Hallo an alle,
ich weiß, ich habe mich schon sehr lange nicht mehr bei euch blicken lassen. Aber jetzt brauchen Pieps (13,5 Jahre) und ich wirklich eure Hilfe.
Meine Mutter rief mich an und erzählt, dass Pieps seit dem 11. Mai unkontrolliert mit einen oder beiden Hinterbeinen wegknickt. Sie hat einen sehr wackeligen Gang und meine Mutter berichtete mir, dass die Kleine sogar mehrmals vom Sofa „gefallen“ sei.
Dieses auffällige Verhalten wurde erst einmal beobachtet. Am Tag darauf ging es dann zum Tierarzt: Abtasten und Durchleuchten der Ohren ergaben keine Ergebnisse. Man hat ihr Blut (auch Nierenwerte, etc.) abgenommen und auch dort fand man keinen Hinweis - ganz im Gegenteil: ihre Blutwerte sind (für ihr Alter) top. Die Tierarzt tippt auf Ataxie (vermutlich ein Gehirntumor bzw. am Rückenmark) und hat ihr (ich bin mir hier nicht ganz sicher) Kortison gespritzt.
Am Samstag (14. Mai) hatte ich Zeit und bin zu meinen Eltern gefahren, um unsere Patientin mal in Augenschein zu nehmen. Laut meiner Mutter ist es etwas besser geworden, was wir auf die Spritze zurück führen.
Kaum war ich in der Wohnung, stand Pieps auch schon zittrig neben mir, um mich herzlich zu begrüßen. Also Treppe rasch runter schleichen (und wie ich später auch merkte funktioniert das gleiche Trepperauf auch gut) ist nicht das Problem. Sie wirkte selten verunsichert, da sie selber merkte, dass ihr das hintere Bein wegrutschte (auf den Fliesen). Ansonsten war ihr nichts anzumerken - munter, wie ich sie kenne.
Wenn Pieps lief, dann wirkte sie betrunken - sie neigte immer zur rechten Seite. Später beobachtete ich sie beim Fressen und sah, dass ihre beiden Hinterbeine nicht geschlossen nebeneinander standen, sondern sie saß auf dem einem und das andere hielt sie seitlich hinten.
Einmal schüttelte sie sich und lag dann plötzlich (mit allen vieren von sich) flach auf den Boden - sprang aber sofort wieder auf. Das Gleiche passierte, als sie mit einem Haps aus dem Katzenklo sprang...
Hoffe, dass meine Ausführungen verständlich sind und bitte um Hilfe. Habt ihr eine andere Diagnose, auf die ich meinen Tierarzt anweisen kann? Habt ihr Erfahrungen?
Auf anderen Seiten habe ich mich etwas über Ataxie angelesen. Meist erkranken Katzen schon im Mutterleib. Von Fällen, in denen das später eintritt, habe ich kaum was finden können. Besteht Ataxie von Anfang an, dann verharrt diese Krankheit auf dem Punkt. Tritt es im Laufe des Lebens auf, dann gilt es abzuwarten und zu hoffen, dass es nicht schlimmer wird... oh man :-(
Es tut mir für meine Pieps so wahnsinnig leid, da sie so eine lebensfrohe und aktive Katze ist... das macht mich so unendlich traurig. Es ist ein Trost, dass Katze mit Ataxie ihre Behinderung nicht mehr, sondern einfach leben. Man merkt es Pieps an, dass sie nicht leidet - es ist wie immer.