Ich hoffe, dein Tierarzt hat nicht wirklich die Begriffe "gute" und "schlechte" Form der FIP verwendet.
Was tatsächlich möglich wäre ist, dass deine Katze eine akute Form der Coronavireninfektion plagt, was bedeuten würde, dass sie sich erst vor kurzem mit diesem Erreger angesteckt hat. Den meisten Katzen ist das nicht anzumerken und viele Katzen nehmen schon mit der Muttermilch kleine Mengen des Virus in sich auf. Seltener kann es vorkommen, dass sensible Katzen bei erstmaligem Kontakt mit dem Virus Fieber und Durchfall (u.a.) bekommen, was aber innerhalb weniger Tage abklingt.
FIP ist nun ja die mutierte Form des Virus und ist nach dem derzeitigen medizinischen Standard nicht heilbar. D.h. die Krankheit verläuft immer tödlich und das zudem sehr rapide.
Ein Titer sagt nicht viel mehr aus, als dass eine Katze bereits Kontakt mit diesem Virus hatte.
Eine Möglichkeit, per Test herauszufinden, ob das vorliegende FeCoV mutiert ist, existiert (noch) nicht.
Zwar kann FIP am lebenden Tier nicht sicher, sondern nur mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit (bei der feuchten Form liefert die Rivaltaprobe mit 97% richtig-positiver Quote die zuverlässigsten Ergebnisse) festgestellt werden, aber diverse Blutwerte in Kombination mit vielen unspezifischen Symptomen geben auf Dauer sehr viel Aufschluss darüber, ob es FIP sein kann.
Ich drück dir und deiner Katze die Daumen dafür, dass sie kein FIP hat, doch sollte es doch diese Krankheit sein, wünsche ich der Miez, dass sie noch eine schöne letzte Zeit und es schnell hinter sich hat (und in dem Fall bedenke bitte, das das Virus in einer Wohnung eine Überlebenszeit von bis zu einem halben Jahr hat).
Wenn du zur Blutwertekontrolle beim Tierarzt warst, würde mich sehr interessieren, was dabei herauskam (entsprechend vor allem, welche Werte erhöht waren und wie sehr im Vergleich zu vorher).
Grüße,
Melissa