Es sind nicht alle auf der Welt so grenzenlose Tierliebhaber wie viele von uns und es kommt aufs eigene Empfinden an, ob man sowas schlimm genug findet um zum Antwalt zu gehen oder nicht.
Ob UNS das passt oder nicht, er hat das ganze in die Wege geleitet, darüber so rumzudiskutieren ist schon fast nichtig.
Es gibt halt Menschen, die ein bisschen verbohrter sind... und ehrlich, würde ich keine Tiere leiden können, wäre ich da auch nicht so tolerant - vielleicht hat er schonmal richtig schlechte Erfahrungen mit Katzen gemacht oder mag den TE sowieso nicht, aus welchen Gründen auch immer.
Und bzgl. der Netze, die soll er an seinem Balkon anbringen?
Wenn dem so sei, würd ich auch dankend ablehnen - wieso sollte ich ein Netz anbringen, weil die Nachbarn Katzen haben die mir in die Wäsche pinkeln? Mein erster Gedanke dazu.
Warum sollte ich mir die Sicht mit Netzen versperren? Manche Leute fühlen sich auf gesicherten Balkon wie im "Knast"
Und ja, wenn es eine Möglichkeit gibt, mich auch als Sozialgeldempfänger rechtlich zu informieren und sogar abzusichern, wäre ich auch nicht davon abgeneigt - ein Hartz4-Empfänger lebt doch sowieso schon zu 100% aus der Steuerzahler-Tasche.. wer das so hinnehmen kann, als Empfänger, der hat auch keine Skrupel das ganze Paket in vollen Zügen auszunutzen.
Wenn der Vermieter nicht super gut mit dem TE kann, hat der TE meiner Meinung nach weiterhin den kürzeren gezogen und wird weichen müssen, um sich wieder in vollen Zügen wohl fühlen zu können.
Sehr schön geschrieben stimme ich 300 %zig zu
Bei diesem Punkt gehen die Meinungen wohl ziemlich auseinander.
Vorausgesetzt, es gab zwischen TE und Nachbar nicht schon zahlreiche Vorfällte bezüglich vollgemachter Wäsche, wovon abern icht die Rede ist:
Ich halte es auch für einen "Nichttierliebhaber" absolut daneben, wegen solch einer Geschichte einen Anwalt einzuschalten und dem Mitbewohner Fristen zu setzen. Ich bin selbst bei Gericht tätig und die Bevölkerung wundert sich immer über die Überlastung derselben. Warum wohl? Weil jede Menge Streithanseln und Korinthenkacker mit solchen Nichtigkeiten die Gerichte behelligen. Das wird bei diesem Zeitgenossen dann vermutlich auch der nächste Schritt sein. Den Anwalt darf dann auch wieder der Steuerzahler bezahlen. :roll:
Den ganzen Tag vor dem TV hängen und sich RTL2 und "Nachbarschaftskrieg" und so einen Mist anschauen....da kommt man schonmal auf die dollsten Ideen. Und den Anwalt gibts noch gratis! Super - da würge ich dem Nachbarn doch mal richtig einen rein. Kostenlos!
Man kann ruhig das volle "Sozialpaket" in Anspruch nehmen wurde oben gesagt...
Das ist ja das Problem....es wird dann auch von einigen "Bedürftigen" bei jedem Kinkerlitzchen in Anspruch genommen. Wenn einer ein wirkliches rechtliches Problem hat, soll er rechtlichen Beistand in Anspruch nehmen können -aber Hand aufs Herz: Ist hier EIN EINZIGER, der in solchem Fall auf eigene Kosten sofort einen Rechtsanwalt beauftragt hätte? Kostet normal rund 200 € sowas würde ich schätzen. Ich denke mal, eher nein.
Wir sind hier am Gericht mittlerweile dazu übergegangen, die Ansprüche auf Beratungshilfe knallhart zu prüfen und nur in wirklich notwendigen Fällen solche zu gewähren. Es artete dahingehend aus, dass einige "Kunden" hier mehrfach jährlich aufschlugen, um sich einen "Schein" für "ihren Anwalt" abzuholen. Mal ehrlich: Wer von den Mitgliedern hier hat mehrfach im Jahr den Bedarf auf rechtlichen Beistand eines Anwalts?(Familiensachen nach Scheidung usw da mal aussen vor).
Ich würde den Nachbarn auflaufen lassen. Soll er doch vor Gericht ziehen. Da müßte er erstmal beweisen, dass es die Katzen der TE waren. Vielleicht hat seine Klage ja auch wegen der mangelnden Beweise gar keine Aussicht auf Erfolg- dann gibst zur Abwechslung mal keine Prozeßkostenhilfe :twisted:
Vielleicht meinen jetzt einige, es sei nicht "politisch korrekt" was ich schreibe. Leider ist es aber oft so, dass die Realität auch nicht politisch korrekt ist - weil sich vermeintliche Vorurteile bestätigen.
Es gibt mit Sicherheit jede Menge Leute, die auf Sozialleistungen oder auch z.B. Beratungshilfe angewiesen sind. Weil sie alleinerziehend. gesundheitlich angeschlagen oder warum auch immer nicht in der Lage sind, Arbeitseinkommen in ausreichender Höhe zu erzielen. Da ist Unterstützung durch den Staat ausser Frage.
Und es gibt die anderen, die das "volle soziale Programm" dankend entgegen nehmen, obwohl sie in der Lage wären, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Und die haben dann viel Zeit, sich in der reichlich bemessenen Freizeit mit Nachbarn anzulegen oder sonstwie der Gesellschaft, die sie unterhält, auf den Nerv zu gehen.
Ich lerne genau die Sorte Leute beruflich sehr häufig kennen. Daher habe ich auch eine sehr "differenzierte" Einstellung zu ihnen. Wenn es da nicht viel zu viele gäbe, die bequem im sozialen Netz liegen und dies nicht müßten, stünden für die wirklich Bedürftigen - und damit auch für viele Kinder - wesentlich mehr Mittel zur Verfügung. Auch da mal drüber nachdenken.
Ich würde nochmal das Gespräch suchen und wenn er nicht gesprächsbereit ist, beliesse ich es dabei. Der Vermieter hat offenbar Tierhaltung erlaubt. Einen Beweis wegen der Wäsche hat er nicht, nur eine Vermutung.
Es müßte ja auch kein Katzennetz um den Balkon sein. Es gäbe vermutlich auch andere Lösungen - z.b. vielleicht eine Elektronetz aussenrum oder wie auch immer. Wo ein Wille ist, wäre auch ein für beide Seiten akzeptabler Weg.
So, wurde länger als ich dachte. Aber mir geht einfach der Hut hoch, wenn sich einer so a-sozial = nicht sozial zu seinen Mitmenschen verhält.
Schlussendlich würde ich auch mal gucken, ob er nicht hin und wieder in Arbeitsklamotten aus dem Haus zur Schwarzarbeit geht. Und wenn ja, mal anschauen, wohin er denn da geht :mrgreen: