hallo zusammen
habe mich eben schon vorgestellt und möchte hier nun meinen kater etwas genauer beschreiben. denn meiner meinung nach ist das, was neulich diagnostizerit wurde, vielleicht doch nicht alles?!
aber von vorn.
vor ca. vier wochen hatte
harlekin, neun jahre und kastriert (bis dato galt er als gesund und war bis auf allgemeine schreckhaftigkeit und häufiges kopfschütteln ohne erkennbare ursache ein unauffälliger, lebhafter und lebensfroher kater) einen anfall: er torkelte aus heiterem himmel nach rechts, seine pupillen waren geweitet, seine augen gingen immer von links nach rechts (
nystagmus). das ganze dauerte ca. fünf minuten, dann war alles normal. wir haben ihn aber sofort "eingetütet" und sind zum tierarzt gefahren.
dieser konnte nichts feststellen. verdacht auf mittelohrentzüdung (weil ich natürlich wieder, wie so oft schon, das schütteln seines köpfchens erwähnt hatte), weil ein trommelfell auch den hauch einer auffälligkeit aufweiste. kopf wurde geröntgt, ohne befund. es wurden auf verdacht antibiotika gegeben.
wieder zuhause wurde er extrem anhänglich und entwickelte ein leises röcheln. plötzlich hatte er nachts hustenkrämpfe und beim atmen war ein leichtes rasseln zu hören. rasend schnell verschlimmerte sich sein zustand und er atmete stoßweise und sehr laut rasselnd. das alles innerhalb von ca. vier bis fünf stunden.... ab in die tierklinik - lungenödem. der kleine lag auf leben und tod. ich fand mich schon fast damit ab, ihn einschläfern lassen zu müssen, weil die ärztin ihm keine gute chance ausmalte, eben auch aufgrund des neurologischen ausfalls zuvor.
aber
harlekin wollte leben! es ging ihm in der folgenden nacht, die er in der tierklinik verbrachte, zunehmend besser. er wurde am tag drauf geröntgt: sichtbar wurde ein deutlich vergrößertes herz und halt noch wasser in der lunge. rein akustisch war es aber deutlich besser und die atmung war wieder normal, so dass wir ihn wieder nach hause nehmen konnten. empfohlen wurde uns ein großes blutbild, was ich aber leider nicht bezahlen konnte.
tabletten zur entwässerung (dimazon) nahm er danach für fast 14 tage. kontrolluntersuchung zeigte, dass er kein wasser mehr in der lunge hatte. für`s herz bekommt er nun täglich 2,5mg fortekor.
er war dann eigentlich wieder ganz der alte im vergleich zu den nächten, als ich wirklich dachte, jetzt sei es aus.... er miaute wieder (er ist ein echtes plappermaul!) - wenn er nicht ständig maunzt, stimmt was nicht

er spielt wieder und rennt auch wieder durch die bude! ABER.....
leider beobachte ich auch seit einiger zeit, dass sein fell irgendwie struppiger geworden ist. normalerweise hat er schön glatt anliegendes fell. nun steht es oft so ab, als hätte er eine deuergänsehaut! er ist zunehmend ängstlicher geworden (war immer schon skeptisch bei fremden geräuschen im hausflur oder bei besuch), schreckt sehr oft grundlos hoch. ich schiebe das auf ein tierarzt-trauma... er mag tierarztbesuche ohnehin schon nicht, und diesmal musste er ja noch dort bleiben.... denke das hat ihm ziemlich zugesetzt, er ist SEHR sensibel! nach dem aufenthalt dort hat er auch vermehrt erbrochen, was nun aber wieder normal ist.
hier mal ein bild von seinem fell. es ist nicht stumpf, sondern glänzend, steht aber manchmal so sehr ab wie hier zu sehen:
abgesehen davon kommt es mir so vor, als wäre er sehr berührungsempfindlich geworden, gerade auf dem rücken. sein fell zuckt dann auch immer so komisch...
was mir noch aufgefallen ist:
er rennt nach seinem toilettengang neuerdings aus dem klo, als sei er von seinem katzensand angegriffen worden

zum zuscharren geht er erst viel später wieder hinein. er flüchtet nach dem koten und piseln regelrecht. manchmal rennt er auch einfach so von raum zu raum, als sei er von flöhen befallen oder so.... dann leckt er sich auch immer das fell....
habe schon das netz durchsucht und bin auf dieses rolling-skin syndrom aufmerksam geworden. die symptome würden größtenteils passen.... allerdings ist er zu jeder zeit ansprechbar und beißt sich auch nicht oder leckt sich wund dabei.
weiß jemand, wie man eindeutig diese feline hyperästhesie diagnostizieren kann?
würmer hat er definitiv nicht, haben ihn gerad erst entwurmt. er ist kein freigänger und hat auch keinerlei gifte hier aufgenommen, haben keine giftigen pflanzen hier. welche untersuchungen wird der tierarzt empfehlen?
ich weiß, schlau macht nur der ganz zu selbigen, jedoch -so hart es klingt- kann ich mir gerad nen tierarzt nicht leisten. ich bin z.zt. arbeitslos und auf hartz4-niveau (aufstocker), hoffe, dass sich das bald ändert. die ganze aktion mit
harlekin zuvor hat mich bereits sehr viel geld gekostet (370,-€) und die tabletten muss ich auch bald wieder haben.... da hier kein akuter notfall vorliegt, muss ich das noch schieben. würde gerne wissen, was an kosten auf mich zukommen kann...
wichtig wäre noch zu erwähnen, dass
harlekin sich davon abgesehen normal verhält. er plappert, spielt, schmust..... er macht mir nicht den eindruck, als ob er schmerzen hätte. er trinkt und frisst normal viel und kot und urin setzt er normal ab, abgesehen von seinen fluchten anschließend....
kennt jemand diese symptome? ne idee, was das sein könnte? könnten auch nierenprobleme ursächlich sein?
danke euch schon mal für euren rat und grüße lieb aus dem ruhrpott,
jen