'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft

Diskutiere 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft im Katzen Forum im Bereich Katzenfreunde; Gerade zu diesem Satz: "Wieviele Menschen leiden auf dieser Welt und Ihr macht einen Zirkus um die Mehrkatzenhaltung" fällt mir ein: Kein Mensch...
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #361
Gerade zu diesem Satz:

"Wieviele Menschen leiden auf dieser Welt und Ihr macht einen Zirkus um die Mehrkatzenhaltung"

fällt mir ein:
Kein Mensch ist in der Lage allein einen Weltfrieden zu schaffen und alle hungernden Menschen zu ernähren. Aber tja, wenn man nicht im kleinen anfängt, wird wohl keiner von uns dazu beitragen können, die Welt ein Stück besser zu machen.

Und ich bin auch immer der Meinung: Wer Tiere nicht gut behandelt, dem fehlt meiner Meinung nach auch extrem viel Sozialkompetenz im Umgang mit Menschen.
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft

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  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #362
[...] Und ich bin auch immer der Meinung: Wer Tiere nicht gut behandelt, dem fehlt meiner Meinung nach auch extrem viel Sozialkompetenz im Umgang mit Menschen.

Dafür gibt es ein :a066: und ein ♥!
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #363
Dafür gibt es ein :a066: und ein ♥!

Danke ;-)

Aber so ist es doch. Gerade Menschen, die sozusagen den Tierführerschein verdient haben, würde ich dadurch beschreiben, dass sie in der Lage sind ihr Ego zurückzustellen. Das lernt man einfach, wenn man gut zu seinem Tier ist. Bin ich dazu nicht in der Lage, halte ich kein Tier. Fertig!
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #364
Hab mal eben beim Tierarzt für 1! Katze 75€ zur Flohbehandlung/ Wurmkur gelassen.
25€ kommen noch für den Fogger dazu.

(ich bekomme eine Erwerbsminderungsrente von 522€, noch Fragen?)

Ich finde es echt ganz toll wie du dich um das Katerchen sorgst, aber das hat jetzt genau was damit zu tun, dass ich ein normales und gesundes KITTEN bewusst zu einem EINZELGÄNEGR mache, indem ich es vorsätzlich isoliere?
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #365
Ich denke das ist ein Hinweis auf die Kosten, Heike, denn auch wenn sie im Futter und Zubehör für zwei Tiere kaum mehr sind als für eines, beim Tierarzt ist es schon mehr.
Und wenn die Finanzen nur für eine Katze reichen, wäre es sehr unklug ein zweites Tier zu nehmen
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #366
Ich denke das ist ein Hinweis auf die Kosten, Heike, denn auch wenn sie im Futter und Zubehör für zwei Tiere kaum mehr sind als für eines, beim Tierarzt ist es schon mehr.
Und wenn die Finanzen nur für eine Katze reichen, wäre es sehr unklug ein zweites Tier zu nehmen

dann kann man sich eben kein kitten holen, wenn man kein geld hat.
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #367
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #368
Ich denke das ist ein Hinweis auf die Kosten, Heike, denn auch wenn sie im Futter und Zubehör für zwei Tiere kaum mehr sind als für eines, beim Tierarzt ist es schon mehr.
Und wenn die Finanzen nur für eine Katze reichen, wäre es sehr unklug ein zweites Tier zu nehmen

Und wieder frage ich: Was hat das
[...] jetzt genau [...] damit zu tun, dass ich ein normales und gesundes KITTEN bewusst zu einem EINZELGÄNEGR mache, indem ich es vorsätzlich isoliere?

Eva, wenn ich weiß, dass ich einer Fellnase ein Zuhause geben möchte, finanziell aber eingeschränkt bin, wieso hole ich mir dann ein gesundes kleines KITTEN? NUR darum geht es doch die ganze Zeit. Tigon hat doch an anderer Stelle schon sehr verständlich rübergebracht, wieso ihr Kätzchen alleine lebt und dass es dabei eben um KEIN gesundes kleines Kitten ging.

Also- nochmal die Frage: Wenn ich doch weiß, dass ich finanziell keine großen Sprünge machen kann, aber trotzdem einem kätzischen Wesen ein Zuhause bieten möchte, wieso dann ein Kitten im wahrsten Sinne des Wortes dafür bezahlen lassen? Und seien wir doch einmal ehrlich, Kitten sind niedlich, aber wie lange sind sie Kitten?

*Edit* zu spät :lol:*
 
Zuletzt bearbeitet:
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #369
Hm, mich zerreisst es da immer a bissl, denn ich finde, dass dann schon die Anschaffung eines Kittens der falsche Schritt ist.

Wenn ich mir nur eine Katze leisten kann, nehme ich einen Einzelgänger aus dem Tierschutz oder aus dem Tierheim.
Allerdings auch da muss mir eben klar sein, dass das Tier Kosten verursachen kann, die über das normale Maß hinausgehen.

Wenn ich allerdings Kitten möchte, muss ich doch eigentlich (sofern die Anschaffung "freiwillig" etc. war) von vornherein das Geld für zwei Tiere einplanen bzw. haben. Sonst schließt sich diese Anschaffung für mich aus.

Ich will damit nicht sagen, dass man Millionär sein muss um eine Katze zu halten, aber grundsätzlich sollte man Rücklagen haben/bilden können um eben im Zweifel gewappnet zu sein.
Und bei der Anschaffung von Kitten eben gleich alles mal zwei planen. Wenn man das nicht kann, ist für mich die Anschaffung von Kitten unmöglich.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #370
Also- nochmal die Frage: Wenn ich doch weiß, dass ich finanziell keine großen Sprünge machen kann, aber trotzdem einem kätzischen Wesen ein Zuhause bieten möchte, wieso dann ein Kitten im wahrsten Sinne des Wortes dafür bezahlen lassen? Und seien wir doch einmal ehrlich, Kitten sind niedlich, aber wie lange sind sie Kitten?

da bin ich schon Deiner Meinung Heike, wenn das Geld nur für eine Katze reicht, würde ich auch ein erwachsenes Tier suchen, das allein sein Zuhause möchte.
War nur eine Antwort auf Deine Frage ;-)
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #371
[...] Selbst Saurier hat eingesehen dass es sich nicht lohnt, mach es ihr doch nach :)
Nun ja, ich habe des lieben Friedens Willen und weil ich den Mods keinen Ärger und damit zusätzliche Arbeit bescheren möchte, für heute hier aufgehört zu schreiben - denn dass es sich bei manchen Menschen nicht mehr lohnt, etwas zu schreiben, weil sie die Augen vor den Tatsachen verschließen, das weiß ich schon länger - trotzdem werde ich dafür kämpfen, dass andere, die das lesen, solche Fehler nach Möglichkeit nicht begehen.

da bin ich schon Deiner Meinung Heike, wenn das Geld nur für eine Katze reicht, würde ich auch ein erwachsenes Tier suchen, das allein sein Zuhause möchte.
War nur eine Antwort auf Deine Frage ;-)

Dann sag mir doch einmal bitte, was der Einwurf sollte - es geht seit zig Seiten darum, gesunde, normale KITTEN nicht in die Isolation zu zwingen, um nichts anderes geht es. Und genau deshalb wollte ich wissen, was dieser (sicher grundsätzliche) berechtige, in dem Fall aber eher unpassende Einwuf, zur Klärung es EIGENTLICHEN Sachverhalts beitrug.
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #372
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #373
Ich wäre für den *gg*



Auch wenn ich mich meist eher so fühle...

kngt01.gif
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #374
Mal als Immernoch-Neuling:

Mich habt ihr vollkommen vom Mehrkatzenhaushalt (und vielen anderen sinnvollen Dingen...) überzeugt und ich bin den Leuten hier im Forum dafür sehr dankbar!

Die Argumente sind für mich schlüssig und nachvollziehbar. Zum Glück war ich nie in der Situation, dass mir ein ach-so-süßes Kitten quasi zugeflogen ist, weil wir uns am Anfang an das Tierheim gehalten haben und dementsprechend mit Senioren gestartet sind...
Aber jetzt, wo wir uns an das Thema "Kitten" gewagt haben, war/ist dieses Forum eine große Hilfe und Fundgrube zu vielen Fragen, die uns beschäftigen. Im Nachhinein bin ich trotzdem froh, dass wir mit alten Katzen angefangen haben. In der damaligen Situation hätten wir uns Kitten gar nicht leisten können - weder nervlich noch vom Geldbeutel her.

Nur um mal direkt ein wenig positives Feedback zu geben...;-)
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #375
Auch wenn ich das Gefühl habe, dass von den Diskussionspartnern keiner mit umgezogen ist, was ich sehr schade finde, möchte auch ich die Diskussion nun hier weiterführen.

Zunächst einmal hat glaube ich jeder von denen, die sich an der Diskussion in Gleos Thread beteiligt haben, verstanden, dass Gleo sich nicht überzeugen lassen wird. Das aber immer wieder mit ihr diskutiert wird, liegt doch nicht zuletzt daran, dass SIE immer wieder das Thema aufgreift.

@skarabella.. das tut mir leid das er nun alleine ist. Du wirst schon einen Kumpel finden. Viel Glück!

Wer sich wundert warum ich das schreibe und meine Gleo alleine halte. Ganz klar Katzen sind
Gewohnheitstiere. Waren Sie immer zu zweit, dann ist es logisch jemanden zu vermissen.
Eine Einzelkatze wird ausser dem Menschen nicht´s weiter vermissen. Und nun kommt bitte
nicht wieder.."Hast du Sie gefragt?" ..ect. pp

Hätte sie es bei der ersten Hälfte ihres Beitrags belassen, dann hätte doch keiner was gesagt.
Aber der zweite Teil fordert doch geradezu dazu auf wieder über das Thema zu diskutieren.
Ich kann doch nicht erst so provokativ schreiben und mich dann beschweren, dass Reaktionen kommen.

Auch in diesem:

@Saurier... hab alles gelesen und es ist alles von Menschen und nicht vorn Katzen geschrieben.
Muss später in 1-2 Jahren was weis ich sowieso meine Gleo versuchen mit dem Burzel auf dem Lande
zusammenzubringen. Meine Güte ..ich glaube das Katzenwohl geht euch gar über das Menschwohl, oder verdrängt Ihr das. Wieviele Menschen leiden auf dieser Welt und Ihr macht einen Zirkus um die Mehrkatzenhaltung. Da geht es meiner Gleo so wie Sie jetzt lebt wirklich gut. Und nun nehmt bitte wieder jeden einzelenen Satz von mir auseinander.
Sicher wenn Ihr gut Erfahrungen gesammelt habt und 2 oder mehr Katzen für euch und sich selber gut sind ist das okay und kann ja auch sein. Wir haben und bleiben derzeit ebend bei einer Katze.

Beitrag fordert sie doch eine Reaktion.

Fazit: Ich habe nicht das Gefühl, dass Gleo hier von einigen des Forums belagert wird, obwohl sie das nicht möchte (so habe ich zumindest einige Einwände in Gleos Thread verstanden), sondern das Gleo selbst das Bedürfnis hat über das Thema zu diskutieren.

Und nun wieder zum Thema Katzeneinzelhaltung:

Ich denke das ist ein Hinweis auf die Kosten, Heike, denn auch wenn sie im Futter und Zubehör für zwei Tiere kaum mehr sind als für eines, beim Tierarzt ist es schon mehr.
Und wenn die Finanzen nur für eine Katze reichen, wäre es sehr unklug ein zweites Tier zu nehmen

Ich empfinde das Geldargument als äusserst schwierig.
Dem was du oben geschrieben hast, Russian, stimme ich grundlegend zu. Nur ganz so einfach ist es eben doch nicht. Denn egal, ob ich nur eine habe, oder mehrere Katzen, die Tierarzt-Kosten sind unberechenbar.

Ich habe fünf. Meine vier ältesten waren bisher nur einmal krank (Giardien) und ausser ein paar Kleinigkeiten haben sie ansonsten nur die laufenden Kosten verursacht. Sherlock, der jüngste, war nun in den vier Monaten, die er hier ist schon unzählige Male beim Tierarzt. Seit er hier ist tränt sein Auge. Leider haben wir es nicht geschafft, egal mit welcher Behandlung, dieses Problem in den Griff zu bekommen. Allein die ganzen Tierarztgänge bisher haben mich einen Haufen Geld gekostet.
Nun waren wir heute bei einem anderen Tierarzt. Dieser hat nun gestestet, ob der Tränenkanal offen ist und festgestellt: Nein ist er nicht. Also Überweisung an eine spezielle Augenklinik. Das muss jetzt wahrscheinlich operiert werden. Was das dann kostet will ich gar nicht wissen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Sherlock hat mich in den vier Monaten, die er nun bei uns lebt schon ein Vielfaches von dem gekostet, was die anderen vier mich zusammen gekostet haben. Habe ich also die falsche Einzelkatze verliert das Geldargument ganz schnell seine Schlagkraft.

Aber selbst wenn ich es als Argument gegen zumindest zwei Katzen gelten lasse, rechtfertigt es für mich nicht, genausowenig wie irgendein anderes Argument, ein Kitten in Einzelhaltung zu zwingen.

Bei dieser Diskussion hier habe ich ja sogar noch eine Ausweichmöglichkeit. Ich kann mir ein älteres Einzeltier holen und muss nicht auf Katzenhaltung verzichten.
Aber ich finde die Einstellung: Meine Situation lässt es nicht zu es richtig zu machen, also mache ich es eben suboptimal nicht gut.
Wenn ich immer wieder solche Sätze höre:
Ich weiß, dass es anders besser wäre, aber das kann ich aus diversen Gründen nicht bieten, soll ich denn jetzt darauf verzichten mir ein Kitten anzuschaffen?
oder
Alleine in der Wohnung ist immer noch besser als auf der Strasse oder im Tierheim.
bekomme ich die Krise.

Eine ernstgemeinte Frage:
Steckt da wirklich Logik dahinter?

Ich hätte gerne einen Hund. Wir hatten einen, als ich noch klein war und seitdem wollte ich eigentlich immer wieder einen haben.
Nun ist es aber so, dass ich und mein Freund 13 Stunden am Stück nicht da sind, wenn wir arbeiten sind. Deshalb hab ich noch nie näher darüber nachgedacht mir einen Hund anzuschaffen. Ich denke nicht, dass es für einen Hund so toll ist 13 Stunden nicht Gassi zu gehen, oder ohne seinen Rudelführer zu Hause zu sitzen.
Nach der Logik von oben, könnte ich mir ja doch eigentlich einen holen. Denn das wäre doch immernoch besser als Tierheim, oder?

Habe ich jetzt einen Denkfehler, dass ich das nicht mache?
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #376
Ich empfinde das Geldargument als äusserst schwierig.
Dem was du oben geschrieben hast, Russian, stimme ich grundlegend zu. Nur ganz so einfach ist es eben doch nicht. Denn egal, ob ich nur eine habe, oder mehrere Katzen, die Tierarzt-Kosten sind unberechenbar.

Ich habe fünf. Meine vier ältesten waren bisher nur einmal krank (Giardien) und ausser ein paar Kleinigkeiten haben sie ansonsten nur die laufenden Kosten verursacht. Sherlock, der jüngste, war nun in den vier Monaten, die er hier ist schon unzählige Male beim Tierarzt. Seit er hier ist tränt sein Auge. Leider haben wir es nicht geschafft, egal mit welcher Behandlung, dieses Problem in den Griff zu bekommen. Allein die ganzen Tierarztgänge bisher haben mich einen Haufen Geld gekostet.
Nun waren wir heute bei einem anderen Tierarzt. Dieser hat nun gestestet, ob der Tränenkanal offen ist und festgestellt: Nein ist er nicht. Also Überweisung an eine spezielle Augenklinik. Das muss jetzt wahrscheinlich operiert werden. Was das dann kostet will ich gar nicht wissen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Sherlock hat mich in den vier Monaten, die er nun bei uns lebt schon ein Vielfaches von dem gekostet, was die anderen vier mich zusammen gekostet haben. Habe ich also die falsche Einzelkatze verliert das Geldargument ganz schnell seine Schlagkraft.

Aber selbst wenn ich es als Argument gegen zumindest zwei Katzen gelten lasse, rechtfertigt es für mich nicht, genausowenig wie irgendein anderes Argument, ein Kitten in Einzelhaltung zu zwingen.

Bei dieser Diskussion hier habe ich ja sogar noch eine Ausweichmöglichkeit. Ich kann mir ein älteres Einzeltier holen und muss nicht auf Katzenhaltung verzichten.
Aber ich finde die Einstellung: Meine Situation lässt es nicht zu es richtig zu machen, also mache ich es eben suboptimal nicht gut.
Wenn ich immer wieder solche Sätze höre:
Ich weiß, dass es anders besser wäre, aber das kann ich aus diversen Gründen nicht bieten, soll ich denn jetzt darauf verzichten mir ein Kitten anzuschaffen?
oder
Alleine in der Wohnung ist immer noch besser als auf der Strasse oder im Tierheim.
bekomme ich die Krise.

Eine ernstgemeinte Frage:
Steckt da wirklich Logik dahinter?

Ich hätte gerne einen Hund. Wir hatten einen, als ich noch klein war und seitdem wollte ich eigentlich immer wieder einen haben.
Nun ist es aber so, dass ich und mein Freund 13 Stunden am Stück nicht da sind, wenn wir arbeiten sind. Deshalb hab ich noch nie näher darüber nachgedacht mir einen Hund anzuschaffen. Ich denke nicht, dass es für einen Hund so toll ist 13 Stunden nicht Gassi zu gehen, oder ohne seinen Rudelführer zu Hause zu sitzen.
Nach der Logik von oben, könnte ich mir ja doch eigentlich einen holen. Denn das wäre doch immernoch besser als Tierheim, oder?

Habe ich jetzt einen Denkfehler, dass ich das nicht mache?

Absolute Zustimmung. Die Kosten für Nahrung und Streu verdoppeln sich. Aber das sind Peanuts im Vergleich zu den möglichen anfallenden Tierarztkosten. Und auch die Impfungen und die Kastration sind kleine Lichter im Vergleich zu den möglichen anfallenden Tierarztkosten. Die sich beim "falschen Tier", sprich, wenn man ein krankes Tier hat, locker ins Unermessliche steigern können. Ich habe in den letzten 2 Jahren sicher locker 2000 Euro an Tierarzt-Kosten für meine beiden aufbringen müssen, glaube ich (mit Mengenrabatt...). Dagegen hat meine uralte Dame in ihren 19 Jahren nur knapp 300 Euro Tierarzt-Kosten verursacht dafür aber knapp 2000 Euro für diverse Renovierungen durch ihre Dauerpinkelei - keine Einzelkatze, sondern ein schlecht sozialisiertes Kitten.
In dieser Sache steckt man nicht drin. Keiner weiß, was sich evt. bei einem Tier alles so entwickelt.

Ich bin garantiert nicht der Meinung, dass jemand, der nur wenig Geld hat, sich bloß kein Tier holen soll. Das ist arrogant und unterstellt etwas, was so einfach nicht wirklich stimmt. Meiner Erfahrung nach kümmern sich viele der "armen Schlucker" sehr sehr gut um ihre Tiere - manchmal deutlich besser als der reiche Schnösel von nebenan, der sich seinen Schäferhund nur als Sportgerät hält und einschläfern lassen will, wenn dessen Hüften nicht mehr so wollen. Und ich finde es auch gut, wenn jemand sich seiner Verantwortung bewusst ist, und sagt: Nein, ich werde mir keine zwei Tiere leisten können. Das ist mitunter sehr realistisch.
Trotzdem sollte man eben hier einfach sagen: Ein Tier, dann aber bereits ein Einzeltier, ein etwas älteres Tier. Oder ein wechselseitiges Abkommen mit der Nachbarin, die auch gerade ein Kitten hat, dass die beiden viel Zeit miteinander verbringen dürfen (so einen Fall kenne ich - wunderbar! Total toll!). Auch hier gibt es eine Verantwortung - weniger für das materielle Wohl des Tieres, als für dessen Seelenheil. Diese beiden Verantwortungen können und sollen meiner Meinung nach nicht gegeneinander ausgespielt werden. Weder von der einen noch von der anderen Seite.
Insofern: Welche konstruktiven Lösungen sind hier möglich? Pflegestelle für ein oder zwei Tierheim-Katzen vielleicht? Kontrollierter Freigang? Evt. doch ein zweites Kitten, nach einem gründlichen Durchdenken der Möglichkeiten?
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #377
Auch wenn ich das Gefühl habe, dass von den Diskussionspartnern keiner mit umgezogen ist, was ich sehr schade finde, möchte auch ich die Diskussion nun hier weiterführen.

Zunächst einmal hat glaube ich jeder von denen, die sich an der Diskussion in Gleos Thread beteiligt haben, verstanden, dass Gleo sich nicht überzeugen lassen wird. Das aber immer wieder mit ihr diskutiert wird, liegt doch nicht zuletzt daran, dass SIE immer wieder das Thema aufgreift.



Hätte sie es bei der ersten Hälfte ihres Beitrags belassen, dann hätte doch keiner was gesagt.
Aber der zweite Teil fordert doch geradezu dazu auf wieder über das Thema zu diskutieren.
Ich kann doch nicht erst so provokativ schreiben und mich dann beschweren, dass Reaktionen kommen.

Auch in diesem:



Beitrag fordert sie doch eine Reaktion.

Fazit: Ich habe nicht das Gefühl, dass Gleo hier von einigen des Forums belagert wird, obwohl sie das nicht möchte (so habe ich zumindest einige Einwände in Gleos Thread verstanden), sondern das Gleo selbst das Bedürfnis hat über das Thema zu diskutieren.

Und nun wieder zum Thema Katzeneinzelhaltung:



Ich empfinde das Geldargument als äusserst schwierig.
Dem was du oben geschrieben hast, Russian, stimme ich grundlegend zu. Nur ganz so einfach ist es eben doch nicht. Denn egal, ob ich nur eine habe, oder mehrere Katzen, die Tierarzt-Kosten sind unberechenbar.

Ich habe fünf. Meine vier ältesten waren bisher nur einmal krank (Giardien) und ausser ein paar Kleinigkeiten haben sie ansonsten nur die laufenden Kosten verursacht. Sherlock, der jüngste, war nun in den vier Monaten, die er hier ist schon unzählige Male beim Tierarzt. Seit er hier ist tränt sein Auge. Leider haben wir es nicht geschafft, egal mit welcher Behandlung, dieses Problem in den Griff zu bekommen. Allein die ganzen Tierarztgänge bisher haben mich einen Haufen Geld gekostet.
Nun waren wir heute bei einem anderen Tierarzt. Dieser hat nun gestestet, ob der Tränenkanal offen ist und festgestellt: Nein ist er nicht. Also Überweisung an eine spezielle Augenklinik. Das muss jetzt wahrscheinlich operiert werden. Was das dann kostet will ich gar nicht wissen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Sherlock hat mich in den vier Monaten, die er nun bei uns lebt schon ein Vielfaches von dem gekostet, was die anderen vier mich zusammen gekostet haben. Habe ich also die falsche Einzelkatze verliert das Geldargument ganz schnell seine Schlagkraft.

Aber selbst wenn ich es als Argument gegen zumindest zwei Katzen gelten lasse, rechtfertigt es für mich nicht, genausowenig wie irgendein anderes Argument, ein Kitten in Einzelhaltung zu zwingen.

Bei dieser Diskussion hier habe ich ja sogar noch eine Ausweichmöglichkeit. Ich kann mir ein älteres Einzeltier holen und muss nicht auf Katzenhaltung verzichten.
Aber ich finde die Einstellung: Meine Situation lässt es nicht zu es richtig zu machen, also mache ich es eben suboptimal nicht gut.
Wenn ich immer wieder solche Sätze höre:
Ich weiß, dass es anders besser wäre, aber das kann ich aus diversen Gründen nicht bieten, soll ich denn jetzt darauf verzichten mir ein Kitten anzuschaffen?
oder
Alleine in der Wohnung ist immer noch besser als auf der Strasse oder im Tierheim.
bekomme ich die Krise.

Eine ernstgemeinte Frage:
Steckt da wirklich Logik dahinter?

Ich hätte gerne einen Hund. Wir hatten einen, als ich noch klein war und seitdem wollte ich eigentlich immer wieder einen haben.
Nun ist es aber so, dass ich und mein Freund 13 Stunden am Stück nicht da sind, wenn wir arbeiten sind. Deshalb hab ich noch nie näher darüber nachgedacht mir einen Hund anzuschaffen. Ich denke nicht, dass es für einen Hund so toll ist 13 Stunden nicht Gassi zu gehen, oder ohne seinen Rudelführer zu Hause zu sitzen.
Nach der Logik von oben, könnte ich mir ja doch eigentlich einen holen. Denn das wäre doch immernoch besser als Tierheim, oder?

Habe ich jetzt einen Denkfehler, dass ich das nicht mache?


Unterschreib ich sofort! Du sprichst vieles an das mir beim durchlesen der Diskussion durch den Kopf ging...

Zu der Sache mit den Kosten und Finanzen. Ganz ehrlich, ich persönlich wäre so vernünftig und würde auf die Haustierhaltung (zum wohle der Tiere) verzichten, wenn ich wüsste das eine größere Tierarztrechnung ein Problem für mich darstellen würde. Aber das ist meine persönliche Einstellung, so vernünftig ist nun mal nicht jeder.
Und deswegen ist es schwierig hier auf einen Nenner zu kommen. (Haus)Tiere sind ein hochemotionales Thema und meine Erfahrung ist die, sobald Emotionen eingebracht werden, ist keine Sachlichkeit und Vernunft mehr möglich.

Warum sich Menschen ein einzelnes Kitten/Jungtier holen und es auch noch rechtfertigen und als möglichst positiv darstellen erkläre ich mir mit Egoismus. Es tut mir leid, aber ich kann keine plausible Erklärung finden die eine Einzelhaltung eines gesunden Kittens rechtfertigt. Denn wie du schon sagst hat man ja auch immer die Option ein älteres Einzeltier zu sich zu holen! Aber diese sind nun mal keine niedlichen Kitten mehr...


Es ist keine wirkliche Logik, es sind Gefühle und Bedürfnisse der Menschen die über die von des Tieres gestellt werden.

Oh ich verstehe dich gut! Ich hätte auch so so gerne einen Hund! Ich liebe Hunde, schon immer! Eigentlich war es auch geplant das wir nun in unserer eigenen Bude einen Hund haben werden. Aber es geht einfach im Moment nicht, wir gehen beide arbeiten, 8 Stunden am Tag. Das wäre einem Hund gegenüber einfach nicht fair! Ich gebe meinen Herzenswunsch deswegen nicht auf, nein, ich hebe ihn mir nur auf bis der richtige Zeitpunkt für uns und vor allem für den Hund gekommen ist. ;-)
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #378
Wie ich es oben schon geschrieben habe, denke ich, dass das mit den Kosten einfach ein schwieriges Thema ist. Ich denke auch nicht, dass man auf ein Haustier verzichten muss, weil man nicht Großverdiener ist. Man kann z.B. eine Versicherung abschließen und kann so die Kosten etwas besser einschätzen. Aber ich weiß nicht, wie viele das wirklich machen. Und wenn ich das nicht mache, dann kann ich mit diesem Punkt einfach nicht argumentieren.

Aber ich denke dennoch, die Einschätzung ob es nun nur für eine oder doch für zwei Katzen reicht, bleibt wirklich jedem selbst überlassen.
Nur: Dann muss ich die Konsequenzen daraus ziehen und schaffe mir keine Kitten an. Das ist zumindest meine Logik.

@Jodas Tante: Du hast ja schon viele Alternativen genannt, mit denen man vielleicht sogar wirklich was Gutes für dem Tierschutz tun kann. Es gibt so viele Möglichkeiten sich seinen Wunsch nach einer Katze zu erfüllen, auch wenn zwei nicht gehen.

Das wäre einem Hund gegenüber einfach nicht fair!

Genauso sehe ich das auch.

Ich gebe meinen Herzenswunsch deswegen nicht auf, nein, ich hebe ihn mir nur auf bis der richtige Zeitpunkt für uns und vor allem für den Hund gekommen ist. ;-)

Genau! Wenn ich mal in Rente bin ;-).
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #379
Verdammt, ich will auch einen Hund. Und vormittags mit ihm spazieren gehen statt für meine teuren Tierarzt-süchtigen Katzen Geld zu verdienen.

Nichtsdestotrotz muss ich aber auch sagen, dass hier oft dieses Totschlag-Argument kommt: Wenn du nur so wenig Geld hast, warum hast du dir überhaupt ein Tier geholt? Ich kotze zwar auch regelmäßig, wenn wirklich dringend notwendige medizinische Untersuchungen / Behandlungen nicht gemacht werden, weil es zuviel kostet (sprich: man überhaupt den Besuch beim Tierarzt vermeiden will aus Kostengründen), aber umgekehrt sehe ich Tiere nicht als Luxusgut, für Leute, die sich das leisten können. Ich kenne so viele Leute, die wirklich nicht viel Geld haben, für ihre Tiere toll sorgen und leider manchmal in dieser Situation waren, dass die notwendigen medizinischen Untersuchungen und Behandlungen sie von der finanziellen Seite total überfordert haben, die deswegen geweint haben und nächtelang nicht schlafen konnten. Aber ganz egal, wie wenig Geld diese Leute haben, ich würde jedem einzelnen immer wieder ein Tier anvertrauen. Weil es dort ein wirklich glückliches Leben hat. Und deswegen geht mir mitunter dieses Geld-Argument (jaaa, das ich auch schon mal in Extremfällen geschrieben hab), ziemlich auf die Nerven.

Aber das ist halt nur die eine Seite. Die andere ist....und unsere Heike wird dafür sorgen, dass niemand das jemals vergessen wird - DANKE! :d042: dafür: :g080: - dass KITTEN NICHT IN EINZELHALTUNG GEHÖREN. Basta.

Und schade, dass die, die angesprochen werden, den ausgeschilderten Weg in diesen Thread nur so selten finden.
 
  • 'Diskussionen rund um das Thema Anschaffung, Haltung und (Katzen-)Gesellschaft Beitrag #380
naja, eigentlich meint kastration, umgangssprachlich, das entfernen des gemächtes.
es gibt keine weiblichen kastraten.
aber habe mich gerade nochmal schnell durch die wikipedia gelesen.
halber punkt für dich.

Edit: Dann halt ganzer Punkt.



Und genau, wie das, was du zu dem Thema schreibst, von Grund auf falsch war, ist es leider auch vieles andere. Wir schreiben das nicht, um dich zu ärgern, dir vor den Kopf zu stoßen oder sonst etwas, es geht hier um Tatsachen (wie die Sache mit der Kastration), die dir scheinbar nicht bekannt sind.

Zum Wohle deines Kätzchens solltest du dich erst einmal IN RUHE in das Thema einlesen, denn das, was ich alles in meinem Post zuvor aufzählte, ist - für die Katze - eine Katastrophe!

Hier einige Lesetipps:







 
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