Hallo ihr Lieben,
meiner einer kommt ja des öfteren mal auf verrückte Ideen, und ich hoffe, dass ich mit dieser im allgemeinen Bereich richtig bin...
Ich will euch jetzt nicht Länge mal Breite mit meinem Privatleben zuspammen ;-) , die Sache ist aber die, dass hier im Haushalt nebst 2 Katern auch 5 Menschen hausen. Ich kümmere mich hauptsächlich um die Salonlöwen (was darf gefressen werden, was gibts zu Weihnachten, das Forum befragen ;-) ...), Mensch Nr. 2 hilft beim Dosenöffnen und Kisterlmachen, Mensch Nr. 3 liebt sie auch sehr und mit dem noch ziemlich kleinen Menschen Nr. 4 ist es vor allem in letzter Zeit sehr viel besser geworden, er hilft oft freiwillig mit und bemüht sich mehr und mehr, die Bedürfnisse der Tiere zu erkennen und zu respektieren, die beiden danken es ihm mit steigendem Vertrauen.
Mensch Nr. 5 ist das Problem. Dieses Exemplar hat geschlagene 50 Jahre ohne ein Haustier ausgehalten, ihn dazu zu überreden war nicht ganz richtig, hab ich längst eingesehen, die Zustimmung war aber durchaus da. Wen der Anblick von 3 Tage alten Katzenwelpen, die bei ihrer Mama saugen, nicht rührt, wem sie nicht ans Herz wachsen, wie sie von blauäugigen Plüschmonstern zu schönen Katern heranwachsen oder wenigstens wie das eigene Kind "sein" Murmelchen liebt, werde ich nie so ganz verstehen. Hier aber wog die plötzlich auftretende (!) Erkenntnis, dass Katzen Haare verlieren und ihr Futter nicht immer nach Rosen duftet, stärker.
Ich habe friedliche Katzen. Die ins Wohnzimmer getapst kommen, wenn das Haus voller Gäste ist, die man einem fremden Besucher auf den Schoß setzen kann, die sich einem "uuh" quieksenden selbst bezeichneten Katzenhasser am Hosenbein reiben.
Aber vor Mensch Nr. 5 haben sie Angst. Er hat nie laut gesagt, dass er sie nicht mag. Hat es aber auch nie bestritten. Zumindest in meiner Gegenwart hat er ihnen nie etwas getan. Aber sie haben Angst vor ihm, riesige Angst; wenn sie seine Schritte hören, ergreifen sie aus jeder Kuscheleinheit die Flucht :-( und wenn er versehentlich im Weg steht, wird gefaucht. Okay, das Menschenexemplar ist nicht der Hellste im sozialen Bereich; dass Anstarren für eine Katze Bedrohung ist, geht ihm nicht ein.
Zur Beruhigung, er ist nicht viel zu Hause und ewig wohnen wird er hier nicht mehr, aber gut Ding braucht leider Weile.
Aber mir tun einfach meine Buben leid. Er bemüht sich nicht, sucht nie den Kontakt mit ihnen, zumindest nicht aufrichtig, denn die Abneigung muss so stark spürbar sein, dass sie sich gar nicht angreifen lassen.
Kommen wir zur Frage - glaubt ihr, Feliway könnte (ein bisschen) helfen? Zerstäuber im Wohnzimmer oder Spray direkt aufs Hemd, meinetwegen heimlich, bevor er sich innerlich noch extra sperrt, mir wärs sowas von egal. Was sagt eure Erfahrung damit, könnte es was bringen?
Ich weiß, dass ich nie, niemals, never einen Tierliebhaber aus ihm machen werde, so wie er sich in anderen Dingen eben auch nicht geändert hat.
Aber ich will nicht, dass meine Buben da, wo sie wegen mir ihr Leben verbringen müssen, Angst haben müssen.
Danke fürs Durchlesen und für jeden Rat.
Cruella