Hallo,
als wir im Februar einen Partner für unseren Charly suchten, fiel unsere Wahl auf einen Kleinen Siamkater, die Halter waren sehr nett, der Kerl super süß, total offen für alles - er kannte Hunde, viel Radau, Kinder, Lärm und war absolut gut sozialisiert mit seinen 12 Wochen.
Ich verliebte mich sofort in den Kleinen und wir nahmen Ihn mit nach Hause... ich war verwundert, wie offen und locker er den ganzen Umzug aufnahm, ja er war sogar die erste Katze, die nicht vom Staubsauger wegrannte sondern HIN ging - ich war baff und total erfreut.
Direkt am Tag nach seinem Einzug fuhr ich zum Tierarzt mit Ihm, davon abgesehen dass ich das immer mache, fiel mir übeler Mundgeruch und grünlicher Ausfluss an den Augen auf, die TÄ sagte, er habe wohl einen leichten Katzenschnupfen und/oder Herpes und verabreichte ihm ein - durchaus teures - Antibiotikum.
Ich fuhr nach Hause und unterhielt mich mit einem befreundeten Züchter darüber, der mich eindringlichst vor dieser Krankheit warnte. Der besagte Kater wog mit 12 Wochen gute 500gr. - lt dem befr. Züchter müsse er fast das doppelte haben. Er gab dem Kater kaum eine Überlebenschance und machte mir klar, das diese Krankheit meine anderen Tiere und auch uns Menschen bedrohte wenn der Kleine bei uns bliebe. Er erzählte mir, das der Kleine sein Leben lang chronische Symptome behalten würde, wie z.B: Schnupfen - das wichtige Organe angegriffen würden und er ständig Medikamente brauchen würde.
Da ich so einen "harten Fall" schonmal durchgemacht habe und mir die Emotionale Achterbahn nicht nochmal antun wollte/konnte, brachte ich den Kleinen weinend zurück.
Daraufhin desinfizierte und reinigte ich alle Gegenstände, mit denen er in Berührung gekommen war, gründlich und hoffte, den Virus besiegt zu haben..
Pustekuchen, nur einige Tage später bekam der 1ste Kater auch Herpes - was mich wieder total aus der Bahn riss und meine Gefühlswelt heftig belastete.
Da ich nach dem Auszug des Kleinen (2ten) Katers täglich mehrmals das Maul des ersten Katers kontrollierte, konnte der Infekt schnell gefunden und bekämpft werden, seitdem sind wir Herpes-Frei *auf Holz klopf*
Alles im allem bin ich heute froh, so entschieden zu haben, denn immerhin laufen hier nun 3 Fellnasen (+ 1 Hund) rum, die ich damit gefährdet hätte - ich hätte nie eine dritte Katze genommen aus der Angst, er könnte sich auch infizieren.
Natürlich bin ich sozusagen vorbelastet, ich habe damals Kitten - die dem Tod näher als dem Leben waren - aufgenommen und aufgepeppelt, ich leide noch heute unter der darauf folgenden Trennung und möchte so einen Weg nicht nochmal gehen müssen - genau wie hier schon gesagt, wenn meine Tiere krank werden ist das was anderes, aber sich ein krankes zu holen...... nein.
Hoffe der Text ist nicht zu lang geworden und Du triffst die richtige Entscheidung,
Gruß Susanne