Liebe Inge, so sehr ich deine Meinung und dein Wissen in anderen Bereichen schätze; hier bin ich nicht deiner Meinung, und ich finde es von dir unfair, Katzenbesitzern, die ihre Katze nicht in der Wohnung halten, Verantwortungslosigkeit zu unterstellen.
Katzenbesitzer, die einer Katze, die es noch nicht gewohnt ist, Freilauf angewöhnen, handeln unverantwortlich - das ist einfach so. Auch wenn es hier einige gibt, die die Menge an Gefahren partout nicht begreifen wollen - was auch immer deren Gründe dafür sein mögen - ändern das nichts an der Realität. Man kann versuchen sie zu ignorieren, aber das wird an ihr nichts ändern!
Das ist genau das was ich meine - lass doch bitte jedem seinen Standpunkt - niemand wird dich verurteilen weil du deine Katzen nicht raus lässt, aus Angst um sie! Ich finde es verständlich, und kann das akzeptieren, aber trotzdem bin ich persönlich anderer Meinung und zwinge sie nicht jedem auf.
Die Gefahren sind da - es ist und bleibt keine Frage des Standpunktes und der Meinung. Sie sind da! Ob Du sie wahrhaben willst oder nicht!
Das ist die Sache mit der Statistik. Rauchen senkt die Lebenserwartung um X Jahre. Trotzdem rauchen ewig viele Leute. Das Leben an sich ist gefährlich, Sport ist gefährlich, Autofahren, Fliegen... Trotzdem verzichtet man nicht auf alles, das statistisch gesehen, das Leben verkürzt.
Und weil es immer noch Raucher gibt, ist das ein Argument, das Leben der Katzen ebenfalls zu gefährden? Weil es immer Menschen geben wird, die ihre eigene Gesundheit auf's Spiel setzen, darf man weiterhin auch das Leben der Katzen auf's Spiel setzen?
Eine Katze, die Freigang hat, wird ja nicht zwangsläufig früher sterben.
Wie soll man sich im übrigen eine "um das 5 bis 8-fache gesenkte Lebenserwartung" vorstellen? :?:
Ganz einfach: Eine in der Wohnung (und gesichtertem Freilauf) gehaltene Katez wird im Durchschnitt 15 Jahre alt, einige älter, andere sterben früher, es ist ein
Durchschnittswert. Freilaufkatzen haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von 2 Jahren. Einige werden davon 15 oder sogar 20, die meisten jedoch nicht mal ein Jahr. Wenn Du die 15-jährige nimmst und durch die durchschnittliche Lebenserwartung von 2 teilst, wirst Du feststellen, daß auf diese eine "alte" in etwa 7 andere kommen, die nicht mal ein Jahr alt wurden.
Leben und leben lassen...
Nichts anderes will ich: Gebt den Katzen eine Chance zu leben!
@Silke
Mit Wohnungshaltung allein ist es natürlich nicht getan. Schafft man sich ein Tier an, egal welches, muß man sich auch darüber Gedanken mache, wie dieses Tier glücklich leben kann. Dazu gehört bei einer Katze vor allem, daß sie sich artgerecht beschäftigen kann. Die einen machen die Tür auf und sehen damit ihre Aufgabe als erledigt an. Andere machen sich da wirklich Gedanken. Es gibt genügend Möglichkeiten, den Katzen Spaß am Leben zu bieten, ohne ihr Leben zu gefährden. Ein Kumpel, interaktives Spielzeug, Kratz- und Klettermöglichkeiten, Abwechslung, usw usw. Wer Balkon oder Garten hat, kann diesen ausbruchsicher einzäunen, das macht dem Besitzer die Gestaltung der Beschäftigung einfacher, weil sich hier das eine oder andere von selbst ergibt.
Neurotisches Verhalten hat seine Ursache im Besitzer, nicht in der Haltungsform!
Dem Felix wär' mit einem Kumpel sicher weit mehr gedient als mit Freilauf!
Wenn bei Euch bisher nichts passiert ist, dann ist das schön und Ihr habt Glück gehabt. Aber auch eine Spielstraße ist kein Garant für Unfallfreiheit - immerhin wurden auch schon Katzen auf Auffahrten überfahren ...
@Balou
Klar gäb's die Hälfte der Probleme bei Freilauf nicht mehr, weil mindestens die Hälfte der Katzen dann schon tot wären ... Ist halt Deine Art Probleme zu lösen ... Jeder hat da seinen eigenen Weg ... :twisted:
@bmk
Hmm, eigenartig, meine Katzen sind auch drinnen glücklich, nicht nur im Garten ... :lol: :lol:
Gruß, Inge