so, moinsen dann.
ich hab ja gesagt, dass ich was zur ausschlussdiät schreiben werde (gestern war ich zu groggy und hatte auch ehrlich gesagt keine lust mehr). tu ich also hiermit.
eine ausschlussdiät hat den zweck, auszuschließen, auf welche fleischart/zusatzstoffe/ballaststoffe meine katze allergisch reagiert.
das ganze läuft wie folgt ab:
als erstes versuchen wir die katze auf einen stand zu bringen, wo sich keinerlei allergische reaktion zeigt. heißt, wir nutzen hierfür ein antiallergenes fleisch, welches die katze noch nie zuvor in ihrem leben bekommen hat.
oftmals eignet sich dazu pferdefleisch, weil dies in den allermeisten Nassfutter- und trofusorten nicht enthalten ist. die katze kann alkso noch keine allergie gegen pferdefleisch entwickelt haben. achtung: schweinefleisch ist in fast jedem nicht sauber und transparent deklariertem futter enthalten, ist also zur ausschlussdiät am anfang nicht geeignet!
habt ihr schon vorher einmal pferdefleisch verfüttert, müsst ihr auf eine andere eiweißquelle ausweichen, die die katze vorher noch nie bekommen hat (bsp känguruh, evtl strauss, sowas exotisches eben).
janz wischtisch: in dieser zeit dürfen keine leckerlies gegeben werden. keine katzenmilch, kein fleischstück beim kochen (es sei denn, es handelt sich um das gerade genutzte fleisch), kein trockenfutter, kein nassfutter, nix. einfach nur das schiere fleisch (ob gekocht oder roh ist jedem selbst überlassen).
wir geben also diese sorte fleisch so lange, bis keine allergieanzeichen mehr vorhanden sind (kratzen, erbrechen, DF etc). das ganze geht ca 2-4 wochen.
als nächstes suchen wir uns eine sorte fleisch, die in kommerziellem/fertigfutter vorhanden ist. oftmals ist das zb huhn.
also wird nun das schiere hühnerfleisch verfüttert. auch hier wieder: ob gegart oder roh ist jedem selbst überlassen.
wenn sich jetzt eine allergische reaktion abzeichnet, springen wir sofort zu der ersten sorte zurück. eine allergische reaktion schließt die eiweißquelle folgend aus.
bsp: katze reagiert NICHT auf pferd, jedoch auf huhn. ergo: wir schließen huhn aus, hier liegt eine allergie vor.
hat sich die allergie soweit verflüchtigt und reagiert die katze nicht mehr, gehen wir über zur nächsten fleischsorte (bsp rind).
das gleiche spiel beginnt von vorne: reagiert die katze, wird zurückgewechselt auf pferd. reagiert die katze nicht, wird das rindfleisch weiterhin verfüttert (ca 2-4 wochen).
achtung: eine allergische reaktion kann sich auch erst nach einigen tagen zeigen. daher bitte nicht am 1. tag wo es vertragen wird sagen "jo, läuft".
so gegen wir also jede fleischsorte durch, die wir füttern möchten (lamm, huhn, pute, rind, kalb, schaf, ziege etc usw pp).
haben wir nun herausgefunden, dass unsere katze zb auf huhn und lamm reagiert, auf die anderen genannten sorten jedoch nicht, fangen wir mit zusatzstoffen an.
wir wissen, dass in einem guten katzenfutter auch zusatzstoffe wie vitamin a, d oder e enthalten sind. ebenso taurin, manchmal noch bierhefe, verschiedene calziumquellen etc.
hier gilt es herauszufinden, auf welche stoffe die katze reagiert.
nach und nach geben wir also verschiedene stoffe hinzu, bsp bierhefe (wird für vitamin b-versorgung genommen). reagiert die katze auf bierhefe, schließen wir diese aus. reagiert sie nicht, füttern wir ganz normal weiter.
mit sämtlichen ballaststoffen (möhre, reis, tomate etc) wird es genauso gehandhabt.
am sinnigsten ist es, hierbei auf barf umzustellen. eine ausschlussdiät mit fertigfutter finde ich komplett unmöglich und sinnfrei.
hat man nur wenig allergieauslöser, kann man durchaus auf sortenreines futter umsteigen und es bei fertigfutter belassen.