Hallo erstmal,
ich wende mich in diesem Forum an euch, erfahrene Katzenbesitzer, wie ich es glaubte einer zu sein, weil ich einfach keinen Ausweg mehr weiß.
Ich habe mir vor 3 Monaten eine kleine Katze als Zweitkatze aus dem Tierheim geholt. Emma war damals 5 Monate alt, aber noch sehr sehr klein. Im Tierheim wurde ich darauf hingewiesen, dass Emma eine krumme Wirbelsäule und chronischen Katzenschnupfen hat und auch so eine ellenlange Krankenakte vorwies. Da es zwischen mir und Emma Liebe auf den ersten Blick war, war es mir egal und ich ließ mich auf die Kleine ein.
Es war mir von vorne herein bewusst, dass diese Katze sehr viel Aufmerksamkeit und viele Tierarztbesuche benötigen würde. Zunächst machte Emma ihr Schnupfen immer mehr Sorgen. Nach vielen Besuchen beim Arzt, einer Antibiotikatherapie und einer Diät habe ich ihren Schnupfen nach einem Monat endlich in den Griff bekommen.
Doch das Glück hielt nicht lange an. Plötzlich hatte Emma über Nacht sehr starke Probleme beim Laufen bekommen. Sie konnte nicht mehr springen, sich kaum noch abstützen und hinkte durch die Wohnung. Der Tierarzt vermutete damals eine Gehirnerschütterung und nach drei Tagen hatte sich das Problem erledigt.
Nach weiteren 3 Wochen kam das Ganze aber wieder. Von einem Tag auf den anderen lief Emma sehr seltsam: Vornüber war sie gebückt, ihre Hinterpfoten spreizte sie beim Laufen auffällig weit auseinander. Beim Sitzen fiel auf, dass sie ihre Vorderpfoten stets überkreuzte. Zum springen und schnellen laufen war sie nicht mehr in der Lage. Teilweise zog sie sich an unseren Möbeln hoch, um dort oben zu schlafen. Wenn sie runterwollte, lies sie sich fallen, war aber nicht in der Lage sich abzufangen und flog mit viel Geschrei meist auf ihr Gesicht. Weiterhin fiel auf, dass sie sich "einlief": Während sie schlief und dann Aufstand, konnte sie sich kaum bewegen, nach einer Zeit ging es dann. Allgemein hat sie Schmerzen, wenn ihre Wirbelsäule einen falschen Winkel einnimmt. Das äußert sich durch Schreien.
Natürlich war ich mit der kleinen beim Tierarzt. Dieser gab ihr zunächst übliche Medikamente: Das Cortison Prednisolon und Metacam als Schmerzmittel. Leider wurde Emmas Zustand immer nur Vorübergehend besser, verschlechterte sich aber schnell wieder. Deshalb fuhr ich mit ihr in die Tierklinik, wo die kleine auf Herz und Nieren überprüft wurde. Sowohl das Röntgenbild, als auch das Blutbild, das ich erstellen lies, zeigten auf, dass es sich eigentlich um eine kerngesunde Katze handelt. Tierarzt und Tierklinik sind völlig ratlos, was die Kleine haben könnte.
Momentan bekommt sie weiterhin Metacam und Cortison, um die Schmerzen zu lindern. Aber das ist kein Dauerzustand für sie, da vor allem Metacam doch ein starkes Medikament ist. Setze ich die Medikamente ab, hat sie schnell wieder sehr starke Schmerzen und kann sich kaum bewegen.
Dazu ist zu sagen, dass die kleine nach wie vor isst wie ein Scheunendrescher: Sie selbst wiegt gerade Mal 2 Kg, verputzt aber jeden Tag ca. 400g Futter. Auch Stuhl/Urin sind völlig in Ordnung.
Ich und alle Fachärzte sind mit dem Latein am Ende. Die Kleine tut mir einfach nur Leid und ich würde ihr so gerne helfen, wenn ich nur wüsste wie. Es tut mir jeden Tag im Herzen weh, ihr diese starken Medikamente verabreichen zu müssen. Ich hoffe nun, dass es hier vielleicht jemanden gibt, dessen Katze ein ähnliches Krankheitsbild hat und mir den entscheidenden Tipp zur Hilfe für meine Emma geben kann.
P.S.: Emma ist jetzt 8 Monate alt und unkastriert (letzteres wegen ihres instabilen Gesundheitlichen Zustandes)