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"Behandlung" von Mykoplasmen und deren Symptomen

Diskutiere "Behandlung" von Mykoplasmen und deren Symptomen im Immunerkrankungen und Infektionen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo ihr, meine beiden Kater Romeo und Angel haben (nachgewiesen durch einen Abstrich) Mykoplasmen. Romeo hat überhaupt keine Anzeichen, die das...
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Hallo ihr,

meine beiden Kater Romeo und Angel haben (nachgewiesen durch einen Abstrich) Mykoplasmen. Romeo hat überhaupt keine Anzeichen, die das belegen würden, Angel aber umso mehr.

Im Abstand von etwa 4 - 6 Wochen bekommt er immer wieder geschwollene Lymphknoten und Mandeln, wird total heiser und das Zahnfleisch rötet sich. Anfangs haben da noch ganz gut die homöopathischen Revet 11 Kügelchen geholfen, mittlerweile tun die aber gar nichts mehr.
Auf das letzte Antibiotikum hat er allergisch reagiert (Haut hat sich total verkrustet an der Einspritzstelle, musste operativ entfernt werden), das was wir davor gegeben haben (Suanatem), war zu schwach.

Da ich jetzt wegen Umzug auch noch meine Tierärztin wechseln muss (die nebenbei mit ihrem Latein am Ende ist), weiß ich nicht, wie es jetzt weitergehen soll. Ich kann doch das arme Tierchen nicht alle 4 Wochen mit Antibiotikum vollpumpen, das machen doch die Organe gar nicht mit. Gibt es da nicht so eine Art schonender Langzeittherapie, die das Ausbrechen von solchen Schüben verhindert? Oder irgendetwas anderes, was man machen kann? Er soll natürlich nicht leiden, aber alle vier Wochen Spritzen und Tabletten geben kann nicht die Lösung sein.
 
  • "Behandlung" von Mykoplasmen und deren Symptomen Beitrag #2
Mykoplasmen sind hüllenlose Bakterien und dagegen helfen nur wenige Antibiotika, da normale Antibiotika auf die Hülle des Bakteriums gehen, was ja logischweise bei Hüllenlosen Bakterien nicht von Erfolg gekrönt ist. Gegen Mykoplasmen helfen meines Wissens nur Tetrazykline, wobei sich als Präperate Zithromax (Azithromycin) und Doxicyclin bewährt haben. Im Zuge des Abstrichs hätte ein Antibiogramm erstellt werden sollen, ob es gegen einen der beiden Wirkstoffe eventuell schon eine Resistenz gibt. Auch muss man beachten, dass Mykoplasmen zwar zu bekämpfen sind, aber nicht innerhalb von 3 oder 5 oder 7 Tagen. Da sind Behandlungsdauern von mindestens 14 Tagen angesagt, um Erfolg zu haben und keine Resistenz zu züchten.

Alternativ hilft es jedem Immunsystem, wenn es unterstützt wird. Da können Katzen sogar Mykoplasmen eliminieren. Die Frage ist, ob das bei einer Katze mit akuten Symptomen sinnvoll ist. Ich bin kein Tierarzt, aber ich würde Dir schon noch mal eine gezielte Therapie mit einem wirkungsvollem AB empfehlen und parallel die Immunsysteme der Miezen stärken. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, wo Dich Dein Tierarzt sicherlich beraten kann, was Sinn macht.
 
  • "Behandlung" von Mykoplasmen und deren Symptomen Beitrag #3
Auf das letzte Antibiotikum hat er allergisch reagiert (Haut hat sich total verkrustet an der Einspritzstelle, musste operativ entfernt werden), das was wir davor gegeben haben (Suanatem), war zu schwach.

Sternchen, wurde denn bei den Tieren schon einmal ein Antibiogramm gemacht, um festzustéllen welches AB am besten geeignet ist?.
Ich blättere gerade mein medizinisches Handbuch, es sind schon ziemliche Hämmer, die da als AB angeraten werden, Tetrazykline, Chloramphenicol, Ampicllin, also wirklich Obergrenze, da sollte man genau prüfen was wirkt, denn viel Spielraum bleibt dann nicht mehr.

Ich sehe Du bist in Mülheim, wir haben hier in Dortmund einen sehr guten Augenspezialisten und in dessen Fachgebiet fallen ja auch Mykoplasmen, weil sie auch die Bindehaut befallen können, vielleicht könnte ein Gespräch mit ihm Dir weiter helfen
 
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  • "Behandlung" von Mykoplasmen und deren Symptomen Beitrag #4
Ich meld mich auch mal wieder zu Wort. Sorry, durch den langen Umzug ist einiges drunter und drüber gegangen.

Erstmal zur guten Nachricht: in der neuen Wohnung geht es Angel gesundheitstechnisch besser. Wir wohnen jetzt fast acht Wochen hier und der Kleine hat noch keine Anzeichen eines sich herannahenden Schubs (und das trotz Stress beim Umzug und umgebungswechsel). Romeo ist quietschfidel, wie immer.

Dann zur zweiten guten Nachricht: wir waren gestern zum ersten Mal bei unserer neuen Tierärztin in Hamm. Ich war begeistert. Wir sind nach vorherigem Anruf ohne Termin dahin gegangen und die gute Frau hat sich wirklich 2 Stunden (!) Zeit genommen, die beiden zu untersuchen, genaue bereits festgestellte Befunde aufzunehmen, nach Medikamenten zu fragen, genau abzutasten und so weiter und so fort. Sie hat natürlich eine genaue Anamese aufgestellt.

Zur Erinnerung: bei der Kastra wurden bei Romeo und Angel Abstriche aus dem Hals entnommen, die positiv auf Mykoplasmen, aber negativ auf Calicciviren und Chlamydien getestet wurden. Weiter wurde von meiner alten Tierärztin nichts mehr unternommen.

Frau L. hat mir jetzt erklärt, dass man grundsätzlich erstmal abklären müsste, ob die Mykoplasmen von sich aus eine chronische Angelegenheit wären, oder ob da vielleicht noch eine andere Krankheit wie zum Beispiel Katzenaids oder Fip oder wie auch immer hinterstecken würde, die immer wieder (vor allem bei Angel) so einen Schub pushen würde. Es wäre an sich wohl recht seltsam, wenn eine Katze wirklich alle 4 - 6 Wochen so einen Schub hätte und dann auch nicht auf Antibiotika reagieren würde.
Deshalb wird jetzt kommenden Dienstag bei beiden Tierchen ein großes Blutbild mit Zusatzuntersuchung auf Mykoplasmen gemacht und ein neuer Abstrich aus dem Rachen, der Nase und den Augen genommen. Damit wird dann einerseits geguckt, was noch so in den beiden steckt und andererseits auch gleich ein Antibiogramm erstellt.

Sollte sich das alles als negativ erweisen (was ja schön wäre), würde sie erstmal eine Aufbaukur mit Zylexis bei Angel beginnen. Anschließend würde sie, jenachdem wie er reagiert, weitere aufbauende Immunsystemkuren anwenden, weil es ihr so scheint, als hätte der kleine einfach eine fehlende Grundimmunisierung. So kann man vielleicht verhindern, dass die Schübe so häufig kommen. Nach ungefähr vier Monaten würde dann noch mal ein Bluttest erfolgen, weil negative Tests nicht immer aussagekräftig sind. Gerade bei einem Test auf Katzenaids würde - wie beim Menschen - immer eine Phase bestehen, in der man die Krankheit nicht nachweisen könnte.

Ganz ehrlich, es klang schrecklich was sie da alles gesagt hat. Aber ich bin trotzdem froh, dass das jetzt endlich in Angriff genommen wird und man sieht, ob wir den beiden irgendwie helfen können. Romeo wurde weiter geimpft, Angel wird aber wohl nie geimpft werden können. Macht mir ein bisschen Angst, aber ich vermeide lieber Kontakt zu anderen Katzen als das mein armes Tierchen an so einer blöden Impfung stirbt. Jetzt müssen wir wohl mal weitersehen.

Edit: @ russian: ich komm gebürtig aus Dortmund. Meinst du zufällig die Praxisklinik von Dr. B. am Hohen Wall? Da war ich mit den beiden auch schon, weil meine Mutter da mit ihrem Hund immer hingeht, aber die waren mit Romeo und Angel ziemlich überfordert.
Ansonsten kannst du mir gern mal die Adresse vom Augenspezialisten per PN schicken, Romeo hat ja auch Probleme mit den Augen und da wäre langsam mal wieder eine Vorstellung nötig. Danke!
 
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  • "Behandlung" von Mykoplasmen und deren Symptomen Beitrag #5
Hallo Ihr Lieben,

auch wenn der Post jetzt schon älter ist.

Meine Gina ist auch Herpes und Mykoplasmen positiv.
Also Mykoplasmen sind zellwandlose Kleinstbakterien, wo kein Antibiogramm erstellt werden kann.
Das 1. Mittel zur Wahl ist Doxycyclin, das sollte man über mind. 3 Wochen geben und zwar eine 1/4 Tablette morgens und abends, also alle 12 Std.
Ich werde das jetzt leider auch geben müssen.

Zylexis muss alle 2 Tage, 3x eine Spritze gegeben werden, damit es gut wirken kann. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass es nur kurzfristig etwas bringt und bin davon nicht so überzeugt. Das Immunsystem zu sehr zu pushen, z.B. mit Interferon etc. kann sich auch nachteilig auswirken und andere Krankheiten z. B. FIP auslösen (Coronaviren).

Mein Kater hat Calicivirus und die Katze hat Herpesvirus, da dagegen eh kein Antibiotika wirkt, habe ich das Immunsystem immer mit homöopathischen Mitteln gestärkt und damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Allerdings zusammen mit einer guten THP.
 
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  • "Behandlung" von Mykoplasmen und deren Symptomen Beitrag #6
Bitte keine Dosierungsanleitungen. Das ist von Tier zu Tier unterschiedlich und wir sind keine Tierärzte!
 
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