Ich beobachte Kimba ja schon 3 Jahre. 2 Jahre ihres Lebens war sie allein. Eigentlich gäbe es für sie nichts Schöneres, als Freigängerin zu sein. Geht aber hier nicht mehr, dann wäre sie gleich unterm Auto. Wir wohnen jetzt mitten in der Stadt. Somit hatte ich damals Enja zu ihr geholt, beschrieben wurde sie mir wie Kimba. Tja, mit der Zeit hat sich das Gegenteil heraus gestellt aber ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht.
Für ein Kitten hatte ich mich ja deswegen die ganze Zeit schon entschieden, eben weil es verspielt ist, genauso wie Kimba und ich dachte halt, gerade vor einem Kitten kann Kimba doch eigentlich keine Angst haben. Ich muss dazu sagen, als wir noch woanders wohnten, war Kimba kurze Zeit "kontrollierte" Freigängerin. Sprich: Sie durfte, wenn wir daheim waren, mal stundenweise hinters Haus. Dort war ein Waldstück aber es gingen auch sehr viele Leute mit ihren Hunden spazieren. Nachdem ich Kimba 3x von einem riesigen Baum mit einer Leiter befreien musste und sie dort mehrmals von Hunden unzuverlässiger Hundehalter gejagt wurde, stand für mich fest, sie bleibt drinnen. Es gab dort viele wildlebende Katzen, eigentlich hätte es so schön sein können. Da wir jedoch ohnehin dort nicht länger wohnen bleiben wollten (wegen schlechter Nachbarschaft), habe ich sie dann von heute auf morgen "einsperren" müssen.
Mich von Kimba zu trennen, damit würde ein Teil von mir sterben, das kommt für mich absolut nicht in Frage. Ich habe sie damals viel zu früh mit 6 Wochen zu uns geholt, aber erstens kannte ich mich damals noch nicht so mit Katzen aus und zweitens war sie aus schlechter Haltung und wäre anderes heute entweder zigfache Mama oder aber würde nicht mehr leben.
Ich hatte damals noch 4 Kaninchen und da war mir eine weitere Katze einfach zu viel. Heute ärgere ich mich, dass wir nicht gleich noch ihren Bruder aufgenommen haben, denn kurze Zeit später schon schleppten ihn die Kinder besagter Familie ins Dorf, wo er überfahren wurde.
Unsere Wohnung ist wirklich katzengerecht eingerichtet: Der Balkon ist vernetzt, wir haben 2 Kratzbäume, viele Kuschelplätze und Höhlen und beschäftigen uns auch mit den Fellis. Ich bin (momentan leider) ganztägig daheim, somit sind die Miezen bzw. Kimba auch nicht allein. Höchstens mal, wenn ich zum Einkaufen fahre.
Dennoch merke ich, dass Kimba Enja sucht. Sie hat ja die ganze Zeit schon immer gemeckert, weil ihr so langweilig war, aber jetzt ist es noch viel schlimmer geworden. Ich weiß einfach nicht mehr weiter, möchte sie ungerne alleine lassen. Denn was nutzt es, wenn ich da bin, sie hat doch keine kätzische Unterhaltung.