Hallo zusammen!
Erstmal eine kleine Historie unserer beiden Süßen Freigänger (Garten mit viel viel grüner Natur nach hinten raus):
Im Frühjahr 2008 bekamen wir erst unsere Katze Bella von Bekannten (geboren im Februar 2008, den Tag wissen wir leider nicht genau) und etwa 2 Monate später dachten wir es wäre gut, direkt am Anfang noch einen Hauspartner dazuzugesellen... Kater Felix vom Tierschutzverband (geboren im April 2008.). Beide in etwa 2 Monate auseinander. Hatten uns dort nach Rücksprache mit den Mitarbeitern für einen Kater entschieden, weil es möglicherweise mit gemischtem Geschlecht besser klappen könnte. Soweit so gut.
Als Felix kam, war Bella mit ihren 2 Monaten "Vorsprung" körperlich schon gut doppelt so groß wie Felix, den sie erstmal gebührend "empfing"! Er verkroch sich in den äußersten Ecken und war total verängstigt.
Das gab sich allerdings relativ schnell und die beiden schienen sich anzufreunden.
Sie haben zwar nicht ständig und ausgiebig miteinander gespielt, aber Annäherung fand statt bis hin zu durchaus häufiger zusammenliegen und schlafen, teils sogar dicht aneinander geschmiegt.
Das hat sich dann mit der Zeit immer mehr erübrigt, so dann die beiden ihre eigenen Charaktäre mehr und mehr entwickelten und er dann auch ziemlich schnell wesentlich massiver und leicht größer als sie heranwuchs.
Seit vielleicht 1 1/2 Jahren ist die Situation mehr oder minder so: Die beiden leben quasi nebeneinander zu Hause, draußen sowieso getrennte Wege (da sie niemals zusammen raus oder rein gehen). Felix hat sehr häufig seine "5 Minuten" und springt sie so mir-nichts-dir-nichts out of the blue an. Attackiert sie richtig. Da bis jetzt zum Glück kein Blut geflossen ist oder sie sich so verbissen hätten, daß man sie kaum trennen könnte, machen wir uns da noch keine allzu großen Gedanken bei. Bella kämpft aber auch nicht großartig zurück, sondern versucht sich ihm durch verkriechen z.B. unters Bett zu entziehen. Es wirkt zwar irgendwie wie ein Spiel seinerseits – für den Zuschauer manchmal ein sehr brutales – aber eben ein sehr einseitiges. Offensichtliches Revierverhalten möchte man annehmen. Aktueller Stand seit längerer Zeit ist nun, daß sie sein Vorbeikommen an ihr IMMER mit einem profilaktischen Abwehr-Knurren quittiert. Funktioniert manchmal, wenn er scheinbar keine Lust hat auf kämpfen, aber wenn er will, dann greift er sie auch an.
Wir stellen uns natürlich die Frage, ob dies nun die gängige Erwartungshaltung für die Zukunft ist und inwiefern Bella darunter leidet?
Sie kann einem manchmal schon leid tun, zumal sie ja eigentlich damals "zuerst" da war und man ihr den Felix einfach vor die Nase gesetzt hat...
Wir lieben die beiden Süßen abgöttisch und möchten uns gar nicht vorstellen, einen von beiden weggeben zu müssen!
Aber wir wollen natürlich auch nicht, daß einer der beiden "unglücklich" ist.
Ich weiß, man interpretiert als Mensch wahrscheinlich einfach zuviel darein und versucht Katzenlogik mit Menschenlogik zu vergleichen.
Es gibt natürlich viele Facetten im Leben der beiden miteinander, die hier den Rahmen sprengen würden.
Nur eines als Beispiel, was auch ganz ganz selten mal vorkommt: Es kann durchaus sein, daß er sich ihr nähert (z.B. wenn sie grad ißt oder einfach irgendwo liegt), er an ihr rumschnuppert, ohne daß sie gleich anfängt zu knurren oder er danach angreift. Grad eben auch eine absoulte Seltenheit... sie kommen in der Küche aufeinander zu und schnuppern sich kurz gegenseitig Schnauze an Schnauze um dann wieder voneinander abzulassen. Das paßt dann wiederum absolut so gar nicht zu dem wie oben beschrieben häufigsten Tagesgeschehen der beiden... :-/
Beide sind übrigens kastriert bzw. sterilisiert.
Vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen und/oder auch gute Ideen diesbezüglich...
Viele Grüße