Ich seh's wie Tomas, das ist teils nicht nur lästig, sondern auch unverschämt, was manche Tierschützer über anderleute Privatleben wissen wollen. Es gibt Dinge, die gehen die nix an und die haben keinen Einfluss auf die Tierhalterqualitäten einer Person.
Manchmal frage ich mich: WOLLEN Tierheime ihre Tiere loswerden? Und ist jemand, der den Hund 6 Stunden täglich allein lässt, nicht immer noch besser als 24 Stunden täglich ein Zwinger und vielleicht 1, 2 Gassirunden? Und dann will halt jemand nur eine Einzelkatze - die Katze muss dessen Zeit dann wenigstens nicht mit 50 weiteren kranken, grantigen, gestörten, oder sonstwie unerträglichen Katzen und noch mal so viel Hunden teilen. Diese Tierheimleute müssen mal begreifen, dass auch ein nicht idealer Halter immer noch besser ist als ein Leben im Zwinger. Bitte wieviele Haushalte gibt es, wo rund um die Uhr jemand da ist, der gleichzeitig genug Geld für ein Tier hat?
Meine Mutter und ich waren 1996 im Bonner Tierheim für eine Spielkameradin für unseren damals 7 Monate alten tauben Norweger Felix. Wir wollten ein Kitten. Reaktion: "Waaaaaaaaas!? Neeeeeee von uns kriegen SIE aber sicher kein Kitten! Der große Kater zerfleischt das doch!" (das war der Wortlaut, ernsthaft). Ja scher dich doch dann zum Teufel mit deinen "Notfellen", die nicht zu haben sind... Sind wir zum Bonner Verein zum Schutz der Hauskatze gegangen und haben da ohne Geplärre ein wundervolles Kätzchen gekriegt und unser Felix liebte die Kleine über alles. Am 2. Tag hat er sie in seinen Armen vorm bösen Staubsauger beschützt und das Köpfchen geleckt. Voilà.
Der Gnadenhof vom selben Tierheim war kaum besser. Wir wollten einen Hund und meine Mutter fragte, was mal aus den Welpen wird (Größe, Rasse,..). "Na Hunde eben" war die motzige Antwort und schon waren wir mangels todernstem Ton disqualifiziert. Die im Hamburger Tierheim waren da viel netter, ich durfte sogar ne "Probefahrt" mit einem Hund machen.
Und dann wird gezetert, weil die Leute sich ihre Kitten selber züchten. Wundert's denn irgendwen? Im Tierheim kriegt man nix ohne Schikane und beim Züchter kostet es zwei Monatsmieten. Beides dolle Aussichten für Ottonormalverbraucher... Ich glaub, ich bekäme noch leichter ein Menschenkind bei einer asiatischen Adoptionsagentur, als eine Ratte in einem durchschnittlichen deutschen Tierheim.
Ein Tierheim in Belgien sagte mir mal was schönes, als ich anbot, ihr Schwein in Pflege zu nehmen: "Du musst kein Geld haben und dein Haus muss nicht aufgeräumt/sauber sein und du musst auch nicht immer da sein - solange es den Tieren gut geht". Ich hatte nämlich etwas verlegen gemeint, als Student sieht es bei mir sehr studentenwohnheimisch aus plus Hunde und Katzen und wenig Lust zum Aufräumen. Die schätzten noch das Essenzielle: Gute Absichten. Naja, zum Glück wurden sie den Eber anderweitig los :lol: