Ich möchte um Eure Hilfe bei einer Entscheidung bitten:
Und zwar konnte mein Kater durch vermeintlicher Entzündung im Mundraum nicht mehr fressen. Ich bin zum Tierarzt, der hat diese Entzündung behandelt, aber geraten, die Zahnreste der Backenzähne (wurden eigentlich schon entfernt) rauszuoperieren und gleichzeitig die Nieren- und Leberwerte zu testen. Das wurde gemacht. Die Nierenwerte warten leider 5fach höher als normal. Er hat also chronische Niereninsuffizienz. Mein Kater war sehr schwach, fraß nichts. Die Tierärztin, die die OP, durchführte, sagte mir, wenn er in den nächsten Tagen nichts fressen würde, müsse er notgedrungen eingeschläfert werden, weil er sonst verhungern würde. Er solle weiterhin nur Diätfutter fressen.
In dieser Praxis arbeiten zwei Ärzte (Sie und Er). Als ich am nächsten Tag bei ihm in der Sprechstunde war, hat er meinem Kater ein Medikament gespritzt, was die Nierenwerte runter bekommen soll, also die Harnsäure mindert (meinem Verständnis nach ausgedrückt). Nach etwa zwei Tagen mit diesem Medikament wurde mein Kater wieder wacher, lief mehr umher, fordert sein Schmusen ein und schnurrte auch wieder. Jedoch fraß er kein Diätfutter. Das verweigert er auch weiterhin. Ich fragte den Tierarzt, was ich tun sollte. Er sagte mir, dass er nicht vor vollen Näpfen verhungern solle. Ich sollte ihm das geben,was er gerne frißt. Also Fleisch und normales Katzenfutter. Er müsse weiterhin mit den Medikamenten gespritzt werden und das vorerst täglich. Er frißt mittlerweile und bettelt auch, aber das ist so wenig, vermutlich nur ca. 30 gramm am Tag. Egal was ich ihm vorstelle, hinhalte, ins Maul stecke oder sonst wie schmackhaft vor die Nase halte. Und Diätfutter garnicht. Zum Zunehmen wird die Menge Futter also keinesfalls ausreichen.
Wenn ich mir nun vorstelle, dass er täglich weiter Spritzen und Infusion bekommen soll und trotzdem wenig frißt, kann ich mir ausmalen, dass ich sein Ende vermutlich nur rauszögere. Noch dazu ist er täglich Stress ausgesetzt, denn er mag weder die Transportbox noch die Tierärzte.
Die letzten beiden Tage ist er wieder munterer geworden, aber leider nicht wie vorher. Vielleicht hat er gemerkt, wie traurig ich war und dass ich mit dem Gedanken des Einschläferns ringe....
Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll. Einerseits möchte ich ihn nicht gehen lassen, andererseits möchte ich ihn nicht leiden lassen. Ich habe ihn seit dem Tag seiner Geburt vor über 13 Jahren und wir sind seitdem unzertrennlich.
Leider weiß ich nicht, was ich machen soll....Könnt ihr mir einen Rat geben?