Hallo liebe Katzenfreunde,
ich bin nicht sicher, ob ich hier die richtige Stelle zum Schreiben erwische, Entschuldigung falls es der falsche Platz ist! Ich hoffe auf Beratung für einen schwierigen Katzenumzug, hier kommt mein Plan:
Nach sorgfältiger Abwägung habe ich mich entschieden meine Katze zu mir umzuziehen. Sie lebt bisher 15 jahre in meinem Elternhaus in B., da meine Eltern inzwischen gestorben sind nun bei meinem Cousin. Aus verschiedenen Gründen werde ich sie nun zu mir nach L holen und möchte ihr den schweren Umzug so einfach wie möglich machen. Sie ist alt, aber topfit (Tierarzt konnte die super Blutwerte kaum glauben).
Ich habe den Winter abgewartet, wo sie nicht so hinaus drängt, an die neue Transportbox hat sie sich gut gewöhnt (liegt freiwillig drin, weiß nicht was ihr blüht ;-), ein Beruhigungsmittel ist vom Tierarzt besorgt (sie hat schrecklich Angst im Auto und es sind 3 Stunden Fahrt), das neue Heim ist mit Katzenplätzen ausgestattet, eine Decke und ein Fell, Futter, Klo etc nehme ich mit. Ich habe sie großgezogen und wenn ich dort bin, ist sie sehr anhänglich.
Trotzdem bietet das neue Heim einige Klippen. Zunächst ist sie scheu und ich wohne in einer fünfer WG. Im alten Heim war allerdings auch immer gut Betrieb, bei 2 Familien unter einem Dach. Ich werde mein Zimmer zur Katzenzone erklären, um so wichtiger, da sie vor Kindern flüchtet und hier ein Kleinkind wohnt. Das Kind ist unter der Woche nur von 3 bis 7 Nachmittags in der WG unterwegs, am WE unterschiedlich.
Alle Bewohner freuen sich auf die Katze.
Ich habe gelesen, man kann mit einem Tuch den Geruch vom Katzenkopf in der Wohnung verteilen, hat damit jemand gute Erfahrungen?
Ich habe ein Katzengeschirr (kannte sie als junge Katze), denn meiner Erfahrung nach nimmt sie es mir echt übel, wenn ich sie nicht rauslasse, wenn sie sehr will. Und die ersten Wochen darf sie ja nicht. Und da sie sich (wenn, dann) mir zu liebe eingewöhnt, möchte ich unsere Beziehung möglichst nicht belasten. Also werde ich ihr nach und nach mehr Türen öffnen (z.B. Keller) und wenn sie raus drängt, gehen wir halt erstmal mit Leine.
Nächstes Problem ist der (kastrierte) Nachbarskater Paul. Der ist ziemlich offensiv, habe ihn schon öfter aus unserem Haus gejagt. Kann ich irgendwas tun, um sie an Paul zu gewöhnen - bzw. anders herum? Ich dachte wenn sie eingewöhnt ist mal hinüber zu gehen und Paul streicheln, damit ihr Geruch bei ihm und seiner bei ihr ankommt - Katzen erkennen Freunde ja angeblich am vertrauten Geruch? Habt ihr besonders zu diesem Punkt Tipps?
Erste Begegnung mit Besitzer von Paul und mir zusammen versuchen? Der Nachbarsmensch ist freundlich und zur Zusammenarbeit bereit...
Dann habe ich von diesen Pheromon-Geruchssprays gelesen, bin da aber irgendwie skeptisch. Würdet ihr mir raten das zu versuchen, damit sie sich im neuen Heim schneller wohl fühlt?
Besten Dank für eure Tipps und Erfahrungen!
Elli