Hallöchen, bin neu hier

Vor ungefähr 2 Monaten ist mein 5-jähriger Kater gestorben

Es war alles normal bis zu einem Tag an dem er morgens paar Stunden in der eisigen Kälte saß.
Danach fing er an zu humpeln und konnte nicht mehr auf die Toilette gehen. Eines Abends hat er regelrecht gekreischt, so schlimm, dass meine Mutter morgens um 3 Uhr den Tierarzt angerufen hat.
Danach ging alles sehr schnell. Sein Zustand hat sich immer mehr verschlechtert, am Ende sind wir zu einer Tierklinik gefahren, er hat schon so komisch geatmet, die Tierärztin wollte ihn dann über Nacht behalten und wir sollten ihn am nächsten Tag abholen aber sie meinte auch, dass sein Zustand so schlimm ist, dass er auch sterben könnte. Aber ich dachte, das packt mein Kleiner schon, er ist doch ein so tapferer Kämpfer und noch jung. Ich hab ihn einmal über den Kopf gestreichelt und "bis morgen dann" gesagt. Zuhause klingelte dann irgendwann das Telefon. Meine Mutter nahm ab und ich hörte sie sagen "Er hats nicht geschafft?", ich hab so einen Schock bekommen, ich hab sogar einen kleinen Zusammenbruch gehabt.
Naja, ich habs irgendwann aufgegeben mir Vorwürfe zu machen wie "wäre ich doch nur sofort zur Tierklinik gefahren, hätte ich doch nur mehr getan". Nein, mit dem hab ich abgeschlossen.
Was mich richtig fertig macht ist, dass ich nicht dabei war als er gestorben ist. Das ich ihn nicht gestreichelt hab als er gegangen ist. Das eine fremde Frau (Tierarzthelferin) neben ihm saß und ihn streichelte. Ich hab immer das Gefühl, er denkt, dass ich ihn zum Sterben abgegeben habe und dann gegangen bin. Aber ich dachte, ihm wird geholfen, er kommt wieder auf die Beine, ich hole ihn am nächsten Tag wieder ab. Aber stattdessen hab ich ihn da abgegeben und er musste dort alleine sein und kannte dort keinen.:sad: Genau das macht mich fertig und ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll

Ich weiß nicht, was ich eigentlich von euren Antworten erwarte, ich denke, ich wollte das alles nur einmal niederschreiben.
Viele Grüße

Me94