Unendliche Trauer um Lotte

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Engelstrompete

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Meine gute Lotte, es tut mir so unendlich Leid um Dich.
Ich habe Dich gestreichelt auf dem Behandlungstisch, beruhigend mit Dir gesprochen, bis Dein Köpfchen langsam zur Seite sank. Unser Doktor hat es gut gemacht. Erlösung hat er gesagt, das stimmt.
Bitte verzeih mir, dass ich einen Tag zu lange gewartet habe mit der schrecklichen Entscheidung. Wollte ich es einfach nicht glauben?
Verzeih mir, dass ich Dich eine unendliche Nacht habe leiden lassen, Du warst so apathisch, Du sasst vor der Wasserschüssel, zu schwach zum trinken?

Es tut mir Leid, dass ich Dir diesen letzten Tag zugemutet habe. Wir waren, wie die Tage vorher im Garten, das Wetter war angenehm – und Du wolltest ja immer raus, es ging aber nur noch mit Leine, Du wärst sonst abgehauen und hättest Dich verkrochen, das wäre für mich unerträglich gewesen. Plötzlich wurde Dir wohl sehr übel, Du hast geröchelt, gewürgt, Dich dann übergeben, das bisschen Futter, das ich Dir vorher eingeflösst hatte. Der Blick Deiner Augen, ich werde ihn nie vergessen, Todesangst? Ich hielt Dich, streichelte Dich, bis Du Dich wieder beruhigt hattest, Dein Herz hämmerte und ich zitterte am ganzen Körper. In dem Moment habe ich es entschieden.

Bitte verzeih mir, dass ich Dich täglich zum Arzt brachte, dass ich Dich dreimal an den Tropf legen liess, einmal für 24 Stunden, dann jeweils für sieben. Auch zuhause haben wir Flüssigkeit unter die Haut gespritzt, Du warst so ausgetrocknet. Der Doktor sprach von 5 bis 10 Prozent Chance, ich habs doch nicht geglaubt! Katastrophale Nierenwerte. Und freudig überrascht war das ganze Tierarzt-Team, als Du einmal am Tropf anfingst zu essen.....

Wie froh waren wir, als wir Dich endlich nach sieben Tagen gefunden hatten. Wo hast Du die ganze Zeit gesteckt? Wir haben alles abgesucht, Menschen angesprochen, Zettel verteilt, bis eine nette Frau aus der näheren Umgebung sich meldete. Wir haben Dich heim getragen, Dir sofort einen Teller Lieblingsfutter hingestellt, aber Du wolltest nichts, nur Wasser. Warst Du eingesperrt gewesen, was ist in den sieben Tagen passiert?

Verzeih mir, dass ich Dich vorher täglich mit einer achtel Tablette Cortison belästigen musste. Du hattest doch diese schreckliche Maulwinkelentzündung, die nur mit diesem Medikament in Schach gehalten werden konnte. War es das? Habe ich Dich damit langsam aber sicher umgebracht?
Und es war gar nicht einfach, Dich täglich möglichst abends zu erwischen, Du warst so unabhängig, Du warst immer draussen, jeder Sonnenstrahl lockte Dich hinaus.

Bitte verzeih mir auch, dass ich Dich seinerzeit gar nicht unbedingt haben wollte, es war ja auch ziemlich schwierig, Dich in eine Gruppe von vier Katzen einzugliedern. Es hat aber gut geklappt, Du warst so eine friedliche Katzendame. Wir haben mit viel Freude mehr als zwei Jahre zusammen gelebt. Ich danke dir dafür.

Deine frühere Besitzerin hatte sich für ein betreutes Wohnen entschieden und Dich zurück gelassen, sie wusste, dass wir uns um Dich kümmerten.

Lotte wurde am 24.Juni 2010 nach totalem Nierenversagen eingeschläfert, sie war erst sieben Jahre alt.
Wir sind so entsetzt.
 
  • Unendliche Trauer um Lotte Beitrag #2
Hallo meine Liebe, genau so ist es mit meinem ersten Kätzchen gewesen.
Zehn Tage lang zwischen Hoffen und Bangen. Jeden Tag Spritze und Infusion.
Am elften Tag mußte mein Liebling eingeschläfert werden.
Ich fühle mit dir denn ich weiß wie es dir jetzt geht. Laß dich mal in den Arm nehmen.
Traurige aber auch ganz liebe Grüße Kathi.
 
  • Unendliche Trauer um Lotte Beitrag #3
genau das hab ich vor gut 8 Jahren mit meinem schwarzen Puma durchmachen müssen..
ich weiß wie du dich fühlst und kann nachvollziehen, wieviel Schuldgefühle du nun hast

Aber glaub mir du hast dich richtig entschieden. Es war schwer doch sie süsse Lotte muss nun nicht mehr leiden und es geht ihr nun besser.
Sie schaut zu dir von der Regenbogenbrücke aus, und wird auf dich warten bis ihr endlich und dann für immer vereint seit.
Fühl dich gedrückt

Liebe Lotte,
Komm gut über die Regenbogenbrücke und grüß mir meine geliebten Hunde Rocky und Teddy, meinen alten Kater Puma und meinen Vogel Tarzan.
Es geht dir nun besser

Liebe und traurige Grüße
Benvolio und Co
 
  • Unendliche Trauer um Lotte Beitrag #4
Liebe Lotte!

Hoffentlich gehts dir gut,da wo du jetzt bist und du hast viele Freunde zum Spielen,die tollsten Leckereien zum fressen und immer ein grünes,schattiges Pläztchen unter einem großen,alten Baum zum relaxen und die Seele baumeln lassen :)


Liebe Grüße..und viel Kraft von Kamiko
 
  • Unendliche Trauer um Lotte Beitrag #5
Ich bin sicher, dass dir deine Lotte schon längst alles verziehen hat,
mehr noch, dass sie wusste, dass das, was du getan hast, aus großer Liebe
geschehen ist und dass sie dir deshalb gar nichts verzeihen musste.

Deine Lotte hat gespürt, dass ihre Zeit gekommen war, sie hat dir
gezeigt, dass sie gehen wollte, aber sie hat auch gemerkt, dass sie
in deiner Nähe geborgen war, dass du mit deiner Liebe versucht hast,
sie doch noch zu retten und das leider Unmögliche zu schaffen, sie
wieder gesund zu machen.

Sie hat auch gespürt, dass du sie bis zum letzten Moment begleitet hast,
dass dir das schwer gefallen ist, aber dass du sie nicht allein lassen wolltest,
als es keine Rettung mehr gab, als nur noch die Erlösung helfen konnte.

Liebe Lotte, du hast jetzt keine Schmerzen mehr und kannst wieder
deine Freiheiten genießen. Gib auf dein Frauchen acht, du wirst ihr
kleiner Schutzengel sein und ihr manchmal freundlich zuschnurren.
 
  • Unendliche Trauer um Lotte Beitrag #6
Auch ich drück Dich mal ganz fest.
Traurige Grüße. Birgit
 
  • Unendliche Trauer um Lotte Beitrag #7
Ich danke Euch für Euren Trost und die lieben Worte. Mit den meisten anderen Menschen kann man ja nicht gross drüber sprechen, ein liebloses Wort des Bedauerns, das wars dann.

Das Schreckliche an dem ganzen Drama ist, dass wir nicht wissen, was in der einen Woche, in der Lotte verschwunden war, passiert ist. Vor ihrem Verschwinden war sie jedenfalls augenscheinlich gesund, hat gefressen, war nicht abgemagert, hat sich normal verhalten. Leider habe ich schon mehrere Katzen durch Niereninsuffizienz verloren, die Entwicklung der Krankheit war ganz anders, man hat es lange vorher gemerkt, dass was nicht stimmt.
Der Tierarzt meinte, es gibt tausend Möglichkeiten, warum sich so ein schnelles Versagen entwickelt, aber wir wüssten es gerne und dieses Nicht-Wissen ist sehr quälend.

Lotte hat ein schönes Grab im Garten bekommen, an einem ihrer Lieblingsplätze unter einem schattigen Baum @Kamiko. Ich spreche jetzt täglich mit ihr - meine Nachbarn sollen mich für verrückt halten.
Dank Euch fürs Zuhören und Grüsse!
 
  • Unendliche Trauer um Lotte Beitrag #8
Hallo,

ich habe heute vor 2 Wochen meine Maja auch wegen Nierenversagen einschläfern lassen müssen. Sie war erst 6 Jahre alt. :cry:

Bei Maja weiß ich es. Schwerer Katzenschnupfen als Kitten, das Virus greift leider auch die inneren Organe an und schädigt sie. Auch bei Maja ging es viel zu schnell.

Du hast Lotte erst im Erwachsenenalter bekommen, weißt also nicht, ob sie als Kitten jemals krank war.

Bitte versuche nicht alles zu ergründen oder gar nach dem Warum zu fragen. Nimm es, wie es ist, und es ist auf jeden Fall gut so. Denn mit Grübeln machst du dich nur selber kaputt.

Liebe Lotte, mach es gut und grüß mir meine Regenbogenfellchen.
 
  • Unendliche Trauer um Lotte Beitrag #9
Ich weiß wie es Dir geht, denn ich mußte 2 Tage vor Weihnachten meine Dusty einschläfern lassen. Sie war seit ca. 8 Montaten nierenkrank, zumindest wußten wir es seitdem. Sie war schon fast 16, aber es ändert nichts an dem Schmerz. Wir bekamen sie mit 11 Jahren aus dem Tierheim, leider wußten wir auch nicht wie es ihr vorher so ergangen ist, wir konnten es nur an ihrer krankhaften Angst sehen, dass es in ihrem ersten zuhause nicht so gut war. Die Entscheidung fiel uns schwer, aber als sie ihr Fressen und auch das Wasser ablehnte stand für mich fest, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen war. Es war total blöd, denn mein Mann mußte mit ihr alleine zum Tierarzt gehen, denn ich hatte an dem Tag eine Dienstreise die ich auch nicht mehr absagen konnte. Ich wollte der armen Mieze aber nicht noch einen Tag und eine Nacht Qualen zumuten. Ich habe mich an dem Tag auch total beschissen gefühlt, weil ich nicht bei ihr war, aber mein Mann war bis zum Schluss bei ihr und hat ihr beigestanden. Es wäre egoistisch gewesen, hätte ich noch länger gewartet.
Ich fühle mit Dir und wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit.

Simone
 
  • Unendliche Trauer um Lotte Beitrag #10
Hallo Engelstrompete,

mach Dir keine Vorwürfe. Das würde Lotte nicht wollen.
Du hast, was auch nachvollziehbar ist, alles menschenmögliche versucht, um sie zu retten.

Ich finde es schön, dass Du sie an ihrem Lieblingsplatz beerdigt hast. Und dass Du mit Ihr sprichst.
Ich würde es auch nicht anders machen. Lass' doch die Nachbarn denken, was sie wollen.

Es gibt halt immer noch Menschen, die die Truaer die wir um die Katzen / Tiere haben nicht verstehen können und wollen.

Sei auch von mir unbekannteweise gedrückt.

Traurige Grüße
Sonja
 
  • Unendliche Trauer um Lotte Beitrag #11
aus Erfahrung kann ich dir sagen, das ein akutes Nierenversagen auch sehr schnell passieren kann. Vor 8 Jahren habe ich einen 14 jährigen Kater einer nachbarin aufgenommen. den schwarzen Puma. Er sollte nur solange bei mir bleiben, bis der Umzug der Nachbarin vorrüber war und er wieder zu ihr konnte.
Puma war topfit für sein alter, hat gespielt und sich pudelwohl gefühlt. Ich kannte ihn schon seit er ein Baby war und er mich und so war die neue umgebung auch kein problem für ihn.

Nach guten 3 wochen ging es ganz schnell.
Dienstags abends war er etwas schläfriger als sonst. Mittwochs extrem anhänglich. Als ich mittags von der Arbeit kam, lag er auf der Couch und hatte untersich gemacht. Versuchte zu laufen um mich wie immer zu begrüßen, brach immer wieder zusammen und erbrach sich. Ich packte ihn und bin soofrt zu Tierklinig.
Diagnose: akutes Nierenversagen.
Am Abend hab ich ihn dann erlösen müssen.

Es war schrecklich und ich versteh was du gerade fühlst. Er schickte mir zwar einige Tage später meinen Tom, (ich glaube fest daran, das er mir Tom im Tierheim gezeigt hat, denn ich wollte niemals nie eine Tiger-katze haben), aber noch heute tut es weh wenn ich daran denke.
Du bist also nicht schuld an irgendetwas und auch die Woche wo Lotte weg war, sollte dir kein schlechtes Gewissen bereiten. Vielleicht hat sie gespürt das es zu ende geht und wollte alles noch mal sehen und sich vielleicht von "alten Freunden " verabschieden. Solch ein Gedanke ist sicherlich schöner als: Ihr verschwinden war vielleicht grund für die krankheit.

Und wenn deine Nachbar glauben du bist verrückt, dann sollen sie das auch tun. Sie haben dann einfach kein Verständnis. Rede mit Lotte wann immer dir danach ist und es wird dir besser gehen

Fühl dich gedrückt
 
  • Unendliche Trauer um Lotte Beitrag #12
Das war unsre liebe Lotte:
lotteo.jpg


Ich habe so wenige Bilder von ihr, ich wusste doch nicht, dass keine Zeit mehr war........

Nachdem Lottes Schwester zu unserer Katzenfamilie gehört, habe ich jetzt echt Angst, dass sie vielleicht auch krank wird.

Danke für Eure Beiträge, sie helfen mir sehr,
viele Grüsse
 
  • Unendliche Trauer um Lotte Beitrag #13
Jetzt mach dich bitte nicht weiter verrückt.
Warum soll das jetzt Lotti's Schwester auch passieren.
Klar bist Du jetzt über, über, über vorsichtig.
Aber dennoch, das ganze muss nicht nochmals passieren.

Sei lieb von mir gedrückt.
 
  • Unendliche Trauer um Lotte Beitrag #14
Wenn ich sowas lese kommen mir die Tränen. Habe in meinen 27. Lebensjahren auch die ein oder andere Katze verloren. Es ist so schlimm. Die Katze ist weg und kommt nie wieder. :(
Allein der Gedanke daran macht mich unendlich traurig.

Ich möchte nie mehr eine von meinen Katzen zu Grabe tragen. Warum können Katzen nicht immer leben??? Meine Katzen schenken mir mein Leben. Hoffentlich nehmen sie es mir auch nie.

Da müssen wir alle stark bleiben. Von den schönen Momenten zerren und stets die Erinnerungen beibehalten.

Ich wünsche Dir alles alles Gute. Lass den Kopf nicht hängen. Die Katze wird dich nie vergessen!!

Gruß mit Tränen in den Augen...
 
  • Unendliche Trauer um Lotte Beitrag #15
Nachdem Lottes Schwester zu unserer Katzenfamilie gehört, habe ich jetzt echt Angst, dass sie vielleicht auch krank wird.

Kann ich gut verstehen, ich beobachte die Katzerei derzeit auch mit Argusaugen. Aber - ganz ehrlich - wenn es passiert, dann können wir nichts dagegen tun.
 
  • Unendliche Trauer um Lotte Beitrag #16
Ach Ihr Lieben, ich danke Euch. Bitte entschuldigt, wenn ich noch mal nerve, es ist alles so schrecklich.
Eigentlich bin ich schon geübt im Verlieren von Katzen, mit Lotte sind es jetzt acht Katzen, die ich beerdigen musste.
Vielleicht wäre alles nicht so schlimm, wenn wir nicht erst am 6.Juni den Kater meines Mannes, den er in unserem Wochenendhaus fütterte, begraben mussten, überfahren, gerade mal vier Jahre alt.
Am 8.Juni verschwand Lotte, so hatte ich gar keine Zeit, um den Kater zu trauern.
Aber ein bisschen viel ist das alles in so kurzer Zeit.

Da müssen wir alle stark bleiben. Von den schönen Momenten zehren und stets die Erinnerungen beibehalten.
Ja, das dauert aber. 2002 starb mein allerallerliebster Carlo, auch unter tragischen Umständen, erst nach zwei Jahren gelang mir eine entspannte und dankbare Erinnerung. Es war ein neues kleines Kätzchen, das mich wieder zum lachen brachte.

Viele Grüsse
Kerstin
 
  • Unendliche Trauer um Lotte Beitrag #17
Engelstrompete, Du nervst nicht. Es tut doch gut, über die Trauer die einen bewegt zu sprechen. Zudem hilft es auch etwas.
Du weißt doch, dass es leider viele gibt, die unsere Trauer um den verlust eines geliebten Tieres nicht verstehen können.
Wir können Dich hier ALLE verstehen, denn einige hier haben alle schon einen Verlust durch machen müssen.
 
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