Hi Ihr
Der Frühling naht und ich hoffe so sehr, dass mir einer von Euch einen Rat geben kann!
Wir haben unseren Lui mit ca. 5 Monaten bekommen. Er war als Baby im Spreewald gefunden worden. Bevor er zu uns kam, wurde er wochenlang lediglich zum Füttern quasi besucht und sollte dann ins Tierheim. Mein Sohn hat ihn dann quasi gerettet und so hatten wir ein neues Kind*ggg, denn mein Sohn ist bereits erwachsen. Lui lieben alle und er liebt auch alle. Allerdings hat es ca. 6 Monate gedauert, bis er halbwegs erzogen war.....es war nicht ganz so einfach mit ihm. Sein Drang nach Freiheit war extrem, so dass wir uns für ein Geschirr mit einer ca. 3 m langen Leine entschieden, da wir an einer Hauptstr. wohnen. Die Leine wird immer an einem Baum befestigt und es war für ihn immer okay. Er legte einem sogar seine Leine vor die Füße, wenn er raus wollte und macht auch Sitz auf Kommando zum Ableinen.
Vorletztes Jahr meinte dann plötzlich ein großer schwarzer unseren Garten als Durchgang zu benutzen ( unser Lui ist eher klein und zart, ca, 3,5 kg). Lui sah ihn leider auch, stürzte auf ihn zu.Beide verschwanden unter der Hecke und Lui kam schreiend raus. Ich dachte natürlich, er wäre gebissen worden und ging zu ihm. War ein Fehler- rechten Unterarm arg zerkratzt und fett in den linken Arm gebissen....autsch. Mein Mann holte mich dumme Nuss von ihm weg und lenkte ihn ab( er fängt gern kleine Steine

. Nach ca. 10 Min. hatte er sich beruhigt.
Letzten Sommer.....wieder fremde Katze oder Kater.....Lui schmiss sich auf die Erde, fing an zu schreien und ging auf mich los. Gott sei Dank war die Leine nicht lang genug*schwitz. Es dauerte rund 45 Min., bis er wieder normal war.
Ich muss noch erwähnen, dass die Nachbarin auch immer einen Kater hatte, der durch unseren Garten schlenderte, den hat er immer nur beobachtet. Und als der Nachbar-Felix eine Katzendame mitbrachte, war Lui in Mausi verliebt, er hat sie immer beobachtet, war nie aggressiv...sie verschwand allerdings vor ca. 1,5 Jahren einfach.
Im letzten Herbst nun, die Nachbarin hatte wieder einen neuen Kater ( der wohl aber nur in ihrer Wohnung war), allerdings wussten wir, dass sie die Katze/ Kater, der im Sommer Lui wieder verwirrt hatte, gefüttert hatte.Also mein Mann war mit Lui im Garten, als die Nachbarin Lui begrüßen wollte und sie kam durch unsere noch kleine Hecke. Das war niemals ein Thema und Lui hat Frau Schmidt immer geliebt und bebuckelt*ggg. An dem Tag wohl eher weniger, er fing an zu Brummen, schmiss sich wieder auf die Erde.....mein Mann warnte noch Frau Schmidt, aber nein, sie kam auf unser Grundstück und Lui drehte wieder durch.....ging auf sie los, kratzte und biss sie. Mein Mann riss ihn natürlich zurück......da ging er auf meinen Mann los, der ihm *sorry....einen verpasste......Lui schüttelte sich kurz und ging dann auf mich los und schrie wie am Spieß. Wir haben dann wieder versucht, ihn abzulenken und zu beruhigen und es dauerte mind. 1 Stunde, ehe wir in die Wohnung gingen. Aber weit gefehlt, der Schwanz nahm wieder riesige Ausmaße an und er wollte mich wieder angreifen. Wir haben ihn daraufhin ins Bad gesperrt. Nach ca. 1 Stunde ließen wir ihn raus. Getraut haben wir ihm nicht wirklich, da er irgendwie einen leicht irren Blick hatte. Er und ich machten auch einen Bogen voneinander. Er schlief dann und war abends wieder normal.
Letzte Aktion war zu Beginn des Winters, als der Nachbarkater ( sie ließ ihn dann draußen frei laufen) vor unserer Terrassentür saß und brummte ( Tür war auf Kipp) und Lui meinte, er müsste mit Mordsschwanz die gekippte Terrassentür erklimmen. Mein Sohn ist dann raus und übern Gartenzaun und hat den fremden Kater verscheucht. Dieser wurde übrigens eine Woche später an unserer Straße überfahren.
Unsere Tierärztin meinte, sie würde es für äußerst bedenklich halten, dass er in diesen Situationen uns angreift und dass natürlich das Anleinen Mist wäre. Aber, was sollen wir tun? Lui hat extreme Angst vor Autos, insbesondere LKWs er ist allerdings mega neugierig und absolut kein Dekokater....er ist fast immer on Tour.
Er ist jetzt fast 6 Jahre alt und bis vorletztes Jahr war es mit der Leine nie ein Problem. Dass wir ihn künftig nur drinnen halten, wird sicherlich nicht klappen. Und mal ganz abgesehn von den Kratz- und Bisswunden, die doch recht schmerzhaft sind, haben wir die Befürchtung, dass er irgendwann komplett durchdreht und wir ihn bei solchen Situationen nicht mehr ruhig bekommen.
Hat jemand von Euch vielleicht ähnliche Erfahrungen? Oder aber einen guten Rat? Ich freue mich über alle Antworten

Lieben Dank im Voraus !!!