Hallöchen an alle! (entschuldigung schon mal, dass der Text etwas länger ist...)
Nach langem Überreden, Bitten und Betteln und weil er gesehen hat, wie sehr mir meine Katzen fehlen, hat mein Freund endlich „erlaubt“, dass ein Kätzchen in unsere Wohnung einziehen darf :smile: Ich muss dazu sagen, dass mein Freund nicht gerade als Katzenliebhaber verschrien ist und ich ihm ohne seine Einwilligung nicht einfach eine Katze vor die Nase setzen wollte. Also es hat wirklich viele Monate gedauert, bis er sich einverstanden erklärt hat – wenn auch nur widerwillig und mit der strikten Auflage, dass ich die gesamte Verantwortung und sämtliche Kosten das Tier betreffend übernehme. Finde ich ok, damit komme ich klar ;-)
Da ich bisher nur Wohnungskatzen kenne bzw. komplette Freigänger, bin ich leider nicht mit dem System "Katze geht raus und wird später wieder reingeholt" vertraut und bräuchte deshalb ein paar Tipps...
Kurz zu unserer Wohnungssituation: Wir wohnen in einer Eigentumswohnung in der 2. Etage eines Mehrparteien-Hauses (alles Eigentümer, Katzentreppe oder –klappe wären leider nicht möglich :roll

. Zur Balkonseite hin haben wir noch eine kleine Grünfläche, die zum Haus gehört. In unserer Nähe haben wir einen Spielplatz, wo sich häufig (nicht besonders zivilisierte) Jugendliche aufhalten. Außerdem gibt es zwei Kindergärten und Supermärkte in einer kleinen „Einkaufsinsel“, wo keine Autos fahren. Ein Stück weiter gibt es allerdings leider eine Hauptstraße, wo viel Verkehr herrscht.
Also wie man sieht, nicht gerade die idealsten Voraussetzungen für einen Freigänger... Zweitkatze für reine Wohnungshaltung ist allerdings auch mehr als utopisch – mein Freund meint, Katzen brauchen keine Gesellschaft (jaja, ich weiß...) und es hat schon ewig gedauert, bis ich EINE Katze durchgesetzt habe.
Zu uns: Wir sind beide berufstätig. Ich verlasse das Haus frühs um 7:15 und komme i.d.R. gegen 17:30 zurück. Ehrlich gesagt würde ich mich unwohl damit fühlen, meine Katze in dieser Zeit komplett draußen zu lassen...
Die Eltern von meinem Freund wohnen eine Etage unter uns (Vater ist Rentner, Mutter arbeitet nur halbtags), sind aber keine besonderen Katzenmenschen. Im besten Fall könnte die Mutter noch überredet werden, das Kätzchen mittags reinzulassen, aber wenn es dann mal nicht kommt, würde sie bestimmt nicht danach rufen oder suchen. Und wie gesagt, sie sind keine Katzenmenschen, also kann ich keine Hilfe "erwarten" :x
Ich hätte nun folgende Idee: Also natürlich würde ich der Katze erst mal entsprechend einige Zeit geben, sich an uns zu gewöhnen und ihre Wohnung kennen zu lernen. Dann würde ich erst mal vielleicht mit Katzenleine mit ihr raus gehen und mit ihr zusammen die Gegend „erkunden“. Zu guter letzt, wenn die Katze sich eingewöhnt hat, würde ich sie, wenn ich nachmittags heim komme, raus lassen und später am Abend wieder in die Wohnung holen. Am Wochenende könnte sie dann länger draußen bleiben.
Eine Alternative wäre, sie zum Wochenendfreigänger zu machen, aber das stelle ich mir schwierig vor...
Eventuell (aber höchst unwahrscheinlich) könnte ich auch unser Kellerfenster tagsüber offen halten, sodass die Katze, wenn sie will, sich in unserem Kellerraum aufhalten kann. Allerdings könnte sie von dort aus nicht ins Haus, die einzelnen Kellerabteile abgeriegelt und der Kellerraum immer verschlossen ist.
Im Frühjahr/Sommer könnte sie wahrscheinlich mit in den Garten der Großeltern kommen, wo wir uns dann fast jedes Wochenende aufhalten.
Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir helfen würdet, eine Lösung zu finden. Wäre mein Freund mit einer Zweitkatze einverstanden, würde das die Sache natürlich ungemein erleichtern, aber ihn überreden zu wollen wäre (leider) ein sinnloses Unterfangen :-(
Es wäre schrecklich schade, wenn mein Wunsch nach einer Katze daran scheitern würde, dass ich ihr nicht den entsprechenden Freigang bieten könnte. (Es ist zwar noch ein bisschen Zeit, sich eine Lösung einfallen zu lassen – die Anschaffung haben wir für Februar 2012 geplant, aber lieber jetzt schon mal nach Möglichkeiten suchen, als dass das Kätzchen dann unglücklich ist...)
Achso, ich hatte mir auch überlegt, eine ältere Katze aus dem Tierheim zu adoptieren, die als Einzelwohnungskatze vermittelt wird, aber das möchte mein Freund leider nicht – er meint, wenn er schon eine Katze im Haus haben muss, will er die auch von kleinauf kennen...
Ich freue mich sehr auf eure Antworten und Tipps! :smile:
Janine