• Wenn dein Tier krank ist oder erscheint, suche bitte immer erst den Tierarzt auf, bevor du hier Rat und Hilfe suchst. Wir alle hier sind Laien, können und dürfen keinen Tierarzt ersetzen oder gar Ferndiagnosen stellen, das wäre unverantwortlich. Erst wenn du die Diagnose eines Tierarztes hast, kannst du hier nach Erfahrungen oder Tipps fragen, die du eventuell für deinen Tierarzt mitnehmen kannst. Bei der Suche nach einem Tierarzt, vor allem Notärzten in der Nacht oder am Wochenende, könnten wir aber behilflich sein.

chronische Blasenentzündung bei kastrierten Katern

Diskutiere chronische Blasenentzündung bei kastrierten Katern im Erkrankungen von Nieren und Harnwegen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo liebe Mit- Katzenbesitzer Ich muß mich hier mal melden weil ich nicht mehr weiter weiß. Mein Kater leidet an einer chronischen...
  • chronische Blasenentzündung bei kastrierten Katern Beitrag #1
R

Roro

Beiträge
225
Reaktionspunkte
0
Hallo liebe Mit- Katzenbesitzer

Ich muß mich hier mal melden weil ich nicht mehr weiter weiß.

Mein Kater leidet an einer chronischen Blasenentzündung, d.h er
setzt ständig Blut ab. Das geht nun schon seit Wochen/ Monaten.

Lt. Tierarzt und Tierklinik geht das vielen kastrierten Katern so, eine Ursache sei unbekannt.
Cortisongabe wirkte lediglich 3 Wochen, eine dauerhafte Verabreichung möchte ich natürlich vermeiden.
Homöopathische Behandlung hält auch nur einige Tage vor (bin selber klass. Homöopath).
Es scheint, als gebe es einen Auslöser den ich nicht kenne. Ich habe also keine Arbeitsthese.

Jetzt ist ja die offizielle Lehrmeinung nicht immer identisch mit der Realität.

Jetzt meine Frage: gibt es (inoffizielle) Infos / Vermutungen etc darüber, was die Ursache von Cystitiden bei kastrierten Katern ist ?

Hat Jemand eine Idee/ eine Info/ einen Link etc, der mir mehr Informationen bringt ?
Ist das ein Problem, daß sich mit der Ernährung ändern läßt ?
Mein Mitbewohner glaubt, in Zeiten in denen wir vermehrt Tütenfutter verabreicht haben, sei die Blutung vermehrt, bei größerem Anteil von Rohfütterung zurückgegangen.
Ich kann mir aber keinen Mechanismus vorstellen der dazu führen würde...

LG Rolf

PS: Kater ist medizinisch völlig abgecheckt. Kein Infekt o.ä. Tierarzt wies auf Stress als bekannte Ursache hin. Den hat mein Kater aber sicher nicht.

LG Rolf
 
  • chronische Blasenentzündung bei kastrierten Katern Beitrag #2
Hallo Rolf,

einen Link habe ich nicht.

Aber ich denke, dein Mitbewohner hat Recht. Bei Rohfütterung wird der Urin angesäuert und ist dann wohl im richtigen PH-Bereich.

Ich glaube, Struvit wurde schon ausgeschlossen?

Ich würde dir Folgendes raten: Führ Tagebuch über das Futter und den daraus resultierenden PH-Wert des Urins. Und auch, ob der Urin dann blutig war oder nicht. Zusätzlich natürlich, ob Medikamente gegeben wurden.

Ich kann mir gut vorstellen, dass die Blase deines Katers derzeit so gereizt ist, dass sie selbst auf geringfügige PH-Änderungen mit Blut reagiert.
 
  • chronische Blasenentzündung bei kastrierten Katern Beitrag #3
Liebe Eva,
danke für deinen Beitrag. Wir haben vor, probeweise den Roh-Anteil deutlich zu erhöhen und dann mal zu schauen.
Ob der Urin blutig ist, sehen wir natürlich sofort. Manchmal scheint er nur Blut abzusetzen, nicht-verdünnt mit Urin.
Aber das mit dem PH-Wert, wie kann man das messen ? Teststreifen besorgen bzw Lackmuspapier, und dann ?
Das Blut sehen wir, weil der Kater es in der Dusche absetzt. Aber den Urin abzufangen im Katzenklo ..?
Bei der Untersuchung war der PH-Wert normal. Aber das sagt ja nicht unbedingt was aus, es ist ja Nahrungsabhängig und eher eine Momentaufnahme.

Das mit dem Buchführen ist eine gute Idee. Über einen längeren Zeitraum bringt das sicher auch Erkenntnis.

Vielen Dank erstmal

LG Rolf
 
  • chronische Blasenentzündung bei kastrierten Katern Beitrag #4
Hallo Rolf!
Mein Kater hat dasselbe Problem. Ich war bei mehreren Tierärzten. Er bekam schon Unmengen Antibiotika in seinem Leben, einige Cortisonspritzen, ich musste ihm das Dosenfutter mit Wasser oder Brühe anreichern, dazu harntreibende Tropfen. Es wurde dadurch so schlimm, dass er quasi "auslief" wo er ging, stand und herumlag. Also habe ich das weggelassen. Dann bekam ich den Tip, Uropet zu verabreichen. Anfangs zeigte es Wirkung, dann ging es wieder los: Badewanne, Wäschekorb (auch auf die Wäsche), Waschbecken, Kartons...

Nach dem Umzug war ein neuer Tierarzt fällig. Ultraschall, Röntgen, nochmal Antibiotika & Cortison. Keine Blasensteine, kein Harngries, überhaupt keine organische Ursache feststellbar, auch nichts an den Zähnen (was auch sowas auslösen kann), lediglich Übergewicht nach Kastration. Ich habe das Futter umgestellt, RoyalCanin Urinary, allerdings Trockenfutter. Alle meine Katzen zeigen ein gutes Trinkverhalten, zudem wird der quälende Harndrang vermindert, das Wasserlassen brennt fürchterlich.
Zusätzlich verabreiche ich ein Schmerzmittel, das ich übers Futter träufle. Die ständige Unruhe durch das ständige "Müssen" (und die Schmerzen dabei) sind nämlich nicht so heilungsfördernd, wie immer angenommen wird.

Mein Kater ist ein Sensibelchen. Er war schon immer sehr schreckhaft, versucht seine Unsicherheit durch "Pseudo-Dominanz" dem anderen Kater gegenüber zu verstecken, ist sehr anhänglich und aufdringlich. Ich habe beobachtet, dass er sehr gestresst auf Veränderungen und neue Leute in seinem Umfeld reagiert (als Wohngemeinschaftskatze ist er nicht geeignet), ruhebedürftig ist.
Wenn ich zurückdenke, was vorgefallen war, als er das zum ersten Mal hatte, bis jetzt, als es nach Silvester wieder übelst losging, wird mir klar, wie sich der Infekt chronifiziert hat.

Mein Tierarzt hat ihm Fluoxetin, ein Antidepressivum verordnet. Es schlug an, aber ich hatte Probleme mit der Verabreichung. Ich muss dazusagen, es ist ein Human-Präparat mit Minzgeschmack, das er nicht nimmt, ich hab alles probiert. Erst als ich es mit Wasser auflöste und das Schmerzmittel dazumischte, was nicht mal einen ml ergab, zog ichs mit der Spritze auf und flößte es ihm ein. Das ging zum Schluss nicht kampflos über die Bühne, ich musste aufgeben. Aber es half!
Ich werde jetzt die Technik ausprobieren, die in meinem neuen Handbuch über Katzenkrankheiten beschrieben wird. Dann wird mein Katerchen wohl hoffentlich bald ausgeglichen und frei von somatoformen Störungen sein. Bis dahin halte ich den Infekt mit Pichi-Pichi-Kügelchen aus der Apotheke in Schach.

Das war jetzt ziemlich viel, aber vielleicht hilfts weiter!
Liebe Grüße und viel Erfolg, Faster_Pussycat
 
  • chronische Blasenentzündung bei kastrierten Katern Beitrag #5
Hallo Rolf,

ohne gesundheitliche Ursachen könnte es eine idiopathische Blasenentzündung sein, mein Talie ist ein Sensibelchen und leidet auch mitunter daran.

Ich habe gute Erfolge mit Cantharis gemacht, hast Du es damit einmal versucht?
 
  • chronische Blasenentzündung bei kastrierten Katern Beitrag #6
hallo russian,
Cantharis war das Erste, was ich für ihn repertorisiert hatte. Es führte aber nicht zur Ausheilung sondern hielt nur eine begrenzte Zeit an. Bei der letzten Gabe bekam er Prüfsymptome, d.h Symptome des homöopathischen Mittels.
Das ist ein Hinweis, daß Cantharis nur symptomatisch geholfen hat und nicht ursächlich.

Ich hab auch andere Mittel ausprobiert, ebenso das welches ich für sein Konstitutionsmittel halte. Alles nur zeitlich begrenzt gewirkt.
Zuletzt hatte ich keine Arbeitshypothese mehr.
(Es ist eine idiopathische Blasenentzündung, alles andere ist ja ausgeschlossen)

Jetzt bekommt er vom Tierarzt Zylkene, das soll gelassener machen ..
Ich werde es ihm über die theoretische Wirkzeit des Cortisons, welches er jetzt doch bekommen hat, hinaus verabreichen. Wenn alles gut bleibt wäre das ein Hinweis auf eine psychische Ursache. Dann muß ich weiter überlegen..

Danke dennoch für deinen Tip
LG Rolf

Hallo faster Pussycat
Ständiges Wasserlassen wie in deinem Beispiel beschrieben tut mein Kater nicht.
Er hat eher Harndrang, aber erfolglos. Manchmal kommt nur ein Tropfen reines Blut.
RK-Urinary bekommen meine Beiden auch, jedoch Feuchtfutter.
Trockenfutter wäre, egal welche Sorte, sicher fehl am Platz da meine Beiden absolut nichts trinken würden.
Ich kann leider keine Ursache, noch nicht mal irgendwelche Umstände finden, die auf eine psychische /Streß-Komponente hindeuten..

Meinst du mit „Pichi Pichi-Kügelchen“ homöopathische Mittel ?

Danke für deinen Beitrag
LG Rolf
 
  • chronische Blasenentzündung bei kastrierten Katern Beitrag #7
Hallo Rolf!

Als es richtig schlimm war, kam nur Blut und vereinzelt ein paar Tropfen Urin.

Mit dem Trinken ist es so eine Sache. Hast du den Wassernapf in Futternäge stehen? Wenn ja: Da musser wech! Am Besten stellt du mehrere Schälchen in der Wohnung auf, an Stellen, wo die Katzen ungestört trinken können.

Katzenklo-Faustregel: Eins pro Katze + 1 extra. Nicht nebeneinander aufgestellt und ohne Haube. Zudem sollten die Tiere sich nicht gegenseitig den Weg zum Klo blockieren.

Das können nämlich ebenfalls Stressoren sein, die nicht auffallen, aber sowas verheerendes auslösen können. Stress bei Katzen bemerkt man nicht so ohne Weiteres; auch ich habe die Erfahrung gemacht, dass Tierärzte sowas nicht in Betracht ziehen bzw. herunterspielen.

Pichi-Pichi ist homöopathisch und günstig zu haben, am Besten die Kügelchen unters Futter mischen.
Feliway für die Steckdose ist sehr empfehlenswert, 2-3 davon können zusätzlich begünstigend wirken.

Unterschätze mögliche Stress-Faktoren nicht! Wie gesagt, es fällt nicht wirklich auf, denn ich habe eine weitere Katze, die nicht zu einem solchen Verhalten neigt, mir dafür aber die Tapeten ruiniert. Auch das ist keine "Unart", die man einfach aberziehen kann, sondern eine Stress-Reaktion. Sowas chronifiziert schnell und ist unbedingt behandlungsbedürftig. Wenn es sein muss, auch mit Psychopharmaka.

Einmal eine solche Therapie durchgeführt, kann den Tieren viel Leid ersparen, das durch solche (ständig wiederauftretenden) Krankheiten verschlimmert wird - auch bei Tieren kann sich eine psychische Störung manifestieren.
Ich mache diese Erfahrung gerade selbst und habe meinen Tieren durch Unwissenheit und oberflächliche Tierärzte viel zugemutet. Das müssen wir jetzt alle "ausbaden", die Katzen mehr als ich und meine Geldbörse -.-

Liebe Grüße, Faster_Pussycat
 
  • chronische Blasenentzündung bei kastrierten Katern Beitrag #8
hallo Fasterpussycat,
ich glaube mit dem "mehr Trinken" hab ich alle Tips und Tricks ausprobiert die im Internet zu finden sind. Was bei mir wirkt: Die Soße des Feuchtfutters mit Wasser anreichern- wird gerne getrunken (noch bevor sie an das Feste gehen).
Ein Huhn kochen und das Kochwasser / die Brühe davon portionieren und einfrieren.
Wird sehr gerne getrunken, sind auch noch Fettaugen drin.

Ein extra bestellter Katzentrinkbrunnen wurde leider ignoriert....

Katzenklos gibt es 2Stück, für zwei Kater. Eines mehr ist vom Platz her nicht unterzubringen.
Beide sind in getrennten Räumen und immer zugänglich. Eines wird lieber angenommen, aber beide werden genutzt.


Ich unterschätze den Streß durchaus nicht, ich habe nur keine Idee worin er bestehen könnte. Jetzt warten wir mal ab ob die Situation gut bleibt unter Zylkene. Wäre dann ggf ein Hinweis, ob es sich um Streß handelt.

Danke für deine Worte
LG Rolf
 
Thema:

chronische Blasenentzündung bei kastrierten Katern

chronische Blasenentzündung bei kastrierten Katern - Ähnliche Themen

Garfield und Momo sind da - seitdem nur noch Kämpfe. Brauche dringend Hilfe: Jetzt sind die zwei also endlich da! Unglaublich, wie ich mich gefreut habe =) Mein Freund und ich haben seit letztem Do zwei kastrierte Kater...
Blutabsetzen beim Kater II: Hallo miteinander, mein gleichnamiger Thread von vor einiger Zeit hat eine Fortsetzung und ich habe wieder die Frage nach Ideen /Tips...
Chronische Blasenentzündung: N'abend zusammen...!! Also, das Problem sieht wie folgt aus...: Bei uns zu Hause wuselt nicht nur die kleine Halbperser-Dame Shiva rum, sondern...
Chronische Blasenentzündung: Hallo Zusammen, ich habe gerade das Katzenforum entdeckt und auch schon reichlich rumgestöbert. Auch unser Kater Tico hat Harnwegsprobleme...
Oben Unten