Ich verstehe sicherlich deine Sicht, zumal ich selbst Freigang gebe.
Nur mal als Beispiel:
Mein Kater Schröder war der Sohn einer verwilderten hauskatze, die bei einer Privatperson unterkam, die sich um viele wilde Katzen kümmert... dort ist tags und nachts, sommer wie winters die balkontür auf, damit sie immer rein udn raus können. die mama von schröder war ganz zahm, hat ihre babys jedoch mit 8 wochen einzeln für je 2-3 Tage verschleppt. Ergo kannte schröder den Freigang von Kitten-Beinen an.und hat somit auch früh gefahren kennen gelernt.. er war bei mir immer viel draußen, im sommer hab ich ihn meistens nur kurz gesehen...
dennoch wurde er imMärz überfahren.
Und das in einer verkehrsberuhigten Seitenstraße im Dorf.
Ich sage mir auch heute noch: er wurde nur 2,5 Jahre alt, aber er hatte ein glückliches Leben nach seinem Geschmack.
Als Gegenbeispiel:
Eine Freund von mir hat 3 Katzen, Wohnungshaltung, gesicherter Balkon.
Die Miezen kennen den Freigang nicht und machen mMn auch nicht den Eindruck, dass sie etwas vermissen. Die wohnung ist derart katzengerecht mit möglichkeiten in alle 3 Dimensionen, wundervoller catwalk und viel beschäftigung. Deshalb sind diese Katzen nicht unglücklicher als Freigänger.
Und die TE hat eine große Dachterrasse die sicherlich mehr als ein Balkon ist, und die mit ein bisschen Arbeit und Fantasie zu einem wundervollen Außen"gehege" werden kann. Es ist ja kein Gehege, sondern mehr die luftige grüne und aufregendere Erweiterung der Wohnung, mit Kartz und Klettermöglichkeiten und mit der Möglichkeit, die Katzen so zu beschäftigen udn ihren Jagdtrieb zu fördern, dass es annähernd wie Freigang ist.
Bei uns im Dorf am anderen Ende sind bereits 2 Katzen angeschossen worden, eine hat es nciht überlebt, die andere hatte einen langen Genesungsprozess.