Hallo ihr,
heute schreibe ich leider schon wieder aus einem traurigen Anlass... Seit Mitte Januar haben wir ein neues Maine Coon-Katerchen namens Mikko (er ist jetzt ein halbes Jahr alt). Bisher war er im Großen und Ganzen auch fit, allerdings waren wir knapp einen Monat, nachdem wir ihn von der Züchterin geholt haben, schonmal beim
Tierarzt weil er merkwürdige "würgende" Geräusche gemacht hat, wenig gefressen hat und ziemlich starken Mundgeruch hatte- was der Arzt dann so wie wir in erster Linie auf den Zahnwechsel zurückgeführt hat; bei der Gelegenheit meinte er allerdings auch dass die Lymphknoten leicht geschwollen wären und der Kater wohl eine leichte Infektion hätte... daraufhin hat Mikko dann Antibiotika bekommen und sein Zustand hat sich wieder verbessert.
Er hatte dann vor ein paar Wochen auch nochmal sehr starken Durchfall, allerdings auch nur über einen kurzen Zeitraum; von daher dachten wir dass es von der Futterumstellung kam (Katerchen ist sehr extravagant, was sein Futter angeht

deshalb sind wir noch dabei, verschiedene Sorten auszuprobieren- außerdem hat er in dem Zeitraum vermehrt Nassfutter bekommen)
Aber heute morgen dann.... erstmal haben meine Eltern und ich ihn im ganzen Haus gesucht und dachten schon, er wäre versehentlich im Keller eingesperrt worden o.ä., da er nirgends zu sehen war- dabei ist er sonst immer der Allererste der vor seinem Freßnapf steht, sobald irgendjemand aufgestanden ist!
Es hat sich dann herausgestellt dass er in seiner Kratzbaumhöhle lag (da war er vorher noch nie drinnen....), sehr apathisch gewirkt hat, sich total heiß angefühlt hat und sonst auch generell einen ziemlich kranken Eindruck gemacht hat... Meine Eltern hatten beide Termine, ich hab also die Uni sausen lassen und bin mit ihm in die Tierklinik gefahren, nachdem ichs überhaupt erstmal geschafft hatte, ihn aus der Höhle rauszuholen... fressen oder trinken wollte er nix :-/
Naja, die Tierärztin hat ihn untersucht, waren über 41° Fieber und seine Atmung klang auch nicht gut, wurde also noch ein Röntgenbild gemacht und Blut abgenommen... Ergebnis bisher: ein sichtbarer Schatten auf der Lunge sowie stark angestiegene Leukos. Bin zwar Humanmedizinstudentin, aber bei Tieren ist das ebensowenig ein gutes Zeichen wie bei Menschen...
Ich musste ihn in der Klinik lassen, werd nachher anrufen ob das Fieber wenigstens zurückgegangen ist... und die Ergebnisse vom Bluttest sind voraussichtlich erst übermorgen da- die Ärztin hat den furchtbaren Verdacht geäußert, dass es
FIP sein könnte
Jetzt hab ich mich durch einiges Infomaterial zu
FIP gelesen und mir ist schon klar, dass man da mit einem voreiligen Verdacht seeehr vorsichtig sein sollte- aber andererseits passen die Symptome im Nachhinein gesehen...dass er allgemein so ein "schlechter Esser" ist und so eine empfindliche Verdauung hat, dass er für sein Alter und die Tatsache dass er ein Maine Coon ist, doch ziemlich schmächtig ist...dann noch die vorhin erwähnten Hustengeräusche...
Ich bin gerade echt fertig und kann momentan nur hoffen, dass das alles eine andere Ursache hat... und dann weiß ich auch nicht, wie ich mich gegenüber der Züchterin verhalten soll- wie gesagt, wir haben ihn erst seit knapp 3 Monaten und da er bisher noch nicht raus durfte und unsere einzige Katze ist, heißt das ja auch, dass sie uns im Endeffekt eine kranke Katze verkauft hat... immerhin müssten ihr oben erwähnte Symptome ja auch schon aufgefallen sein, als Mikko noch bei ihr war, und da müsste man doch zumindest mal nachhaken, wenn einem sowas auffällt...
Hat jemand schonmal Erfahrungen mit einem ähnlichen Fall gemacht...? Ich wäre echt dankbar, wenn mir jemand weiterhelfen könnte, bin gerade ziemlich ratlos... :-(