Hallo Vesna,
man kann sagen, dass Rassekatzen so teuer sind, weil es sehr viel Geld kostet, sie zu züchten.
Wir hatten das Thema schon öfter im Katzen-Forum und da kamen schon einige Zusammenstellungen zusammen, was ein Züchter so alles ausgeben muss, um einen Korb kleiner gesunder Katzen zu haben.
Ich sage nur Beispiele, die nicht ganz vollständig sind:
Um Rassekatzen züchten zu dürfen, muss ich in einem Katzenverein Mitglied sein. Das kostet einen Jahresbeitrag.
Ich muss mir eine Zuchtkatze kaufen, die mehr kostet, als ein Liebhabertier und deshalb teuerer ist, weil sie auch körperlich perfekt sein muss.
Ich muss mit der Zuchtkatze zur Katzenausstellung gehen, damit sie zur Zucht zugelassen wird (ist in meinem Katzenverein so). Mich hat ein Ausstellungstag mit 2 Katzen am Samstag alleine 45 Euro Meldegebühr gekostet, dazu noch die Anfahrt (insgesamt 600 km, schau mal die Benzinpreise an), etwas gegessen, die Vorbereitungen zur Ausstellung kosten auch Geld (zusätzliche Impfungen, Katzenshampoo, Bürste, Tüchlein, Käfiggardinen,...)
Darf die Katze dann gedeckt werden, muss ich einen Kater suchen. Nur die Deckgebühr liegt bei 300 Euro Durchschnittlich. Vor 3 Jahren waren es noch 250 Euro, habe ich gerade feststellen müssen. Dazu Gesundheitszeugnis vom Tierarzt (35 oder 40 Euro) und zum Kater fahren, wir wohnen in Norddeutschland und haben zu allen möglichen Deckkatern eine Fahrt von mindestens 3 bis 4 Stunden eine Tour.
Die Aufzucht der Kitten ist auch teuer. Vor der Geburt werden die meisten Katzenmütter Homöopathisch versorgt, was auch einige Euro kostet, dazu gutes Futter sowieso.
Eine Wurfkiste muss gekauft werden oder gebastelt (ca. 50 Euro), Zubehör (Einmaleinlagen, Desinfektionsmittel, Nabelschnurschere, Fläschchen, Aufzuchtsmilch,...)
Wenn die Babys da sind, braucht die Mutter Aufbaunahrung, Heizdecke evtl. und vielleicht mus sman den Babys zufüttern.
Ich habe den Kitten einen Auslauf gebastelt, weil sie wegen unseren Kindern nicht immer durchs ganze HAus laufen können, das wäre zu gefährlich, dieser AUslauf kostete mich mal eben 80 Euro Material im Baumarkt.
Hat man einen großen UWrf, geht das Kittenfutter ziemlich ins Geld.
Mit 8 Wochen und mit 12 Wochen werden die Kitten geimpft, viele Züchter chippen die Kleinen noch, im Vorfeld schaltet mal viele teure Anzeigen in Katzenzeitungen, damit man Käufer findet und telefoniert sich die Finger wund.
So ist das, wenn alles gut geht.
Ich hatte mit meiner Zuchtkatze zwei Kaiserschnitte und kein lebendes Kitten, was im Klartext bedeutet, dass ich um die 2000 Euro verloren habe. Ein Kaiserschnitt kostet 345 Euro bei meinem Tierarzt, wenn man den Sonntags und Spätabenddienst besuchen muss. Zweimal Deckkatergebühren (2x 250 Euro) die Fahrten dahin (4x 200 km und 4x 615 km), unterwegs bei McDonalds essen, die mitfahrenden eigenen Kinder unterhalten,...
Meine Zuchtkatze wurde beim zweiten Kaiserschnitt kastriert, ende der Karriere.
Viele sagen, das ein Züchter bei den Kitten nicht hereinrechnen darf, was seine Kastraten kosten. Ich finde aber, dass man berücksichtigen muss, dass eine Zuchtkatze alleine nicht gehalten werden kann, denn auch die braucht Freunde zum Kuscheln, die Babys müssen lernen, das es noch andere Katzen gibt und auch ein Deckkater braucht einen kastrierten Freund zum Spielen.
So, das wäre meine Aufzählung dazu
Ahja, vielleicht ist es auch interessant zu erwähnen, dass man als Züchter und Viele-Katzen-Besitzer einen höheren Verschleiss an Möbeln und Teppich und Tapeten hat, da man die Katzenkinder ja im HAus herumtoben hat, die noch nicht wissen, was erlaubt ist und Zuchtkatzen, egal ob Kater oder Katze, bekommen mit der Zeit die Lust, ihr Revier mit Pinkeln zu markieren, wenn sie unkastriert bleiben.