine Katze ist. Zwischen Mira, Donja mir und Felix war es Liebe auf den ersten Blick, er durfte an Miras Zitzen, sie hat ihm alles beigebracht und ihn vor allem beschützt. Trotz Kastration fing er an, im Haus zu markieren, so daß ich begann, ihn nachts draussen zu lassen. Ländlich ohne Verkehr. Felix kam 2 mal verletzt nach Hause, beim dritten Mal, er war 1 1/2 Jahre, nicht mehr. Meine Hunde haben ihn nicht gefunden (Donja war ausgebildet und Mira hat ihn echt flächendeckend gesucht) Jahre später: Jetzt habe ich 2 Hauskatzen, die ich - anfangs mit schlechtem Gewissen, sie waren 8 Monate Freigänger - in der Wohnung halte. Mein Denken über die große Freiheit da draußen hat mich übersehen lassen, daß meine Katzen hier glücklich sind. sie haben freien Zugang zu einem gesicherten Balkon. aber sie lieben es, wenn ich den Balkon mit ihnen teile. Wenn ich bei ihnen bin. Sie können den freilaufenden Katzen im Hinterhof zuschauen (es sind übrigens jedes Jahr andere) aber es interessiert sie nicht.
Ich habe vergessen zu erzählen, daß Mira noch 1 Jahr auf die Rückkehr von Felix gewartet hat. Und warten heißt: Sie saß stundenlang am Fenster. und wenn sie eine Katze sah, fing sie an zu schreien. Und mir fehlt er heute noch. Er war n klasse Familienmitglied. Und ich weiß nicht, was passiert ist.
Alle Jäger im Umkreis, die ich ja kannte, haben beteuert, ihn nicht abgeschossen zu haben.
Ein Einzelfall, ich weiß, 20 Jahre her, und heute rede ich endlich mal darüber. Wie viele andere sind betroffen und sagen nix, weil sie es nicht erzählen können?????????
Gruß
Regina