Katzen sind neophobische Fresser. Das heißt, dass sie oftmals Probleme mit NEUEM haben. Ob das nun Nassfutter, Rohes oder Trockenfutter betrifft, ist egal.
=> Fangen wir damit an, dass die Katze nur Trockenfutter frisst.
Wie wir wissen, ist das aus diversen Gründen nicht gut.
Ich habe seinerzeit das Trockenfutter mit einer Blumenspritze tröpfchenweise anfeuchten müssen, um etwas mehr Flüssigkeit in meinen Kater zu bekommen. Nach und nach konnte ich immer mehr Wasser untermengen. Hat er das Futter verweigert, bin ich zum letzten Stand übergegangen, bei dem er noch gefressen hat und habe diesen Stand nochmals verinnerlicht.
Kurz: Trockenfutter anfeuchten, bis es komplett eingeweicht ist. Frisst die Katze nicht mehr, zurück zu dem Stand, wo sie die Menge an Wasser akzeptiert hat.
Als wir endlich eingeweichtes Trockenfutter nehmen konnten und mein Kater dieses ohne Meckern fraß, habe ich wirklich homöopathische Mengen Nassfutter untergemischt. Hier musste ich in Halb-Gramm-Schritten vorgehen, da mein Kater sonst alles verweigert hat. Bei einigen Katzen geht es schneller. Also verzweifelt bitte nicht.
Ich habe 3 Tage lang jede kleine Menge an Nassfutter verinnerlicht. Der Rest aus der Dose wurde in Eiswürfelbehälter eingefroren. So hatte ich immer kleine Mengen zur Verfügung und habe nichts wegwerfen müssen.
Je mehr Nassfutter hinzugefügt wurde, desto größer konnte ich die untergemischte Menge ansetzen.
Wenn das Verhältnis von Nassfutter und Trockenfutter 50:50 ist, kann man die Menge an Trockenfutter sehr viel schneller senken, als vorher. Die Katzen sind dann einfach kooperativer.
Nun hatte ich Gerry soweit, dass er Nassfutter frisst. Das hat natürlich sehr viel Zeit und Nerven in Anspruch genommen. Man hat ihm aber schon nach der ersten Woche reiner Nassfutterfütterung angemerkt, dass er sehr viel fitter ist.