Es wird viel über HCM besonders bei den MC geschrieben, gibt es Mittel oder Richtlinien, um das Risiko zu senken, eine solch vorbelastete Katze zu erwerben, da diese Krankheit, wenn sie denn ausbricht, immer tragisch endet?
Worauf muss ich dabei beim Kauf von MC's achten? Das war eigentlich die Frage, was die Krankheit von Kater und Kätzinn betraf.
Seriöse Züchter - und darauf solltet ihr beim Kauf achten - schallen ihre Zuchttiere (u.a.) regelmäßig auf
HCM und
PKD. Desweiteren sollten die Kitten grundimmunisiert werden. Impfungen zumindest auf Katzenschnupfen- und Seuche mit 8 und Wiederholungsimpfung mit 12 Wochen sowie Entwurmungen ist auf jeden Fall ein Muss.
Wenn du dich für die verschiedenen Erbkrankheiten und worauf die Elterntiere bei Maine Coons möglichst getestet sein sollen interessierst, würde ich dir raten, dich mal mit "MC-SH" in Verbindung zu setzen.

Aber was ist ein seriöser Züchter?
Ein solcher lässt seine Katzen und Kitten am Familienleben teilhaben, Stammbaum, Impfungen, Gesundheitszeugnis, gutes Futter und viele Liebe den Tieren gegenüber selbstverständlich. Am Besten kann man sich natürlich ein Bild davon machen, wenn man mal vorbei fährt und sich die Situation, die Menschen, die Tiere vor Ort anschaut.
Papieren sind kein muss, weill wir weder Züchten noch auf Ausstellungen gehen wollen. Soll aber nicht heißen, das es ein Mix sein darf, wir wollen schon die reine Linie, dabei spielt die Farbe und Größe keine Rolle,wichtig ist und das ist ein muss, die Gesundheit.
Puuuuh, wie erkläre ich das jetzt... Genau das liegt ein Denkfehler vieler, die sich Rassekatzen anschaffen möchten.
Die meisten oder zumindest viele denken sich "ich will nicht auf Ausstellungen oder protzen und brauche auch keinen Beweis für die Reinrassigkeit etc. also brauch ich keine Papiere". ;-)
"Gute" Züchter in Vereinen geben
ausschließlich Kitten mit Stammbaum ab und das aus mehreren Gründen. Zuallerst weiß der Neukatzenbesitzer dann, dass das Kitten gesund und der Wurf sozusagen vom Verein, dem der Züchter angehört, "abgesegnet" ist - sprich: die Ahnen waren zuchttauglich, was sowohl
Rassestandard als auch vor allem (Erb-)Krankheiten wie
HCM und vieles mehr betrifft.
Leute, die ihre Katzen ohne Stammbäume und Fachwissen vermehren (natürlich gibt es auch gute "Züchter" ohne Papiere aber mit bist du eigentlich auf der sicheren Seite) haben nicht selten am Ende kranke Kitten und das sollte man nicht auch noch unterstützen - vor allem zum Wohle der Tiere.
Der Stammbaum ist also weniger dazu da um sich damit zu profilieren als vielmehr um sich der Gesundheit des Schützlings zu versichern.
Solltet ihr euch für Coonies aus dem Tierschutz entscheiden - das gibt es schließlich auch - ist das Stammbaumthema wieder ein ganz anderes.
Ich füge mal ein Zitat von saurier ein:
Ich kann einfach immer nur lachen, wenn darüber diskutiert wird, wie viel Papiere "kosten". Das Papier, auf dem der Stammbaum meiner Katzen steht, ist nicht viel Wert, für mich ist es ebenso unerheblich, was auf dem Stammbaum steht. Aber mir war es wichtig, dass die Katzen einen Stammbaum haben und zwar nicht, damit sie einen haben und ich gar damit angeben kann, sondern nur aufgrund der Tatsache, dass ich dann zu 99% sicher sein kann, dass sie seriös und damit gesund für Mutter UND Kitten gezogen worden sind - mit Sinn und Verstand.
Nur (und zwar ausschließlich!!) gute und seriöse Züchter tragen zum Erhalt einer Rasse bei, mag sein, dass auch andere schöne und gesunde Tiere vermehren (das will ich ja gar nicht ausschließen, auch ohne Papiere), aber diejenigen, die der Rasse wegen züchten, die Rasse, ihr Wesen, ihre Farben (z.B. Cinnamon) etc. voranbringen, DIE sollte man unterstützen und nicht solche, die eben nur mal so mit stammbaumlosen Katzen vermehren, weil "sie halt so schön aussehen" und weil man die Katzen danach gut an Liebhaber verkaufen kann (und selbst, wenn es nur der "Selbstkostenpreis" ist.
Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, warum es wirklich sinnvoll ist, sich Maine Coons bzw. Rassetiere im Allgemeinen nur mit Stammbaum anzuschaffen, dann empfehle ich dir, den (sehr langen aber aufschlussreichen) Thread dazu mal durchzulesen:
Seriöse Vereinszucht vs. Schwarzzucht
Ich selbst habe auch "nur" ein Liebhabertier - weder züchte ich noch gehe ich auf Ausstellungen - und trotzdem war es mir bei der Anschaffung wichtig, auf Nummer sicher zu gehen; zu wissen, dass ich ein gesundes, gut sozialisiertes Tier bekomme und mit der Züchterin stehe ich immernoch in Kontakt (sie freut sich immer, von ihrem Schützling zu hören und das zeigt mir, dass ihr wirklich was an den Tieren liegt) und auch bei Fragen hilft sie immer gerne weiter. Das war mir in jedem Fall wichtiger als vielleicht etwas Geld zu "sparen" indem ich mir ein Kitten ohne Stammbaum hole.
Ich hoffe, das hilft dir ein wenig weiter.
Grüßle,
Melissa