Jeder hofft sich diese Gedanken nicht machen zu müssen, aber auf fast jede Katze kommt zumindest die Kastration als operativer Eingriff zu.
Der Tierarzt wird natürlich das Tier vor der OP untersuchen, aber oft ist das nur eine optische, oberflächliche Untersuchung und sie sollte schon gründlicher sein.
Narkosen bergen immer ein Risiko, auch bei Tieren, denn Narkotika beeinflussen nicht nur das Gehirn, sondern auch die Funktionen anderer Körperorgane.
Es sollten also vor einer OP, die Organwerte, besonders der Nieren, als auch Herz und Atemwege gründlich untersucht werden, Blutbilder oder Herz- und Nierenschall wären die geeigneten Untersuchungen.
Das Gewicht des Tieres ist neben seinem gesundheitlichen Zustand bestimmend für die Dosis des Narkosemittels, es sollte also direkt vor der OP in der Arztpraxis ermittelt werden, eine Frage an den Besitzer nach dem Gewicht ist nicht ausreichend.
Für Tiere mit einem gesundheitlich oder altersbedingtem Risiko gibt es individuell abstimmbare Mittel der Narkose und auch der OP Überwachung, die man auf jeden Fall mit dem Tierarzt besprechen sollte.
Eine erhöhtes Narkoserisiko wird den Point- oder Maskenkatzen zugesprochen, die genetisch bedingt Narkosemittel schlechter abbauen sollen. Ich konnte allerdings bisher keine wissenschaftliche Quelle dazu finden, rate daher nur das ggf. mit dem Tierarzt zu besprechen.
Für trächtige Katzen gilt es zu wissen, dass alle Narkosemittel plazentagängig sind, die Föten also in der Gefahr schweben eine tödliche Überdosis zu erhalten, daher müssen Kaiserschnittoperationen sehr schnell ausgeführt werden.
Für eine Narkose muss ein Tier nüchtern sein, 12 Stunden voher zum letzten Mal gefüttert werden, während Trinkwasser erst 2 Stunden vor der Narkose nicht mehr gegeben werden sollte.
Nach der OP kann die Narkose noch einen Tag nachwirken, das Tier braucht dann Wärme und Ruhe neben den Anweisungen, die der Tierarzt mitgab.
Lassen Sie es möglichst einige Zeit im Kennel und in einem Raum in dem es wenig Möglichkeiten gibt zu klettern oder zu springen, die Körperkontrolle ist unter Narkosenachwirkung noch sehr eingeschränkt.
Stellen sie Trinkwasser bereit, aber Futter erst wenn das Tier gänzlich wach ist, frühestens 3-4 Stunden nach der OP.
Manche Tiere können während der Aufwachphase mit starker Unruhe, Taumeln und/oder Jammern reagieren, was aber nicht auf Schmerzen zurück zu führen ist, da bei einer OP Schmerzmittel gegeben werden.
Es ist eher darauf zurück zu führen, dass die Tiere merken, das ihnen noch die volle Körperkontrolle fehlt.
Muss eine Katze dauerhaft Medikamente nehmen sollte unbedingt mit dem Tierarzt besprochen werden, wie dies am Tag der Operation gehandhabt werden muss.
Danke ScHmEdDaLinG für die Mithilfe an diesem Artikel