Beim Gehen sahen ihre Hinterbeine und ihre Hüfte schon immer etwas steif aus. Aber in den letzten Monaten hat sich ihr Gehverhalten stark verschlechtert. Sie humpelt stark und dreht ein Hinterbein beim Gehen ein. Außerdem wirkt ihr Gang hinten "gestelzt". Daher geht sie eher selten, sondern "hoppelt" lieber, wenn sie sich fortbewegt.
Kann es sein, dass dieser "Schub" darauf beruht, dass sie vor ca. sieben Jahren mal angefahren wurde? Kann es daran liegen, dass die Knochen damals nicht ordentlich wieder zusammengewachsen sind? Sie war damals auf jeden Fall in tierärztlicher Behandlung. Ich kenne aber weder die Diagnose noch den Behandlungsverlauf.
Naja, wenn das Tier sich schon von Anfang an "steif" bewegte, wäre damals ein guter Zeitpunkt gewesen zum Tierarzt zu gehen und das richten zu lassen.
Ist die einzige Möglichkeit die Gabe von Schmerzmitteln? Oder könnte auch so eine Art "Krankengymnastik" helfen?
Ich würde mich über Antworten freuen, die mir mit ihren Erfahrungen oder Kenntnissen weiterhelfen können. Es tut mir wirklich im Herzen weh, sie so humpeln zu sehen.
Wenn es meine Katze wäre, ist das ein Zeitpunkt an dem ich mich entscheiden muss und im Sinne des Tieres denken muss.
Wenn ich ihm Schmerzmittel gebe, dann tut ihm die Stelle sicher nicht so weh - sofern sie denn jetzt wehtut, was niemand weiß. Aber Katzen wissen nicht, dass sie Stellen, die verletzt sind nicht voll belasten dürfen, nur weil sie nicht mehr weh tun.
Nach 7 Jahren Steifheit tust Du dem Tier nun keinen Gefallen mehr mit Behandlungen. Sie sind womöglich gar nicht mehr möglich, weil sich mittlerweile Gelenke verwachsen haben und gar nicht mehr funktionieren werden.
Es kann gut sein, dass Du mit jeder Gegenmaßnahme dem Tier nur größere Schmerzen zufügst als die "Behinderung" jetzt schmerzt.
In der Tierwelt funktioniert das auch ganz anders mit den Schmerzen. Es gehört zum Überlebnskampf dazu, Schmerzen nur solange zu empfinden bis die Heilung eintritt oder abgeschlossen ist. Gibt es keine Heilung, dann lassen die Schmerzen mit der Zeit nach und das Tier "findet sich damit ab".
Für den Menschen sieht es nach einem leidenden Tier aus, wenn es sich nicht richtig bewegen kann, aber das ist nicht immer richtig. Viel mehr geht es darum zu erkennen ob das Tier noch "Lebensfreude" verspürt oder einfach nur noch so vor sich hin vegetiert.
Wenn das Tier keine Lebensfreude mehr hat, halte ich es für den besten Schritt es einschläfern zu lassen.
... wie gesagt, immer aus Sicht des Tieres. Dass Menschen es oftmals nicht übers Herz bringen ihr "Familienmitglied" in die andere Welt zu "entlassen", ist ein anderes Ding ... aber hey, bitte denkt im Sinne des Tieres dabei und stellt Eure eigenen Gefühle ein Stückchen zurück.
Nur meine Meinung ...
... ich werde es auch so machen, das Tier wird nicht von Tierarzt zu Tierarzt getragen, wenn die Hoffnung auf die "Rückkehr der Lebensfreude " eher aussichtslos ist.
Gruß, Frank