Hallo zusammen,
ich scheine mit meinem Problem ja ziehmlich viel aufgewirbelt zu haben. Bevor jemand denkt, ich würde meine Katzen leichtfertig abgeben wollen, möchte ich kurz mal etwas weiter ausholen. Ich wohne seit 12 Jahren in einem Reiheneckhaus mit 4 Stockwerken, genug Platz für Katzen denke ich. Wir hatten in den ersten Jahren immer Pech mit unseren Katzen, egal ob schon etwas älter oder ganz jung zu uns gekommen, wurden alle innerhalb von wenigen Monaten auf einer Ortsausgangsstraße überfahren. Obwohl die Straße ein Stückchen weg ist, hat sie nachts alle Katzen angezogen und die wenigen Autos die dort fahren, forderten schon sehr viele Katzenleben aus der ganzen Nachbarschaft. Nach der 5. überfahrenen Katze innerhalb von 4 Jahren haben wir beschlossen, nur noch reine Wohnungskatzen zu nehmen. So kamen erst Sissi und dann Nala zu uns. Sehr schnell stellte sich heraus, dass Nala die dumme Angewohnheit hat, das ganze Haus markieren zu müssen (es stinkt wirklich alles nach Pipi, Schulränzen, Teppiche, Möbel, Schuhe, Computer...). Seit Jahren sagen alle Leute zu mir, ich sollte mich von dieser neurotischen Katze trennen, doch wir hängen sehr an ihr und verzeihen ihr diverse sehr anstrengende Marotten, die ich hier nicht alle aufzählen möchte.
Wenn ich jetzt also sage, dass Tamino nicht einfach so wieder wegzugeben ist, liegt das auch daran, dass er immer in unserer Nähe ist und so intensiv an unserem Tagesablauf teilnimmt wie ich das eben von meinen zwei Damen nicht gewohnt bin und was mir die ganzen Jahre so gefehlt hat. Ich suche seit 30 Jahren nach einem Herzensbrecher wie Tamino. Er ist so ein Typ wie mein Lieblingskater, den ich mit 8 Jahren bekommen habe und der 18 Jahre lang mein ein und alles war.
Bitte haltet mich also nicht für herzlos, wenn ich erwäge mich von meinen Damen zu trennen, es wäre keine schöne Lösung. Aber noch schlimmer wäre es für mich und auch für meine Kinder uns von diesem ganz besonderen Kater wieder trennen zu müssen. Aber ganz ehrlich, ins Tierheim würde ich sie niemals geben, dann müßten wir eben unser Haus so aufteilen, dass jeder irgendwo ein Plätzchen hat.