Hallo,
Maggi (17 1/2 Jahre) hat vor 2 1/2 Jahren die linke Gesäugeleiste entfernt bekommen. Diagnose: Krebs, sehr aggressiv, Prognose wenige Wochen, höchstens 2 Monate. Aber Maggi war schon immer eine ziemliche Kämpferin, deswegen auch in der Tierarztpraxis berühmt-berüchtigt.
Die Vorgeschichte deshalb, weil ich vor einem Besuch beim Arzt (ich befürchte immer, dass die nächste Panikattacke ihre letzte sein wird) einfach mal hören (oder lesen) wollte, ob schon jemand im Forum ähnliche Erfahrungen gemacht hat?
Bei der letzten Untersuchung wurde unter anderem Blut abgenommen. Die Blutwerte waren top. Einzige Ausnahme, es wurde eine starke Schilddrüsenüberfunktion festgestellt. Das erklärt auch die frühere Ruhe- und Rastlosigkeit. Kaum war eine Leiter zum Speicher aufgestellt, schon war Maggi zur Stelle (Neugier war auch Maggi's zweiter Name).
Nach dem ersten Verabreichen des Schilddrüsenpräperats "Carbimazol 5mg / Henning" (Anfangsdosis 1 Tablette pro Tag - 5 mg) war Maggi wie ausgewechselt, fast als hätte jemand die Luft rausgelassen, nicht nur schlapp sondern geradezu aphatisch. Darum haben wir an den Folgetagen die Dosis immer weiter heruntergefahren bzw. zunächst ganz ausgesetzt.
Das Problem ist, dass sie z.Zt. eine sehr schnelle und flache Atmung hat und sich dabei enorm anzustrengen scheint. Auch hat sie kaum noch Appetit, zumindest nicht auf Futter, dass sie v o r der Medikamentierung viel gefressen hat. Auf der anderen Seite scheint es ihr nicht so schlecht zu gehen, dass sie nicht hin und wieder in den Garten geht, zum Schmusen kommt, permanent schnurrt (aber ich denke das tun Katzen auch wenn's ihnen schon ziemlich schlecht geht) und auf Leckereien nach wie vor anspringt (Hilfe bei der Auswahl am Kühlschrank sowie anschliessendes Geleit zum Fressnapf). Und Zurückziehen oder Verkriechen tut sie sich schon gar nicht.
Vielleicht ist die scheinbar eingeschränkte Lungenfunktion ein zufälliges zeitliches Zusammentreffen mit der Verabreichung der Medikamente. Andererseits war die Veränderung schlagartig, von einem Tag auf den anderen.
Fieber hat sie keines: 37,7 Grad C (digital), somit ist eine Entzündung unwahrscheinlich. Bei der damaligen Krebsdiagnose ist auch ein Tumor in der Lunge festgestellt worden, mit dem man als Ursache natürlich ganz klar rechnen muss. Jedoch wäre eine sukzessive Verschlechterung des Zustands plausibler.
Um eines klarzustellen: Wenn ich den Eindruck habe, dass es Maggi richtig schlecht geht und sie sich quält, geht's natürlich ohne wenn und aber zum Arzt.
Jetzt noch einige Infos vom Arzt (der übrigens ganz hervorragend ist und unser volles Vertrauen hat, aber gerade bei Nebenwirkungen von Medikamenten auch nicht allwissend sein kann, genausowenig wie das präparatherstellende Pharmaunternehmen).
Die Dosierung dürfte lt. Arzt eigentlich auch für Maggis Gewichtsklasse kein Problem sein. Aufgrund der stark erhöhten Werten lässt sich vermuten, dass die Schilddrüse so stark vergrössert ist, dass sie auf die Lunge drückt (das hat sie dann aber aber auch schon vor der Einnahme des Präparates).
Ich freue mich über jeden Erfahrungsbericht oder Tip und bedanke mich schon im voraus!
Rafael