So, das Kätzchen ist versorgt und untergebracht. Gegen 19.00 Uhr waren die beiden daheim.
Das Kätzchen ist verfloht, hat Schnupfen allerdings noch ohne Anzeichen von Katzenschnupfen - hoffen wir mal das es so bleibt, aber die Ärztin wirkte nicht so optimistisch als sie in den Rachen geschaut hat. Der Bauch ist aufgebläht, Anus ist entzündet. Kleine Verletzung am Kopf. Ausgetrocknet und Unterernährt.
Zum Schutz unseres Katers verbot ich die Kleine ins Haus zu nehmen. Das wurde zu einem Problem weil niemand das Tier aufnehmen wollte. Sie hat jetzt für 5 Tage Asyl bei der Mutter meiner Freundin bekommen. Jetzt lasse ich meine Freundin weiterschreiben.
Wie wir zu der Katze gekommen sind:
Bei dem Wanderritt kamen wir an einem Waldrand vorbei und hörten ein Tier kläglich schreien. Als wir näher kamen, haben wir erkannt, dass es eine Katze sein muss. Schon kam eine dürres und verängstigtes weiß-schwarzes Katzenkind verzweifelt auf uns zugelaufen. Die Reiterkollegin mit dem ruhigsten Pferd hat die Katze eingewickelt in eine Regenhose und mit auf das Pferd genommen. 15 Minuten im Schritt erreichten wir das nächste Haus und haben gefragt, ob sie eine Katze vermissen. Haben sie nicht. Sonst war kein Haus in Sicht. 5 Minuten später hatten wir an unserem Treffpunkt die Möglichkeit, dass die Katze auf dem Planwagen mitfahren konnte. Wir haben ihr Wasser und etwas Wollschweinfleisch zum Überbrücken gegeben. Eine Stunde später waren wir auf dem Reiterhof angekommen und da hat sie etwas Katzenfutter bekommen. Nur ein bischen, zum durchhalten. Keiner sonst konnte die Katze aufnehmen. Entweder waren Allergien der Grund oder sie hatten Angst, dass sie die vorhandenen Katzen mit etwas anstecken. Nach einer 40 Minütigen Autofahrt sind wir gleich zum Tierarzt und dann zu meiner Mama. Jetzt liegt sie schnurrend auf dem Stuhl und schläft, nachdem sie noch etwas gefuttert hat und viel getrunken.
Wer setzt so ein kleines Ding bloß mitten im Wald aus???